Große Mauersegler-Nistanlage auf dem Gelände von CEWE

Kooperation mit dem NABU geht in die nächste Runde

Dörte Cibis und Christine Hawighorst (CEWE Oldenburg) mit Rüdiger Wohlers (NABU).
Dörte Cibis und Christine Hawighorst (CEWE Oldenburg) mit Rüdiger Wohlers (NABU).
Im März startete CEWE mit dem NABU ein nachhaltiges Pilotprojekt zum Schutz der Singvögel. Zahlreiche Bäume auf dem Betriebsgelände wurden mit Nistkästen bestückt. Jetzt geht es in die nächste Runde: An der Südseite des Hochregallagers wurde in luftiger Höhe eine Nistanlage für Mauersegler angebracht – eine der größten Deutschlands.

Auf dem 4,5 Hektar großen CEWE Betriebsgelände am Standort Oldenburg haben Mitarbeiter von CEWE zum Frühlingsanfang circa 100 Nistkästen an Bäume montiert. Eine Aktion, die Früchte trägt: Kohlmeisen, Blaumeisen und Sperlinge haben dort schon neue Brutplätze gefunden. Jetzt geht die Kooperation mit dem NABU in die zweite Runde: An der Südseite des CEWE Hochregallagers entsteht eine große Mauersegler-Nistanlage. Wann die ersten kühnen Flieger ihre neuen Quartiere beziehen werden, wird eine Webcam dokumentieren. „Dieses Vorhaben zum Schutz der zunehmend im Rückgang begriffenen Mauersegler ist eines der größten im ganzen Bundesgebiet“, sagt Rüdiger Wohlers, NABU-Regionalgeschäftsführer im Oldenburger Land. Unter seiner fachlichen Anleitung wurden mittels einer Hebebühne 40 Mauersegler-Nistkästen in luftiger Höhe angebracht.

Erste Bewohner werden im Mai erwartet

Montage der 40 Mauersegler-Nistkästen in luftiger Höhe.
Montage der 40 Mauersegler-Nistkästen in luftiger Höhe.
Mauersegler sind gesellige Tiere und ziehen ihre Brut gerne in Kolonien auf. In jedem Kasten befinden sich jeweils drei Einfluglöcher – insgesamt stehen den Mauerseglern also 120 Brutplätze zur Verfügung. Da die Kästen, die in unterschiedlichen Höhen angebracht werden, südlich ausgerichtet sind, werden darüber zusätzlich Sonnenschutzblenden installiert, die innovative Techniker von CEWE selbst konstruiert und angefertigt haben. Durch die Beschattung wird verhindert, dass sich die Brutplätze im Hochsommer zu stark aufheizen. Mittels MP3-Player werden für den Mauersegler typische Laute abgespielt. „Wenn ein Mauersegler hier eintrifft und die Laute hört, weiß er, dass er hier bleiben kann“, so Wohlers. Im Mai werden die ersten Mauersegler erwartet, drei Wochen später die Brut. Im September machen sich die Zugvögel dann wieder auf den Weg nach Afrika in ihr Winterquartier.

Die Kooperation mit dem NABU ist ein Projekt, bei dem CEWE seine Mitarbeiter eng einbindet. Die Aufnahmen der Webcam dienen nicht nur der Dokumentation, sondern lassen vor allem auch die Mitarbeiter an dem Projekt teilhaben. „Ich bin total gespannt, wann die ersten Mauersegler einziehen“, sagt Dörte Cibis, die das Projekt begleitet.

Aktiver Beitrag zum Artenschutz

Mauersegler im Flug (Fotonachweis Fotonatur).
Mauersegler im Flug (Fotonachweis Fotonatur).
Der Mauersegler verbringt den größten Teil seines Lebens in der Luft. Im Flug fängt er mit weit geöffnetem Schnabel Insekten aus der Luft, selbst die Paarung und das Schlafen erledigt er im Fliegen. Der Mauersegler war ursprünglich ein Fels- und Baumbrüter. Heute ist er hauptsächlich ein Bewohner menschlicher Siedlungen, wo er in Einzelhöfen, Dörfern und vor allem in Städten mit hohen Gebäuden, wie Wohnblocks, Altbauten, Türmen und Fabriken, vorkommt. Durch Gebäudesanierungen gehen viele Nistplätze verloren, deshalb musste der Mauersegler nun bereits auf die Vorwarnliste der „Roten Liste“ gefährdeter Brutvögel gesetzt werden musste. „CEWE engagiert sich für den Artenschutz und wird bei dieser beispielhaften Aktion auch langfristig mit dem NABU zusammenarbeiten“, sagt Dr. Christine Hawighorst, zuständig für den Bereich Nachhaltigkeit bei CEWE. Nächster Schritt wird die Einrichtung eines Insektenhotels am Rande des Waldes auf dem Oldenburger CEWE Gelände sein.

Änderungen vorbehalten.

Fotonachrichten 05 / 2015

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