Ausblick Photoszene-Festival 2016

Katja Stuke und Oliver Sieber
Katja Stuke und Oliver Sieber
Die Photoszene Köln freut sich sehr, mit Katja Stuke und Oliver Sieber die Kuratoren des Photoszene-Festivals 2016 bekannt geben zu dürfen!

Es war schon immer Ziel und Wunsch des Photoszene-Teams, dem alle zwei Jahre stattfindenden Photoszene-Festival einen stärkeren kuratorischen und konzeptionellen Rahmen zu geben und auf diese Weise konzentrierte Einblicke in ein Thema der fotografischen Praxis zu ermöglichen. Mit der Entscheidung, externe Kuratoren mit der Entwicklung eines Themas zu betrauen, entsteht ein lebendiger und wertvoller Austausch über die Fotografie und mit der Wahl von Katja Stuke und Oliver Sieber eine Auseinandersetzung, die das Medium auf internationaler Ebene reflektiert. Als Fotografen, Künstler, Kuratoren, Herausgeber, Gestalter und Kommunikatoren werden Katja Stuke und Oliver Sieber (alias BöhmKobayashi) für die nächste Ausgabe des Photoszene-Festivals ein Thema entwickeln, das verschiedene Aspekte und Wirkungsradien der Fotografie herausarbeitet. Dieses Thema wird in Form von Ausstellungen, dem Magazin, einer Internetpräsenz und einem Blog aktiviert.

Weitere Informationen zu Katja Stuke und Oliver Sieber:
boehmkobayashi
www.antifoto.de

Das nächste Photoszene-Festival findet im August/September 2016 statt mit einem Kick-Off zum 19. August, Ausstellungslaufzeiten im August und September sowie einer Hauptveranstaltungswoche während der photokina vom 20.-25. September 2016.

Das kuratierte Programm wird in einem Ausstellungspacours im Stadtgebiet unter anderem in etablierten Fotografieorten, wie dem Forum für Fotografie und den Kunsträumen der Michael-Horbach-Stiftung, sowie in Off-Räumen, wie den Galerien am Ebertplatz, gezeigt werden.

Die Teilnehmer des Photoszene-Festivals sind herzlich eingeladen, sich diesem Thema anzuschließen, es ist aber kein Zugangskriterium – nach wie vor freut sich die Photoszene Köln über alle teilnehmenden Aussteller in 2016 und einen reichen und lebhaften Austausch über Fotografie.

Thema Photoszene-Festival 2016: Innere Sicherheit

Die Trennung in einen privaten und einen öffentlichen Bereich ist mit dem Liberalismus des 18. und 19. Jahrhunderts und dem Gedanken des grundlegenden Schutzes individueller Freiheit und Autonomie vor unzulässigen Eingriffen des Staates oder der Gesellschaft verbunden. Die Privatsphäre soll einen Raum des Rückzugs schaffen und die eigenen vier Wände ein Refugium bieten, in den wir nur ausgewählte Menschen hinein bitten. Seit einiger Zeit verändern sich nicht nur die Konzepte des Privaten, sondern auch die damit verbundenen Verhaltensweisen. Das, was schützenswert ist oder was mit der Öffentlichkeit geteilt werden kann, wird unterschiedlich bewertet. Ununterbrochen können wir an dem privaten Leben anderer teilhaben, Bilder davon betrachten. Auf den Smartphones vermischen sich die eigenen Fotos mit Fotos von Freunden und Fremden; wir betrachten sie auf der gleichen Schnittstelle, nichts unterscheidet die eigenen Erinnerungen von denen der anderen.

Fotografien prägen unseren Alltag. Sie sind wichtiger Bestandteil des persönlichen Lebens, der Freizeitgestaltung und dienen außerdem immer noch als Informationsquelle. Fotografien geben Auskunft über die politische, wirtschaftliche, kulturelle und gesellschaftliche Situation und sind eigenständige künstlerische Werke, deren Gestaltung und Ästhetik Aufmerksamkeit verdienen. „Innere Sicherheit“ als themengebender Schwerpunkt der Photoszene-Festivals 2016 versammelt unterschiedliche fotografische Positionen im Hinblick auf unterschiedlichen Aspekte: Politisch-gesellschaftliche Fragen sollen bei der Auswahl der fotografischen Positionen also genauso eine Rolle spielen wie die nach den privaten Aspekten von „Innerer Sicherheit“ (Katja Stuke und Oliver Sieber)

Photoszene-Magazin L.Fritz no. 2- Release

Photoszene-Magazin L.Fritz
In diesem monothematischen Heft dreht sich alles um Archive, Sammlungen und Found-Footage und stellt Künstler vor, die gar keine eigenen Fotos mehr produzieren, sondern die es sich zur Aufgabe gemacht haben, das bereits vorhandene Bildmaterial zu sichten, zu bewerten, zu kontextualisieren und zu editieren – getreu Joachim Schmids Motto „Keine neuen Fotos, bis die alten aufgebraucht sind“.

In sechs Portfolios stellen wir sieben Positionen, ihre unterschiedlichen Quellen und Herangehensweisen vor – vom Klassiker „Evidence“ von Larry Sultan und Mike Mandel über Levi Bettwieser, der alte unentwickelte Filme rettet, bis zum Aktenkoffer von Günter K., der eine geheimnisvolle Liebesaffäre beinhaltet. Außerdem dabei: Ein Essay von Marc Feustel über die Archive der Zukunft, ein Interview mit dem Medienwissenschaftler Prof. Wolfgang Ernst und ein Text von Natascha Pohlmann darüber, dass das Arbeiten mit den Bildern fremder Menschen schon fast so alt ist wie die Fotografie selbst.

Der zweisprachige L. Fritz #2 wird auch wieder an vielen wichtigen Fotografiestandorten in Köln, Deutschland und Europa kostenlos ausliegen!

Änderungen vorbehalten.

Fotonachrichten 09 / 2015

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