Umweltfotofestival »horizonte zingst« 24. Mai bis 1. Juni 2014

Die Besucher des Umweltfotofestivals »horizonte zingst« erwartet vom 24. Mai bis 1. Juni 2014 mit Ausstellungen, Workshops und vielem mehr ein bunter Strauß an Aktivitäten. Nachstehend ein kleiner Ausschnitt.

Fotoprojekt »alltäglich(t)«

Im Fokus des diesjährigen Ausstellungsprojektes stehen die Alltagswelt und ihr bildlicher Facettenreichtum. Studierende und Absolventen der da!:DESIGNAKADEMIE Rostock und des Caspar-David-Friedrich-Instituts der Universität Greifswald.

Fotografie: Jessica Matz
Fotografie: Jessica Matz
Fotografie: Sandra Deutschmann
Fotografie: Sandra Deutschmann
Die Auseinandersetzung mit dem uns kontinuierlich Umgebenden – das scheinbar Gewöhnliche mit all seinen Ritualen, Gegenständen, Personen und sich wandelnden Interaktionen – soll zur Entwicklung von individuellen fotografischen Konzeptionen führen, die eine Rezeption deutlich hinaus über das eigentlich Wahrgenommene ermöglichen. Wir wagen somit einen bildlich zu fixierenden Blick hinter unsere Wahrnehmungsschranken und die semantischen Konstrukte außerhalb unseres Selbst. Das Fotoprojekt »alltäglich(t)« – zeigt einerseits Fotografien einer Semesterarbeit mit gleichem Titel der Studierenden des Caspar- David-Friedrich-Instituts, die im Rahmen des Umweltfotofestivals »horizonte zingst« erstmals öffentlich präsentiert werden, und andererseits Arbeiten der Studierenden der Fachklasse »Grafik–Illustration–Malerei« der da!:DESIGNAKADEMIE Rostock, die sich in einem Unterrichtsmodul im Frühjahr 2014 gleichfalls diesem Thema widmeten. Sie setzen mit ihrem fotografischen Blick auf Alltägliches weitere Akzente.

Das Ausstellungsdesign, die Gestaltung eines Projekt-Kataloges als Dokumentation sowie weiterer Begleitmaterialien sind ebenso Teil des Gesamtprojektes wie die Betreuung der Ausstellung durch die Studierenden während des Festivals in Zingst.

Vernissage: Mittwoch, 28. Mai 2014, 12 Uhr, Galerie Hotel Stone

Young Professionals – »romantic in abstraction«

»Chasing Self II« Fotografie: Helinä Kuusela Aalto Universität Helsinki
»Chasing Self II«
Fotografie: Helinä Kuusela
Aalto Universität Helsinki
Drei Hochschulen behandeln ein traditionsbeladenes Thema. Die Studierenden tun das natürlich nicht in altbekannter Weise, sondern beweisen, das in dem Thema »Romantik« viel Potential für progressive Bilder steckt. Unter dem Titel »romantic in abstraction« wurde zum zweiten Mal das internationale Studentenprojekt »Young Professionals« durchgeführt. Damit beteiligt sich das Festival in diesem Jahr an der thematischen Umsetzung des Gedankens der Romantik in Mecklenburg-Vorpommern, in Erinnerung an den großen deutschen Maler der Romantik Caspar David Friedrich.

Das Projekt wurde in zwei Abschnitten realisiert. Der erste Teil bestand aus einem einwöchigen Workshop, welcher an verschieden Standorten der Romantik, in Zingst, Greifswald und auf Rügen durchgeführt wurde. Der zweite Teil diente der Realisierung, Erarbeitung und Projektpräsentation in Zingst. Dazu wurden je fünf Studenten, sowie ein Dozent der Aalto Universität Helsinki, der staatlichen Akademie für Kunst und Design St. Petersburg und des Caspar-David-Friedrich-Instituts Greifswald eingeladen.

»The path«  Fotografie: Ekaterina Shchekina State Art Industry Academy St. Petersburg
»The path«
Fotografie: Ekaterina Shchekina
State Art Industry Academy St. Petersburg
Bereits im Vorfeld erarbeitete jede Universität seine thematische Herangehensweise. Die besondere Aufgabenstellung des Projektes bestand darin, gemeinsam an der Umsetzung zu arbeiten, neue Bildideen, Sichtweisen und Gestaltungsmöglichkeiten unter Führung der einzelnen Universitäten zu finden. Das Caspar-David- Friedrich-Institut Greifswald behandelte das Thema »Das unheimliche Idyll« – in Zingst, romantische Zufluchtsorte zur blauen Stunde. Die Aalto Universität Helsinki stellte sich dem Thema »Das abstrakte Gefühl« – Situationen, aufgenommen in Greifswald, abstrakte Fotografien, die Inneres reflektieren. Die State Art and Industry Academy St. Petersburg erarbeitete mit »Der romantische Held« auf Rügen die Bedeutung des Helden in der Romantik. Die Ergebnisse dieses schöpferischen Prozesses werden in der Panzerhalle, Wellnesscamp Düne 6 während des Fotofestivals gezeigt. Im Auftrag des Fotofestivals wird das Fotoprojekt «Young Professionals« wieder von der Galerie STP aus Greifswald konzeptionell und organisatorisch begleitet.

