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Einbrüche im Zweiminutentakt - Fotografieren Sie Ihre Wertsachen

Betrachtet man die Statistiken zur Einbruchshäufigkeit, so sprechen die eine deutliche und erschreckende Sprache. In Deutschland wird sozusagen im Zweiminutentakt eingebrochen. Betroffen sind dabei nicht nur Villen und einsam gelegene Häuser, sondern ebenso durchschnittliche Einfamilien- und Reihenhäuser oder Wohnungen in Mehrfamilienhäusern. Die Folgen für die Geschädigten sind weitreichend, denn neben der psychologischen Belastung fehlen Wertgegenstände, die oftmals von emotionaler Bedeutung sind. Größtes Anliegen der Geschädigten ist es, diese wieder in ihrem Besitz zu wissen oder von der Versicherung zumindest den Wert erstattet zu bekommen, der eine Neuanschaffung möglich macht.

Die Fotografie hilft

Wer seine Wertgegenstände fotografiert, kann nicht nur gegenüber der Versicherung den Nachweis über seinen Besitz erbringen, sondern der ist auch in der Lage, der Polizei Bildmaterial zur Identifizierung zur Verfügung zu stellen. Ob Perlenkette, Büste, Münzen, Besteck oder beispielsweise Skulpturen oder Gemälde alles gehört fotografiert und zwar in der Übersicht ebenso wie im Detail. Wichtig ist, dass der fotografierte Gegenstand in der Aufnahme zur Geltung gebracht wird. Nichts sollte von ihm ablenken. Bei Silber- und Goldschmuck beispielsweise bieten sich dunkle Samtstoffe an, die auch die Wertigkeit hervorheben. Handelt es sich um Familienschmuck und ist man auch noch im Besitz des Originaletui so sollte auch davon eine Aufnahme erstellt werden. Detailansichten, die den Stempel zeigen und auch Aufschluss über das verwendete Material geben, sind für die Wertermittlung besonders dann wichtig, wenn keine Rechnung mehr vorliegt. Bei Porzellan verhält es sich genauso. Eine Gesamtansicht ist ebenso unerlässlich wie Aufnahmen vom Stempel der Manufaktur. Verfügen die Gegenstände über eine einmalige Charakteristik, so sollte diese auch dokumentiert werden.

Aufnahmen gehören aufs Papier

Die Aufnahmen von den Wertgegenständen sollten nicht auf dem Rechner schlummern, denn der könnte auch zum Diebesgut gehören. Somit wäre es nicht mehr möglich, der Versicherung und der Polizei wertvolles Material an die Hand zu geben. Die Aufnahmen gehören zu Papier gebracht. Das kann über den heimischen Fotodrucker ebenso sein wie über Fotokioske. Ein großes Format bietet den Vorteil, dass die Gegenstände besser zu Geltung gebracht werden können. Individuell erstellte Fotobücher über Wertgegenstände garantieren Ordnung pur. Wer auch noch im Besitz von Originalrechnungen ist, sollte diese scannen und auch in das Fotobuch aufnehmen. Empfehlenswert sind drei Exemplare des identischen Fotobuchs – im Schadensfall je eins für Versicherung und Polizei und eins verbleibt beim Eigentümer.

Fotografieren in der Praxis 06 / 2010

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