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Ran an die Kamera - Sankt-Martins-Zug

Zu Hause, in Kindergärten und Grundschulen wird schon wild an Laternen und Lampions gebastelt, denn in wenigen Tagen, am 11. November, finden in vielen Regionen Deutschlands, Österreichs und der Schweiz Sankt-Martins-Züge statt. Unzählige Fotomotive tun sich auf, die man sich nicht entgehen lassen sollte.

Die gemeinsame Bastelstunde mit den Kindern in Bildern festzuhalten, stellt keine allzu großen Herausforderungen an den Fotografen. Wichtig ist, das Wesentliche - nämlich das bastelnde Kind - hervorzuheben. Dazu ist es notwendig, nah an das Motiv heranzugehen oder es mit dem Zoom heranzuholen. Störenden Hintergrund, der vom Motiv ablenkt, gilt es zu vermeiden. Wird digital fotografiert, so ist der Weißabgleich auf die entsprechende Lichtsituation einzustellen, um Farbverfälschungen zu vermeiden. Der fotografische Standpunkt entscheidet über die spätere Bildwirkung. Ratsam ist es, auch mal in die Hocke zu gehen und das Kind nicht nur von oben zu fotografieren. Sofern mit Blitz gearbeitet wird und die Möglichkeit des indirekten Blitzens besteht, sollte man davon Gebrauch machen. Um rote Kinderaugen zu vermeiden, kann beim direkten Blitzen nahezu an allen Kameras die „Rote-Augen-Korrektur“ aktiviert werden. Möchte man als Erwachsener mit aufs Bild, so lässt sich dies problemlos mithilfe der Selbstauslöserfunktion realisieren. Die Kamera auf einem Stativ befestigen, ausrichten und dann zum Basteltisch. Verfügt die Kamera über eine Serienbildfunktion, so können schöne Sequenzen in mehreren Aufnahmen festgehalten werden.

Geduld ist notwendig, möchte man die aufgeregten Wirbelwinde während des Martin-Zuges fotografieren. Jeder Sprössling ist stolz auf seine Laterne, die er natürlich auch den anderen präsentieren möchte. Zunächst sollte man sich im Vorfeld schon darüber bewusst sein, dass nicht jede Aufnahme ein Volltreffer sein wird. Viele Aufnahmen sind also notwendig, und dazu sollte der Akku geladen sein. Ein Ersatzakku darf aber ebenso wenig fehlen wie zusätzliche Speicherkarten.

Aufnahmen vom Martins-Zug gelingen mit jeder Kamera, ob Kompakt-, Bridge- oder Spiegelreflexkamera. Überaus nützlich und ein Garant für nicht verwackelte Aufnahmen sind Kameras mit Bewegungsstabilisatoren. Sie wirken der Handunruhe bei längeren Belichtungszeiten entgegen. Verfügt die Kamera dann auch noch über die Option, die ISO-Empfindlichkeit erhöhen zu können, so kommt man gegebenenfalls auch ohne Stativ aus. Zu bedenken ist jedoch, dass mit der Erhöhung der ISO-Empfindlichkeit das Rauschen im Bild zunehmen kann. Ein großes, helles Display und ein digitaler Sucher erleichtern das Fotografieren in den Abend-/Nachtstunden, wenn die Dämmerung bereits Einzug gehalten hat.

Neben Einzelbildern von den eigenen Kindern bieten sich beim Martins-Umzug Gruppenaufnahmen an. Meist trifft man sich vor dem Umzug am Kindergarten oder an der Grundschule. Diese Gelegenheit sollte man für sich nutzen, denn mit den Aufnahmen kann man Eltern glücklich machen, die ihre Kamera vergessen haben. Die Kinder werden mit Freude posieren, denn jeder ist stolz auf seine Laterne. Bei Gruppenaufnahmen kann die klassische Variante - die Großen nach hinten die Kleinen nach vorne - ebenso gewählt werden wie die außergewöhnliche. Zum Beispiel, wenn es draußen trocken ist, die Kamera mit aktiviertem Selbstauslöser auf den Boden legen und die Kinder gruppieren sich darum. Oder einen erhöhten Standpunkt einnehmen und von oben nach unten fotografieren.

Ein paar kleine Tipps noch zum Schluss: Am 11. November können schon Minusgrade auftreten, ein Schutz der Hände vor Kälte ist also ratsam. Um die Kamera bedienen zu können, empfehlen sich vom Material dünne Handschuhe, wie sie beispielsweise beim Langlauf gerne eingesetzt werden. Sollte an diesem Tag auch noch Schnee oder Regen hinzukommen, so kann man das Objektiv mit einem UV-Filter vor Nässe schützen. Überaus reizvoll sind auch Effektfilter, wie das Sternfilter.
 

Fotografieren in der Praxis 10 / 2009

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Moritz Maler

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