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Panoramafotografie - Weit und breit - Fotos, die mehr zeigen

Panoramafotos, also die fotografische Wiedergabe von Rundblicken, werden immer beliebter. Seit mit der Digitalfotografie auch immer leistungsstärkere Bildbearbeitungsprogramme verfügbar werden, können Fotografen in ihren Fotos mehr zeigen als es der beschränkte Bildwinkel des verwendeten Objektivs bisher erlaubte. Wie der Kameramann beim Filmen mithilfe eines Schwenks ein den Bildwinkel des Objektivs sprengendes Motiv zeigen kann, so fügt der Panoramafotograf mehrere, sich überlappende Motivausschnitte zu einem Foto mit extremem Bildwinkel zusammen. Die Grenzen, die Kamera und Objektiv bisher setzten, sind mithilfe der digitalen Fotografie und der damit einfacher gewordenen Bildbearbeitung endgültig ausgeräumt worden.

Bei einigen Kameras übernimmt bereits die integrierte Software das Zusammenfügen der Teilbilder. Andere zeigen zumindest Markierungen für die Überlappung an, auf die der Fotograf bei der Aufnahme achten muss, damit das Bildbearbeitungsprogramm später auch genügend Informationen für das nahtlose Verweben der Einzelbilder erhält.

Für die Erstellung von Panoramabildern mit extremen Quer- und Hochformaten werden sogenannte Stitching-Programme eingesetzt. Durch immer perfektere Programme und die Möglichkeit, Fotos mit extremen Bildwinkeln auch interaktiv auf dem Bildschirm zu erleben, werden selbst extreme Panoramaformate immer populärer. Vor allem sogenannte Kugelpanoramen, die einen 360-Grad-Rundumblick ermöglichen, sind keine Zauberei mehr, sondern lassen sich, entsprechendes Zubehör vorausgesetzt, relativ einfach realisieren.

Eine Variante der Panoramafotografie sind Fotomosaiken, mit denen beispielsweise Gebäude, die sich sonst vom gewählten Aufnahmestandpunkt nicht mit einer Aufnahme als Ganzes erfassen lassen, dennoch ganz abgebildet werden können. Die Mosaiktechnik hat zudem den Vorteil, dass die Ergebnisse durch die Summe der Einzelbilder, selbst bei Aufnahmen mit Kameras niedriger Auflösung, insgesamt eine deutlich höhere Auflösung erzielen. So kann ein Mosaik aus Zehn Aufnahmen mit sechs Megapixeln als Resultat – rechnet man die Überlappungen weg – gut eine Auflösung von 30 bis 40 Megapixel erreichen. Das genügt, um die extremen Formate auch extrem groß zu drucken.

Schwenkpanoramen – Der einfachste Weg zum Breitbild

Etliche Kompaktkameras jüngerer Bauart beherrschen als einfachste Form der Panoramafotografie die sogenannte Schwenkpanoramatechnik. Je nach Kamerahersteller wird diese Methode, bei der die Kamera wie ein Camcorder über das Panoramamotiv geschwenkt wird, als Sweep-Panorama, Schwenkpanorama oder Motionpanorama bezeichnet.

Die Technik funktioniert folgendermaßen: Die Kamera wird in der Panoramafunktion einfach über das Motiv geschwenkt. Dabei werden, solange der Auslöser gedrückt bleibt, zahlreiche, sich überlappende Einzelbilder aufgenommen. Diese fügt die Kamera wiederum zu einem neuen Foto im extremen Breitformat zusammen. Dieses kann dann entweder ausgedruckt oder interaktiv auf dem PC oder Fernseher betrachtet werden. Manche Kameras können solche Panoramen sogar hochauslösend in 3D aufzeichnen und auf geeigneten Monitoren und TV-Geräten oder mit entsprechenden Monitoren wiedergeben.

Fotografieren in der Praxis 12 / 2011

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