Elliott Erwitt erhält den Ehrenpreis der Sony World Photography Awards 2015

© Elliott Erwitt
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Der renommierte Magnum-Fotograf Elliott Erwitt wird im Rahmen der Sony World Photography Awards 2015 geehrt. Der 86-jährige erhält den Preis für „Herausragende Leistungen für die Fotografie“, den er am Donnerstag, den 23. April im Rahmen der jährlichen feierlichen Gala in London persönlich entgegennehmen wird.

Zeitgleich wird im Somerset House in London eine Ausstellung eröffnet, die die bekanntesten Werke sowie selten gezeigte Arbeiten aus der sechzig Jahre umspannenden Karriere von Elliott Erwitt präsentiert. Die Schau vom 24. April – 10. Mai ist Teil der Sony World Photography Awards Ausstellung. Zudem findet am 24. April eines der seltenen Künstlergespräche mit Elliott Erwitt statt; sein Gesprächspartner wird sein langjähriger Buchdesigner Stuart Smith sein.

Elliott Erwitt genießt weltweite Anerkennung für seine natürlichen, oftmals ironischen Schwarzweißaufnahmen von Szenen aus dem Alltagsleben. Er ist ein meisterhafter und dabei bescheiden auftretender Fotograf, dessen kommerzielle und persönliche Arbeiten eine hintergründige, humorvolle visuelle Brillanz ausstrahlen.

Seit seinem Eintritt in die Fotoagentur Magnum im Jahr 1953 fängt der in Frankreich geborene Amerikaner historische Ereignisse, bekannte Persönlichkeiten, Humorvolles und Absurdes ein – mit scheinbar müheloser Leichtigkeit und einem angeborenen Blick für herausragende Fotografie. Erwitt selbst sagt über seinen Beruf: „Für mich ist Fotografieren die Kunst der Beobachtung – es geht dabei darum, etwas Interessantes an einem ganz gewöhnlichen Ort zu entdecken. Ich habe festgestellt, dass Fotografieren wenig mit den Dingen zu tun hat, die man sieht, und ungemein viel damit, wie man sie sieht.“

© Elliott Erwitt
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Erwitts Aufnahmen von Präsident Nixon, Marilyn Monroe und Pariser Hunden sind unverkennbar. Darüber hinaus hat der Fotograf jedoch einen riesigen Katalog unterschiedlichster Fotografien und Filme produziert, der stetig wächst. Die Ausstellung im Somerset House wird diese Bandbereite widerspiegeln: Gezeigt werden Erwitts zahlreiche Buchpublikationen, eine Sammlung von Archivdrucken, eine digitale Präsentation seiner persönlichen Favoriten sowie eine Auswahl seiner Filme.

Erwitts Freund und Magnum-Kollege Hiroji Kubota sagt über den Fotografen: „Elliott ist definitiv ein geborener Fotograf und zudem der intelligenteste Fotograf, den ich je kennengelernt habe. Es ist beeindruckend, dass er seit sechzig Jahren zur Top-Riege der Fotografen zählt. Und ich wette, dass er noch zehn Jahre ganz oben bleiben wird. Mindestens.“

Ehrenpreis mit langer Tradition

Der Preis für „Herausragende Leistungen für die Fotografie“ wird jedes Jahr im Rahmen der Sony World Photography Awards vergeben und würdigt Fotografen und Fotografinnen, die für die Branche außergewöhnliche Bedeutung haben. Bisherige Preisträger waren Eve Arnold, William Klein, Marc Riboud, William Eggleston und im letzten Jahr Mary Ellen Mark.

Astrid Merget Motsenigos, Creative Director der World Photography Organisation, sagt zu der Auszeichnung: „Elliott Erwitt ist in jeder Hinsicht ein absolut einzigartiger und eigenständiger Fotograf. Die Fotografie ist ein untrennbarer Teil seines Lebens, zugleich unterscheidet er klar zwischen dem, was er sein ‚Hobby’ nennt, und der Arbeit für seine Kunden. Die meisten Betrachter werden allerdings kaum einen Unterschied zwischen beidem wahrnehmen. Und genau das ist es, was Erwitt zu einem Meister der Fotografie macht.“

Elliott Erwitt wird seinen Preis am Donnerstag, den 23. April, im Rahmen der Galaveranstaltung zu den Sony World Photography Awards 2015 in London entgegennehmen. Die Gewinner in den Profi-Kategorien des Wettbewerbs und der Gesamtgewinner – der Empfänger des L’Iris d’Or und des Titels „Sony World Photography Awards Photographer of the Year“ – werden am selben Abend bekannt gegeben.

In der Ausstellung im Somerset House werden neben Erwitts Werken auch die Arbeiten der Gewinner der Sony World Photography Awards 2015 sowie der Fotografen auf der Shortlist zu sehen sein.

Änderungen vorbehalten.

Fotonachrichten 02 / 2015

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