Fototipps: Fotografische Frühlingsimpressionen - Blumenpracht

© Blende, Chantal Lichtenberg, Spring Glimmer
© Blende, Chantal Lichtenberg, Spring Glimmer
In großen Schritten zeigt sich der Frühling mit seinen typischen Frühlingsblühern – tolle Motive für Vergrößerungen in XXL für die eignen vier Wände, für selbstgestaltete Fotogrußkarten oder aber das Fotojahrbuch und sogar als Beiträge zu Fotowettbewerben.

Frühlingsblüher mit Tulpen und Co. sind absolut fotogene Motive, die man sich nicht entgehen lassen sollte. Auch wenn wir alle die Sonne und den wolkenfreien Himmel lieben, so gelingen die besten Aufnahmen bei Bewölkung. Ist es zu sonnig, so hat man mit starken Kontrasten sowie Schatten und mit sogenannten Spitzlichtern zu kämpfen. Nun, das Wetter kann man sich bekanntlich nicht aussuchen und sollte es zu sonnig sein, dann helfen Diffusoren, dies zu verhindern beziehungsweise zu reduzieren.

© Blende, Andrea Brodmann, Frühlingserwachen
© Blende, Andrea Brodmann, Frühlingserwachen
Kenner der Fotografie werden anmerken, dass bewölkte Tage kaum oder nur ein unzureichendes Spiel mit Licht und Schatten zulassen, welches aber so wichtig ist, um Motive wirkungsvoll in Szene zu setzen. Dem muss zugestimmt werden und da dieses Stilmittel bei Bewölkung wegfällt ist die Bildkomposition, aber auch der Einsatz von Lichtquellen entscheidend, um Frühlingsblüher wirkungsvoll abzulichten. Wird mit einer Kompaktkamera fotografiert, so hat man nicht die Option, den Blitz von der Kamera zu entkoppeln. Das ist nicht schlimm, denn in diesem Fall hilft eine Taschenlampe weiter. Wie mit einem entkoppelten Blitz kann seitliches Licht oder aber Gegenlicht erzeugt werden. Zudem hat man die Option, die Frühlingsblüher damit von unten anzuleuchten. Wird mit einer kompakten System- beziehungsweise Spiegelreflexkamera fotografiert, so raten wir dazu, den Blitz von der Kamera zu entkoppeln. Sollen die Aufnahmen natürlich anmuten, gilt es, die Blitzleistung entsprechend zu reduzieren. Empfehlenswert ist in jedem Fall der Einsatz von Reflektoren. Einsteigern sei empfohlen, zunächst erst einmal mit einem Reflektor fotografische Erfahrung zu sammeln. Wichtig ist für sich festzulegen, wohin das Licht fallen soll, was man also herausstellen möchte. Ist man im Umgang mit Reflektoren schon versierter, so steigt das fotografische Spiel mit dem Einsatz eines weiteren Reflektors. Zahlreiche Naturfotografen raten übrigens vom Einsatz eines Ringblitzes, der eine ausgewogene Ausleuchtung garantiert, ab. Ihnen sind die Aufnahmen zu unnatürlich. Ist man ein Anhänger von Verfremdungen, so sollten die kamerainternen Filter zum Einsatz kommen. Auch HDR ist möglicherweise eine Option. Das gute an den Frühlingsblühern ist, dass sie nicht weglaufen und man als Fotograf quasi alle Zeit der Welt für das fotografische Spiel aber auch für das Experiment hat.

© Blende, Heinz Arlitt, Frühlingserwachen
© Blende, Heinz Arlitt, Frühlingserwachen
Fotografisch technisch perfekt für die Frühlingsblüher ist man ausgerüstet, wenn eine kompakte System- oder Spiegelreflexkamera mit beispielsweise einem 180 mm Makroobjektiv zum Einsatz kommt. Sehr nützlich ist ein Winkelsucher, der die Betrachtung des Sucherbildes in einem Winkel von 90 Grad erlaubt. Winkelsucher gibt es übrigens auch mit Lupenfunktion, so dass man auf zweifache Vergrößerung umschalten und im zentralen Bildbereich präzise scharfstellen kann. Ein Stativ ist ebenso empfehlenswert wie Reflektoren, Blitz, Taschenlampe und ein Fernauslöser, denn schon das Auslösen der Kamera kann zu Verwacklungen und somit unscharfen Aufnahmen führen.

Fotografieren in der Praxis 03 / 2016

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