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Mit eigenen Fotos Geld verdienen

Fotografieren ist in und angesagt. In der Sekunde macht es allein in Deutschland über 1.000 Mal Klick, und so ist es nicht verwunderlich, dass auf den Festplatten von Hobbyfotografen Millionen von Aufnahmen schlummern. Die Bandbreite an Motiven ist gigantisch und reicht von Sonnenuntergängen, Berggipfeln, Sandstränden, Insekten, Blumen bis hin zu beeindruckenden Architekturaufnahmen oder beispielsweise Fotos von Menschen. Der Wunsch vieler Amateurfotografen ist es, ihre Aufnahmen öffentlich zu machen und auch einem breitem Publikum zum Kauf anzubieten. Unterschiedliche Portale stehen dem Anwender im Internet für den Verkauf der eigenen Aufnahmen zur Verfügung. Allen Portalen gemeinsam ist, dass die Qualität den Marktwert einer jeden Aufnahme bestimmt.

Bevor Amateurfotografen bei den Online-Portalen ihre Aufnahmen hochladen, sollten sie sich intensiv mit den Geschäftsbedingungen auseinandersetzen. So sollte man nicht nur an das schnelle Geld denken, das Aufnahmen möglicherweise einspielen können. Wichtig ist es, in jedem Fall zu prüfen, dass man seine Bildrechte an den hochgeladenen Aufnahmen nicht verliert. Jeder, der seine Aufnahmen über Internetportale zum Verkauf anbietet, muss sich darüber im Klaren sein, dass sie von Unternehmen mitunter großflächig für Werbezwecke eingesetzt werden. Es kann also durchaus passieren, dass das eigene Kind auf einmal für Produkte wirbt, hinter denen man nicht steht oder mit denen man nicht in Zusammenhang gebracht werden möchte.

Rechtliche Hürden gilt es für jeden zu beachten, der seine Aufnahmen Bildportalen anbietet. So dürfen Aufnahmen von Menschen, aber auch Fotos, auf denen Markenlogos zu sehen sind, nur mit dem Einverständnis der abgebildeten Personen beziehungsweise dem Firmeneigentümer online gestellt werden. Aber auch Gebäude, gerade im Ausland, sind vielfach geschützt – wie der Eiffelturm in Paris. Hier gilt es, sich ausreichend zu informieren, damit Schadensersatzansprüche die möglichen Verkaufseinnahmen nicht übersteigen.

Bildportale prüfen die eingestellten Aufnahmen auf ihre Qualität, sodass nur zirka 50 Prozent der hochgeladenen Bilder zum Verkauf angeboten werden. Das gewährleistet den Bildportalen einen hohen Standard. Wer also mit seinen Aufnahmen auf den Bildportalen Beachtung finden möchte, der sollte nicht mit Masse, sondern Klasse glänzen. Oftmals sind es Nuancen, die aus einer gewöhnlichen Aufnahme eine besondere machen. Wichtig ist das gewisse Etwas, wie die Wahl einer ungewöhnlichen Perspektive oder einem bizarren Bildelement das Aufnahmen zum Knaller werden lässt.

Die Online-Bildagenturen zahlen je nach Anbieter zwischen 20 und 60 Prozent des Verkaufpreises an den Anbieter. Entscheidet sich der Amateurfotograf nur für ein Portal, so fällt der Erlös durch die Exklusivnutzung meist höher aus. Durch spezielle Programme ist es den Online-Bildagenturen heute möglich, Verkäufer ausfindig zu machen.

Fotografieren in der Praxis 06 / 2010

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