Nikon-Patent - Passwortschutz gegen Objektivklau

Nikon-Patent - Passwortschutz gegen Objektivklau
Nikon hat ein Patent zugeteilt bekommen, in dem ein Sicherheitssystem beschrieben wird, das Aufnahmen mit DSLRs erst ermöglicht, wenn ein objektivspezifischer Sicherheitscode in die Kamera eingegeben wird. Wenn Nikons neues Patent in die Tat umgesetzt wird, könnte die Hehlerei gestohlener Fotoausrüstung gestoppt werden. Die Objektive sollen dann nämlich nicht mehr funktionieren, wenn der Benutzer das dazugehörige Passwort nicht eingeben kann, weil er es nicht besitzt. Die Authentifikation müsste in die Kamera eingegeben werden, was mit Hilfe der vorhandenen Eingabemöglichkeiten über Knöpfe und ein Bildschirmmenü, aber auch mit einem Touchscreen möglich wäre, den mittlerweile auch einige Systemkameras besitzen.

Nikon beschreibt in seinem Patent, dass damit nicht nur potenzielle Diebe abgeschreckt werden könnten, weil unbenutzbare Objektive wertlos sind. Auch Hehlerei sei dann nur noch schwer möglich: Wenn der Händler den Sicherheitscode nicht besitzt, lässt sich das Objektiv auch nicht mehr verkaufen. Damit nicht mit den Objektiven fotografiert werden kann, ließe sich beispielsweise eine mechanische Blockade in den Lichtgang schieben oder die Scharfstellung deaktivieren.

Zwei Nachteile besitzt das im Patent beschriebene System allerdings. Vergisst der Benutzer das objektivspezifische Passwort, kann auch er nicht mehr fotografieren und muss sich erst mit dem Service in Verbindung setzen. Zudem dauert es ungleich länger, nach dem Wechsel des Objektivs erst den Code einzugeben. Nikon hatte den Patentantrag 2013-61508 schon im September 2011 eingereicht. Das Patent wurde erst jetzt bewilligt. Ob die Authentifizierungstechnik jemals in konkreten Produkten mündet, ist nicht abzusehen.

Bis es soweit ist, empfiehlt Golem die Suchmaschine Stolen Camera Finder von Matt Burns (http://www.stolencamerafinder.com/), über die wir vor einiger Zeit schon berichtet hatten. Im Firefox- und Chrome-Browser kann der Bestohlene ein Bild direkt auf den Stolen Camera Finder ziehen, um es heraufzuladen. Die Suchmaschine liest nun die Exif-Felder des Fotos aus und sucht nach der Kameraseriennummer. Bei ihren Streifzügen durchs Netz verfährt sie ebenfalls so und baut eine Datenbank auf. Ergibt sich eine Übereinstimmung, werden die entsprechenden Bilder samt Herkunftsseite aufgelistet. Wer will, kann sich auch per E-Mail informieren lassen, wenn Fotos mit der betreffenden Seriennummer erkannt werden.

(Quelle: golem)

Fotonachrichten 04 / 2013

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