CEWE fördert Integrationsprojekt für unbegleitete Flüchtlingskinder

Spende über 50.000 Euro

SOS playbus workshop in Belgrade
Sie kommen aus Krisengebieten, fliehen vor Krieg, Gewalt und Verfolgung: Immer mehr junge Flüchtlinge, sogar Kleinkinder, kommen ohne ihre Eltern nach Deutschland. Hier suchen sie Schutz, Sicherheit und die Chance auf eine bessere Zukunft. CEWE unterstützt sie dabei und spendet 50.000 Euro für Aufnahme- und Integrationsprojekte von den SOS-Kinderdörfern.

Immer mehr minderjährige Flüchtlinge kommen auf unvorstellbaren Wegen in Deutschland an, nachdem sie in ihrer Heimat meist Schreckliches erlebt haben. Alleine, ohne ihre Eltern und ohne zu wissen, was sie erwartet. Sie suchen nach einer besseren Zukunft in einem Land, dessen Kultur sie nicht kennen, dessen Sprache sie nicht sprechen, in dem sie niemanden kennen. Entweder wurden sie alleine auf die Reise geschickt oder unterwegs von ihren Familien getrennt. Oft wissen sie auch nicht, ob ihre Verwandten noch leben. Mehrere zehntausend minderjährige Flüchtlinge befinden sich derzeit in Deutschland in einem laufenden Asylverfahren.

„Viele Flüchtlingskinder werden in Deutschland bleiben, deshalb agieren wir nach dem Grundsatz, sie nicht nur mit dem Nötigsten zu versorgen, sondern ihnen auch Chance auf gesellschaftliche Teilhabe und Bildung zu eröffnen. Außerdem brauchen die meisten von ihnen Unterstützung, um ihre oft traumatischen Fluchterlebnisse verarbeiten zu können“, betont Sabine Fuchs, Geschäftsführerin der SOS-Kinderdörfer Global Partner GmbH. Die Betreuungsinhalte umfassen unter anderem Sprachkurse sowie Hilfe bei der Ausbildung, der zukünftigen Lebensplanung, beim Kennenlernen einer anderen Kultur und bei der sozialen Integration. Dazu gehört auch, die persönlichen Fähigkeiten der jungen Flüchtlinge zu stärken, ihnen beratend zur Seite zu stehen und sie auf den ersten Schritten in ein neues Leben zu begleiten. „Wir sind ein europäisch ausgerichtetes Unternehmen und betrachten gelingende Integration nicht nur als aktuelle Herausforderung, sondern auch als ein dauerhaft anzustrebendes wichtiges Ziel“, so Dr. Rolf Hollander, Vorstandsvorsitzender von CEWE.

Chancen auf eine bessere Zukunft bieten

Für CEWE ist es das mittlerweile zweite Integrationsprojekt. In dem SOS-Kinderdorf Ammersee-Lech, Projektpartner des CEWE Standorts Germering, werden minderjährige Flüchtlinge in verschiedenen Wohngruppen betreut. Bereits im März spendete Europas führender Fotodienstleister und Online Druckpartner 20.000 Euro, um das SOS-Kinderdorf bei der Umsetzung dieses Integrationsprojekts zur Betreuung von unbegleiteten, minderjährigen Flüchtlingen zu unterstützen. Aktuell wurde eine neue Gruppe aufgebaut, in der die Kinder auf dem Weg in ihre neue Zukunft begleitet werden.

Hintergrund

SOS-Kinderdorf engagiert sich mit verschiedenen Angeboten für Flüchtlingskinder und ergreift Partei für ihre Belange. Ziel ist, die UN-Kinderrechtskonvention und deren zentralen Prinzipien zur Grundlage für den Umgang mit Flüchtlingskindern zu machen: der Vorrang des Kindeswohls, die Nichtdiskriminierung und die Beteiligung.

Seit vielen Jahren setzt sich SOS-Kinderdorf an verschiedenen Standorten in Deutschland für minderjährige Flüchtlinge ein. Zudem hat der Verein auf den vermehrten Zuzug unbegleiteter minderjähriger Flüchtlinge reagiert, indem Angebote neu aufgebaut oder erweitert wurden.

Änderungen vorbehalten.

Fotonachrichten 09 / 2015

13 Bewerten  |  Drucken  |  Weiterempfehlen
1 Kommentare

Wir begrüßen die Rückbesinnung des SOS-Kinderdorf auf seine Ursprünge, denn das Management des gemeinnützigen, deutschen SOS-Kinderdorf e.V. konnte in der jüngsten Vergangenheit eine einwandfreie Kooperationen mit den sog. Herkunftseltern der ihnen im SOS-Kinderdorf Dießen anvertrauten, einheimischen Kinder leider nicht sicherstellen und seine Vereinbarungen mit den Jugendämtern leider nicht einhalten, z.B. die Vereinbarungen betreffend den Umgang der Kinder mit ihren leiblichen Eltern, den Kinderschutz oder die Rückführung einheimischer Kinder in ihre sog. Herkunftsfamilien. Eine weit reichende soziale und pädagogische Arbeit mit traumatisierten minderjährigen Flüchtlingen und ihre Integration in unsere Gesellschaft ist aber sicher neu für die meisten der heute langjährig bei SOS-Kinderdorf beschäftigten Fachkräfte. Daher bleibt abzuwarten, ob dies mit neu rekrutiertem oder selbst ausgebildetem Personal tatsächlich geleistet werden kann.

von Familie Scheffler
03. Oktober 2015, 00:27:10 Uhr

Artikel kommentieren
* Diese Felder müssen ausgefüllt werden