Sihl unterstützt Fotoausstellung im Münchner Stadtmuseum - 14. Juni bis 14. Juli im Forum 029

Kinder ohne Bindung – Dokumentarfotos auf Baryt

Andrea Diefenbach, Land ohne Eltern
Andrea Diefenbach, Land ohne Eltern
Andrea Diefenbach zeigt in Ihrer Ausstellung Land ohne Eltern alltägliche Momente aus dem Leben von Arbeitsmigranten und deren Kinder aus Moldawien. Sie verdeutlicht in ihren Fotografien die schmerzhafte Distanz zwischen der bitterarmen Heimat der zurückgelassenen Kinder und dem Arbeitsumfeld der Eltern im fernen Westeuropa. Ihre besondere Bildsprache wird durch die Wahl des Sihl MASTERCLASS Satin Baryta Paper 290 für den Druck der Ausstellungsbilder sichtbar unterstützt. Die Ausstellung findet vom 14. Juni bis 14. Juli im Forum 029 des Münchners Stadtmuseums (in der Sammlung Fotografie) statt.

Andrea Diefenbachs Projekt Land ohne Eltern wird von der Robert-Bosch-Stiftung im Rahmen des Grenzgänger-Programms gefördert und dokumentiert in Farbfotografien das menschliche Leid von Kindern, die von ihren Eltern getrennt leben und aufwachsen müssen. Diese haben sie in Moldawien – einem der ärmsten Länder Europas – zurückgelassen, um in Westeuropa arbeiten zu können.

Bereits in der Planungsphase stellte sich für die Fotografin schnell die Frage nach dem geeigneten Medium für die Präsentation der 30 × 40 cm, 45 × 60 cm und 70 × 90 cm großen Exponate. Hierbei achtete Diefenbach besonders auf die Oberfläche der Druckpapiere sowie die räumliche Wirkung der Farbmotive. Zarte Farben stehen neben dunklen, tiefen Schattenbereichen, wie es oft bei Innenraumaufnahmen mit vorhandener Beleuchtung üblich ist. Nach diversen Tests entschied sich Andrea Diefenbach für das Sihl Satin Baryta Paper 290 (4848). Der glatt-seidige Oberflächeneindruck überzeugte sie genauso wie die feinsten Lichterabstufungen. „Mit dem Satin Baryta Paper von Sihl kann ich die Motive so ausdrucken, dass der Betrachter ein sehr anschauliches Bild vom Leben und der emotionalen Lage der verlassenen Kinder erhält, erklärt die Fotografin.

Tausende Kinder allein zuhause

Am Rand Europas spielt sich eine Tragödie ab: Mehr als 250 000 Kinder wachsen ganz allein ohne Eltern auf. Sie wohnen, wenn es gut läuft, bei Verwandten – doch viele der jungen Menschen versorgen sich selbst, führen ihren eigenen Haushalt und sehen ihre leiblichen Eltern sporadisch. Anstatt sich um die Erziehung ihrer Kinder zu kümmern, müssen die Eltern auf der Suche nach Arbeit und Geld gen Westen ziehen, zumeist nach Italien, aber auch Griechenland oder Spanien. Sie leben dort meist illegal und reisen in Minibussen in die Heimat – im Gepäck Dinge des täglichen Lebens und kleine Geschenke. Schnell sind sie wieder auf dem Weg in die Ferne und die Kleinen werden mit Ihrem Schicksal allein gelassen. Keine zwei Flugstunden von Deutschland entfernt, von der Öffentlichkeit unbemerkt, wächst eine junge Generation auf, in Armut und arm an häuslicher Geborgenheit und Wärme.

Eindringliche Dokumente voller Emotionen

Die Arbeit von Andrea Diefenbach zeigt die dramatische Situation eindringlich und ohne falsches Pathos. Sie porträtiert mit viel Respekt und Sympathie den Alltag der jungen Menschen in ihrem ärmlichen Umfeld. Das tut sie mit gewissem Abstand, doch nah genug, um dem Betrachter das ganze Ausmaß des menschlichen Leids nahe zu bringen. Diefenbachs Arbeit in der seit 1991 von der ehemaligen Sowjetunion eigenständigen Republik Moldau ist mit dem Dokumentarfotografie-Förderpreis der Wüstenrot Stiftung und dem n-ost Reportage-Preis 2012 ausgezeichnet worden. Begleitend zur Ausstellung erscheint im Kehrer-Verlag eine entsprechende Publikation.

Andrea Diefenbach, geboren in Wiesbaden, beschäftigte sich bereits mehrfach mit sensiblen Themen der Gesellschaft und schafft es auch in diesen Farbfotografien den Betrachter an die Thematik heranzuführen. Sie veröffentlichte in namhaften Magazinen und kann auf eine lange Liste von Ausstellungen zurück blicken.

Baryt-Papier für höchste Ansprüche

Das Sihl MASTERCLASS Satin Baryta Paper 290 (4848) verbindet auf perfekte Weise den Look, die Haptik und die Haltbarkeit traditioneller Baryt-Papiere mit modernster Technik. Das Fehlen von optischen Aufhellern sorgt für eine möglichst lange Bildstabilität und gute Archivierbarkeit, was bei Sammlern, Galeristen und Museen besonders zählt. Das 290 g/m2 schwere Papier besitzt eine spezielle Oberflächenveredlung mit echtem Baryt (Bariumsulfat). Durch den Einsatz der speziellen, mikroporösen Beschichtung wird ein extrem großer Tonwertumfang erzielt. Feinst differenzierte Farb- und Grauwerte und ein sattes, tiefes Schwarz lassen dieses warmweiße Papier mit dezentem Glanz für den Druck von künstlerischen Motiven zur richtigen Wahl werden. Das Sihl MASTERCLASS Satin Baryta Paper 290 (4848) ist in Deutschland über die Sihl Direct GmbH (http://www.sihl-direct.de) verfügbar.

Fotonachrichten 06 / 2013

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