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Halloween erobert die Welt - Fotomotive wie Sand am Meer

Am 31. Oktober, dem Vorabend des Allerheiligenfestes, wird – inzwischen auch hier in Deutschland – Halloween gefeiert. Früher wurde Halloween nur in katholischen Gebieten der britischen Inseln begangen, vor allem in Irland. Mit den irischen Auswanderern gelangte Halloween in die USA sowie nach Kanada und entwickelte sich wegen seiner Attraktivität dort zu einem wichtigen Volksfest. Aus Nordamerika kam der Brauch des Halloweenfestes dann wieder zurück nach Europa, wo es nun in noch stärker kommerzialisierter, vielfach in veränderter Form, gefeiert wird. So hat die neu-europäische Variante des Fests eher fröhlichen und weniger schauderhaften Charakter als westlich des Atlantiks. Durch die wachsende Zahl von Anhängern in Deutschland wird Halloween als vorgezogener Beginn von Karneval, Fastnacht und Fasching angesehen.

Einher mit Halloween gehen eine Vielzahl an Kostümen wie Teufel, Gespenster, Dämonen und Knochenmänner, Hexen mit spitzen Hüten, Gnome und Zwerge, Eulen, Spinnen und Vampire. Der ausgehöhlte und zur Laterne umfunktionierte Kürbis gilt als das Symbol dieses Tages. Fotografierenswerte Motive gibt es entsprechend der Vielzahl an Symbolen wie Sand am Meer. Für den Fotografen gilt, das Besondere festzuhalten. Die Farbe Orange verhilft dem Fotografen zu knalligen Aufnahmen mit Blickfang. Wie immer in der Fotografie gilt es, nah ans Geschehen heranzugehen. Mit Teleobjektiven oder auch mit Kameras mit extremen Zoomoptiken lassen sich Distanzen problemlos überwinden. Wird in der blauen Stunde oder aber bei Dunkelheit fotografiert, so wird man um ein Stativ nicht herum kommen. Natürlich kann die ISO-Empfindlichkeit in der Kamera erhöht werden. Dies hat jedoch verstärktes Bildrauschen zur Folge.

Geschminkte Gesichter gehören zu Halloween wie der leuchtende, ausgehöhlte Kürbis. Mit dem Porträtmodus lassen sich die Masken wirkungsvoll in Szene setzen. Die Kamera wählt eine große Blendenöffnung (kleine Blendenzahl). Dadurch wird der Hintergrund unscharf abgebildet und lenkt nicht vom Hauptmotiv ab. Das Motivprogramm Porträt, bietet sich vor allem für lichtstarke Objektive mit mittleren bis langen Brennweiten an. Der Autofokus bietet den großen Vorteil der automatischen Scharfstellung, wodurch man sich auf das Motiv konzentrieren kann. Ein breites AF-Messfeld erhöht übrigens die Scharfstellgenauigkeit. Besonderes Augenmerk gilt der richtigen Belichtung des Gesichtes. In Räumen und an trüben Tagen oder bei Gegenlicht ist es ratsam, den Vorblitz – zur Vermeidung von roten Augen – und den Blitz zuzuschalten. Auf den Hintergrund muss ebenfalls geachtet werden, soll er vom eigentlichen Halloween-Motiv nicht ablenken.

Gerade bei Festen, wenn ein reges Treiben herrscht und man ausgelassen feiert, ist es kein Leichtes, den störenden Hintergrund auszuschließen. Aus diesem Grund sollte man die Person oder Personengruppe fragen, ob sie sich, fernab vom Gewühl, in Pose stellen möchte. Als kleines Entgegenkommen freuen sich die Akteure vor der Kamera sicher über die Zusendung eines Abzuges.

Feucht-fröhlich geht es bei Halloween oftmals zu und für den Fotografen gibt es ein Eldorado an Motiven. Doch Achtung vor Menschen mit Getränkebechern und Co. Klebrige Duschen gilt es zu vermeiden. Zwar sind die meisten Kameras gegen leichtes Spritzwasser geschützt, aber klebrige Flüssigkeiten sind äußerst unangenehm und können Kamera und Objektiv ernsthaften Schaden zufügen. Hin und wieder schnell den Blick vom Sucher/Display nehmen und ein wenig die Umgebung im Auge behalten hilft wie ein Filterschutz für das Objektiv.

Fotografieren in der Praxis 10 / 2011

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