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Belichtung überprüfen - Spitzlichteranzeige und Histogramm

Kameras stecken voller Technik, die für jeden, der sich der Fotografie hingeben möchte, diese zum Kinderspiel werden lässt. Zahlreiche Menüprogramme sorgen dafür, dass man auch unter Extremsituationen zu überzeugenden Aufnahmen gelangt. Trotz alledem gibt es immer wieder fotografische Begebenheiten wie Gegenlicht oder extrem helle reflektierende Flächen im Motiv, die zu Fehlbelichtungen führen. Viele Kompaktkameras und alle digitalen Spiegelreflexkameras bieten die Möglichkeit, sich verschiedene Bilddaten anzeigen zu lassen, die zusammen mit der Aufnahme Aufschluss darüber geben, ob das Bildergebnis den gestellten Anforderungen entspricht. So garantiert vor allem die Spitzlichteranzeige und das Histogramm eine Fülle an Informationen, anhand derer der Fotograf die Belichtung eines Bildes genau auswerten und die Aufnahme gegebenenfalls mit optimaleren Parametern wiederholen kann.

Als Spitzlichter werden in der Fotografie rein weiße Flächen bezeichnet, die gänzlich ohne Zeichnung sind. Spitzlichter entstehen durch Überbelichtung aufgrund von hochglänzenden, reflektierenden Flächen oder bei Gegenlichtaufnahmen durch das Lichtobjekt selbst. In der Regel sind die Effekte, die durch Spitzlichter ausgelöst werden, nicht erwünscht, da sie störend wirken. Ist die Spitzlichtanzeige aktiviert, so blinkt es an den Stellen auf dem Display, wo das Motiv überbelichtet ist. Der Fotograf erkennt auf diese Weise eine Überbelichtung schneller als durch das Histogramm. Spitzlichter lassen sich verhindern, indem mit der Spotmessung gearbeitet und das Spitzlichter verursachende Objekt in die Bildmitte gerückt wird. Eine weitere Option, um Spitzlichter zu reduzieren, ist eine Belichtungskorrektur in den negativen Bereich. Auch, wenn Testaufnahmen notwendig sind, nutzen viele Fotografen die manuelle Einstellung der Belichtungswerte - Zeit und Blende - um Spitzlichter zu verhindern. Eine vorher vorgenommene Spotmessung kann erste Einstellungswerte liefern und damit die Anzahl an Testaufnahmen verringern.

Das Histogramm listet dem Fotografen die Verteilung der Bildpunkte nach Helligkeit und Häufigkeit auf. Die x-Achse stellt von links (Helligkeit = 0) nach rechts dunkle bis helle Bildpunkte dar (Helligkeit 255). Auf der y-Achse wird die Anzahl der Bildpunkte abgebildet. Liegt eine ausgeglichen belichtete Aufnahme vor, so zeigt das Histogramm an den Rändern keine angeschnittene Verteilung. Ist das Histogramm zur linken Seite verschoben, ist dies ein Hinweis auf eine Unterbelichtung. Tendiert das Histogramm nach rechts, so deutet dies auf eine Überbelichtung hin.
 

Fotografieren in der Praxis 08 / 2009

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