Emotionale Bilder gegen chronische Schmerzen - Nikon begleitet wissenschaftliche Studie zur Erforschung neuer Wege in der Schmerztherapie

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Immer mehr Menschen in Deutschland leiden unter chronischen Schmerzen. Das bestätigt jetzt die Deutsche Schmerzgesellschaft (DGSS). Die Betroffenen haben oftmals einen langen Leidensweg hinter sich, begleitet von unklaren Diagnosen und starken Medikamenten. Nikon hat jetzt zusammen mit dem Schmerzzentrum Kassel, der Universität Göttingen und der Universitätsklinik Hamburg-Eppendorf eine wissenschaftliche Forschungsreihe ins Leben gerufen: In der wissenschaftlichen Studie „Modulation of Pain Experience“ wird die schmerzlindernde Wirkung beim Betrachten von Bildern untersucht. Damit knüpft Nikon an das vorangegangene Pilot-Projekt „NIKON – Kraft der Bilder“ an.

Neue Wege in der Schmerztherapie

Können Bilder Schmerzen signifikant lindern? Auf diese Frage soll es in den nächsten Monaten eine wissenschaftliche Antwort geben. Klar ist schon heute: Positive Bilder, Erinnerungen und Erlebnisse scheinen laut einer Studie der University of California einen positiven Effekt auf das Schmerzempfinden zu haben. Inwiefern Bilder in der Schmerztherapie eingesetzt werden können und ob es einen direkten Zusammenhang zwischen Schmerzempfinden und dem Betrachten von schönen Fotos gibt, dazu forscht das Schmerzzentrum Kassel in enger Zusammenarbeit mit Nikon, der Universität Göttingen und dem Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf. Im Studienverlauf wird insbesondere der Frage nachgegangen, inwiefern das Betrachten von Fotos geliebter Menschen Schmerzen reduzieren kann. Schon jetzt gibt Dr. Andreas Böger, Chefarzt des Roten Kreuz Krankenhauses Kassel und Leiter des Schmerzzentrums, einen Ausblick: „Die ersten Auswertungen machen Mut. Wenn mehr als die Hälfte der Probanden ein positives Feedback gibt, ist das schon ein guter Hinweis auf die Wirksamkeit.“

Erste Ergebnisse im Spätsommer 2014

Seit dem Sommer 2013 werden die ersten Daten im Schmerzzentrum Kassel erhoben. Bis zum Frühsommer 2014 sollen rund 100 Patienten an der Studie „Modulation of Pain Experience“ teilgenommen haben und erste Ergebnisse feststehen. Alle Patienten verbindet die gleiche Leidensgeschichte: Mindestens drei Monate chronisches Schmerzleiden ohne eine klare Diagnose. Für viele ist die Therapie im Schmerztherapiezentrum Kassel der letzte Ausweg. So auch für Manuela Spangenberg, 37-jährige Bürokauffrau aus Thüringen: „Ich leide seit vier Jahren an unerträglichen Kopfschmerzen – jeden Tag. Nach etlichen Untersuchungen bei Orthopäden, alternativen Medizinern und in Spezialkliniken ist die Therapieform der multimodalen Schmerztherapie – eine Mischung aus Medikamenten, psychologischer Schmerztherapie und Physiotherapie – in Kassel meine große Hoffnung.“

Das Studienmodell

Um exakte Ergebnisse zu erzielen, unterliegt die Studie strengen Kriterien. Drei mal pro Woche findet die Therapiesitzung um exakt 19 Uhr statt: „Zu dieser Uhrzeit ist das Schmerzempfinden meistens am größten und wir können die eindeutigsten Ergebnisse erzielen“, so Franziska Firneisen, betreuende Psychologie-Studentin. An jedem Behandlungstag werden den Patienten fünf Fotos einer Bildkategorie gezeigt: Sympathische Unbekannte, Landschaftsmotive, Wahrnehmungstäuschungen und Fotos geliebter Menschen. Vor und nach dem Betrachten füllen die Patienten Fragebögen aus, die das Ausmaß des Schmerzes erfassen. Bei Manuela Spangenberg zeigt das Betrachten der Bilder erste positive Auswirkungen: „Wenn ich schönen Landschaften oder lachende Familienmitglieder sehe, breitet sich bei mir ein wohltuendes Gefühl aus und ich fühle mich deutlich besser“.

Volkskrankheit Schmerz

Die Deutsche Schmerzgesellschaft (DGSS) schätzt die Gesamtzahl der Schmerzpatienten auf bundesweit etwa 13 Millionen. Damit sind chronische Schmerzen zur Volkskrankheit geworden. Gleichzeitig ist das Angebot an schmerztherapeutischen Einrichtungen in Deutschland gering. Die Betroffenen sind meist schon seit Jahren auf der Suche nach einer passenden Therapieform und nehmen oftmals starke Medikamente zur Behandlung ein. Die Wirkung von Bildern kann eine Ergänzung zur medikamentösen Behandlung für viele Patienten sein. Das hofft auch Tadashi Nakayama, Geschäftsführer Nikon Deutschland: „Wenn das Forschungsprojekt zeigt, dass das Betrachten von Bildern Schmerzen lindert, könnten wir Millionen Menschen eine neue Perspektive geben und ihnen helfen, einen Ausweg aus dem Dauerschmerz zu finden.“

Weitere Informationen zu Nikon Kraft der Bilder unter http://www.nikon-kraftderbilder.de

Änderungen vorbehalten.

Fotonachrichten 06 / 2014

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