Vernissage: Mittwoch, 28.Mai 2014, 11 Uhr, Panzerhalle, Wellness Camp Düne 6

Gastland Finnland – fotografische Lichtblicke am Rande Europas

Fotografie: Marja Pirila
Fotografie: Marja Pirila
Ein Geheimtipp ist die Fotoszene Finnlands nicht mehr; aber trotzdem ist der Zugang zu den Kreativen am Rande Europas nicht einfach. Der Galerist Peter Konschake hatte die Aufgabe übernommen, Kontakte zu schaffen und eine außergewöhnliche Ausstellung mit finnischer, zeitgenössischer Fotografie für das Festival zu gestalten. Eine sehenswerte Schau mit Bildern vom Gastland Finnland.

Fotografie: Laura Nissinen
Fotografie: Laura Nissinen
Finnland, das Land der tausend Seen, gehört zu den am wenigsten besiedelten Ländern Europas. Vielleicht ist es die Weite, die Kraft der Natur, die die finnische Fotografie zu einer der spannendsten und vielfältigsten Fotografien in Europa gemacht hat. Dementsprechend schwierig war die Aufgabe, eine repräsentative Darstellung der finnischen Gegenwartsfotografie zu kuratieren. Im Ergebnis vieler Gespräche mit Vertretern der »Helsinki School«, der Aalto Universität Helsinki sowie mit Künstlern können die gezeigten Arbeiten jedoch nur einen kleinen Einblick geben. Vor allem sollen sie aber Lust machen auf mehr finnische Fotografie.

Fotografie: Ville Andersson
Fotografie: Ville Andersson
Die ausgestellten Fotografen sind auf der Suche nach Antworten zwischen »hell und dunkel« (Ville Andersson), setzen sich mit Traditionen auseinander (Perttu Saksa). Geschichte und Gegenwart (Harri Hemmilä) spielen genauso eine Rolle, wie Kameratechnik (Marja Pirilä) und die Entdeckung neuer fotografischer Umsetzungen (Pekka Niittyvirta) und der abstrakten Fotografie (Laura Nissinen). Allen Arbeiten wohnt eine tiefe, subtile Emotionalität inne und sie können als ein besonderes Beispiel für das Verständnis der Romanik der Gegenwart verstanden werden.

GEO präsentiert »Pandas: Der ungewöhnliche Weg zurück«

Pandas zählen zu den unter Naturschutz stehenden, besonders bedrohten Tierarten. Um Große Pandas zu fotografieren, begleitete die Fotografin Ami Vitale kürzlich einen Wissenschaftler und ein Fernsehteam in die bergige Region der chinesischen Provinz Sichuan. Die Tiere sollten vom chinesischen Naturschutz- und Forschungszentrum für den Großen Panda in Wolong in die umliegende Wildnis entlassen werden. Die Ausstellung ist auf dem Postplatz vom 24.05.-24.07.14 zu sehen. Technisch realisiert wurde diese Fotoschau der Extraklasse durch Print-Technik von EPSON in Verbindung mit outdoor-tauglichen Folien von Neschen.

»Sei wie ein Panda«. Das ist die simple Idee hinter dem Versuch, eine der weltweit liebenswertesten, aber eigensinnigsten Tierarten durch Nachzucht zu retten. Der Leiter des Reservats im Wolong Nationalpark, Zhang Hemin – der »Pandavater« –, und sein Team haben erkannt, worin die Schwierigkeit bei der Auswilderung besteht: weil in Gefangenschaft geborene Tiere nicht wirklich wissen, wie sie sich als Panda in freier Wildbahn benehmen müssen. Seither werden die Pandas von sämtlichen menschlichen Einflüssen ferngehalten. Und Begleitpersonen in den Nachzuchtstationen, die in Kontakt mit den jungen Pandas kommen, müssen pelzige, schwarzweiße Pandaanzüge tragen. Diese werden zudem auch noch mit einem speziesspezifischen Duft von Urin und Kot bestrichen. Die außergewöhnlichen Maßnahmen sind zwingend notwendig, denn infolge der Bejagung und der Zerstörung ihres natürlichen Lebensraumes gibt es schätzungsweise nur noch 1 600 in Freiheit lebende Große Pandas. Tierschützer hatten früher Jahre mit dem Versuch verbracht, die vom Aussterben bedrohte Spezies durch Nachzucht zu retten, nennenswerte Erfolge konnten aber kaum erzielt werden. Sobald die Pandakinder herangewachsen sind, werden die Tiere in größere und komplexere Panda-Laufställe verlegt, wo sie lernen, sich selbst zu ernähren. »Das ist ein sehr vielversprechender Weg, mehr Pandas aus dem Aufzuchtprogramm erfolgreich in die Natur zu entlassen«, sagt David E. Wildt, ein Experte in Arterhaltung am Smithsonian Conservation Biology Institute. Und die Strategie scheint wirklich zu funktionieren. Im letzten Jahr brachten die gefangenen Pandas des Reservats 21 Junge zur Welt – absoluter Rekord. Die Fotografin Ami Vitale dokumentierte die Arbeit in der Nachzuchtstation und die Auswilderung junger Pandas.

Fotonachrichten 05 / 2014

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