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Frühling - Ran an die Kamera

Spätestens jetzt sollte dem Winterschlaf der Kamera ein Ende gesetzt werden. Der Frühling mit seiner endlosen Vielfalt an Motiven zeigt sich. Endlich kommt wieder Farbe in unser Leben, da darf der Auslöser nicht stillstehen. Und für alle, die den individuell erstellten Fotokalender für sich oder als Geschenk im Blick haben, ist es sogar Pflicht, jetzt zur Kamera zu greifen.

Die am besten geeigneten Kameras für die meisten Motive in der Natur sind Spiegelreflex- beziehungsweise Systemkameras mit Wechseloptik. Aber auch mit Kompaktkameras mit einem großen Zoombereich oder mit Bridgekameras gelingen atemberaubende Aufnahmen. Die Vielseitigkeit der Spiegelreflex- beziehungsweise Systemkameras wird durch ein breites Sortiment an Wechselobjektiven erhöht, die rasch angesetzt und ausgetauscht werden können. Für welches Objektiv man sich entscheidet, hängt vom Motiv ab.

Ein Stativ, das als die dritte Hand des Fotografen gilt, ist unentbehrlich für Aufnahmen bei schlechten Lichtverhältnissen, wo lange Belichtungszeiten eine erschütterungsfreie Befestigung der Kamera erfordern, und für sorgfältiges Festlegen des Bildausschnitts bei unbewegten Motiven wie etwa Blumen. Darüber hinaus ermöglicht das Stativ ein gleichmäßiges Mitziehen der Kamera bei Aufnahmen von bewegten Objekten, beispielsweise einem vorbeigaloppierenden Pferd. Nach Möglichkeit sollte das Stativ ein nach allen Seiten bewegliches Kugelgelenk haben und die Mittelsäule sollte sich umstecken lassen, damit die Kamera für Aufnahmen am Boden unten angeschraubt werden kann. Sofern man bei der Fototour, beispielsweise im Gebirge oder bei einer längeren Fußwanderung, nicht zu viel Gewicht mit sich herumtragen möchte, kann ein kleines Tischstativ sehr nützlich sein. Doch Achtung: Stativ und Kamera müssen eine Einheit bilden, damit die Fotoausrüstung keinen Schaden erleidet.

Und noch ein Tipp: Das am häufigsten übersehene Hilfsmittel für Aufnahmen im Freien ist etwas zum Putzen der Linsenoberflächen. Staub und Schmutz sind in der Natur immer vorhanden und nichts ist schädlicher für ein Objektiv, als wenn es mit einem Taschentuch oder schweißgetränkten T-Shirt gereinigt wird. Der Fotofachhandel bietet spezielle Reinigungssets an, von denen man auch Gebrauch machen sollte. Pinsel, mit oder ohne Blasebalg sind äußerst nützlich, um Staubteilchen von der Linsenoberfläche zu entfernen. Spezielle Linsenreinigungstücher nehmen den restlichen Schmutz auf. Objektive können mit UV- und Skylight-Filtern geschützt werden. Letzterer hilft, Dunst zu reduzieren. Film-, Speicherkarten- und Objektivwechsel sollten mit Bedacht erfolgen, denn in das Innere der Kamera sollte kein Schmutz gelangen.

Fotografieren in der Praxis 03 / 2011

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