Bildleiste

Ohne Photographie geht im Handwerk nichts - 30.000 Bilder und noch viel mehr in einem Jahr pro Handwerker

Ob es sich um eine Modernisierung oder eine Sanierung eines Hauses oder einer Wohnung handelt, die Kamera ist für Handwerker zunächst fast wichtiger als der Zollstock beziehungsweise das elektronische Messgerät zur Ermittlung von Raumhöhe und -breite. Über 30.000 Aufnahmen und noch mehr sind im Jahr pro mittelständigem Handwerksbetrieb keine Seltenheit. Nicht alle Aufnahmen werden zu Papier gebracht aber rund 20.000 von den über 30.000 Aufnahmen sind es schon, wie uns einige Handwerksbetriebe mitteilten. Digitale Kompaktkameras werden von Handwerkern bevorzugt, denn sie sind handlich und ihre Features reichen für das, was in Bildern festgehalten werden soll, vollkommen aus. Im Vordergrund steht bei den Aufnahmen die Dokumentation. Da kommt es nicht auf ästhetisch schön gestaltete Aufnahmen an. Wichtig ist ein Zoomobjektiv, denn oftmals gilt es einen Abstand von einigen Metern zu überwinden. Geht es auf der Baustelle sehr staubig zu, so sind Digitalkameras, denen Staub weniger ausmacht, die bevorzugte Wahl. Individuelle Photobücher sind bei Handwerkern zur Dokumentation aber auch als Werbemittel immer gefragter.

Ausgerüstet mit der Kamera halten Handwerker alle für sie wichtigen Punkte fest, um Kostenvoranschläge zu erstellen, aber auch um die Mitarbeiter über die Baumaßnahmen zu informieren. Die digitale Technik garantiert die schnelle Verfügbarkeit der Aufnahmen und das ist für den Handwerker ebenso wichtig wie für den Bauherren. Gerade, wenn sich dieser nicht vor Ort befindet, können Handwerker anhand der Aufnahmen aufführen, welche Arbeiten in jedem Fall durchgeführt werden müssen. Aber nicht nur im Vorfeld wird der Auslöser betätigt, sondern auch während der einzelnen Bauabschnitte. Der Handwerksbetrieb hat so eine Dokumentation über seine erbrachten Leistungen und kann, zum Beispiel im Schadensfall, ganz genau belegen, welche Arbeiten durchgeführt wurden. Immer wieder gibt es zudem unvorhergesehene Dinge auf einer Baustelle. Anhand dieser Aufnahmen kann der Handwerker dem Bauherren vor Augen führen, welche Arbeiten dringend notwendig sind. Viele Handwerker stellen ihren Auftraggebern zudem das Photomaterial, zum Beispiel in Form von individuellen Photobüchern, zur Verfügung, damit diese auch nach Jahren noch wissen, wie beispielsweise die Strom- oder Wasserleitungen verlegt wurden.

Auch, wenn der Handwerker für seine Dokumentation alles mit der Kamera im Bild festhält, so sollte der Bauherr oder eine von ihm beauftragte Person die Bauabschnitte ebenfalls photographieren. Oftmals weicht das Augenmerk zwischen Handwerker und Bauherr auseinander und von eine Szenerie ist es besser, ein Photo doppelt zu haben als später keins.
 

Fotografieren in der Praxis 12 / 2008

Bewerten 67

Kommentare

Es wurden noch keine Kommentare zu diesem Artikel abgegeben.

Artikel kommentieren






* Diese Felder müssen ausgefüllt werden