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Schulanfang - Die Kamera darf nicht fehlen, Bilder sind ein Muss

Der Schulanfang ist im Leben der Kinder, aber auch der Eltern einer der größten Tage. Liebevoll wurde die Zuckertüte ausgewählt oder selbst gebastelt - in einigen Regionen wird sie gar von Generation zu Generation weitergereicht - der neue Schulranzen steht parat, Namensschilder befinden sich in den Turnsachen, die Schulhefte sind beschriftet und die Kleidung liegt bereit. Die Spannung ist bei Eltern und Kindern gleichermaßen gegeben und Außenstehende dürfen erleben, dass die ganze Familie mit großer Unruhe dem Tag der Einschulung entgegenfiebert.

Besondere Tage verlangen nach Fotos, und der Schulanfang ist ein solcher Tag, an dem die Kamera nicht fehlen darf. Von der Bedeutung her ist der Schulanfang mit der Geburt eines Kindes ebenso vergleichbar wie mit der Hochzeit. Viele Optionen stehen den Eltern offen, diesen besonderen Tag in Bildern festzuhalten. Sie können selbst fotografieren, Freunde fragen oder einen Profifotografen aufsuchen. Letzteres war besonders in den Anfängen der Fotografie - als nur wenige Haushalte über eine Kamera verfügten -, die einzige Chance zu Aufnahmen zu gelangen.

Der Gang zum Profifotografen lohnt sich auch heute. Die Familie kann sich voll und ganz auf das Shooting konzentrieren, der Fotograf weiß genau, wie er zu aussagekräftigen Aufnahmen gelangt. Studiolichtanlagen setzen die Personen gekonnt in Szene und da Fotostudios über unterschiedliche Hintergründe verfügen, kann die Bildaussage dadurch verstärkt werden. Zeit sollte man in jedem Fall mitbringen. Viele Profifotografen bieten auch die Dienstleistung an, vor Ort zu fotografieren.

Wer auf Freunde an diesem großen Tag zurückgreift, der sollte sicherstellen, dass sie im Umgang mit der Kamera geübt sind und auch den entscheidenden Blick für Szenen haben. Die eigene Kamera an Freunde einfach am Tag der Einschulung weiterzureichen, davon ist in der Regel abzuraten. Man sollte die Kamera sozusagen im Schlaf beherrschen und sich nicht erst mit den einzelnen Menüfunktionen vertraut machen müssen. Der Vorteil von fotografierenden Freunden liegt klar auf der Hand. An diesem besonderen Tag kann man sich voll und ganz auf sein Kind und die Familie konzentrieren. Greift man selbst zu Kamera, so weiß man zwar wie man seinen Sprössling und die Familie optimal ablichtet - es entgehen einem aber womöglich viele Momente, da man mit dem Fotografieren beschäftigt ist.

Einzelaufnahmen, Gruppenbilder von der Familie und der gesamten Schulklasse sind die klassischen Motive, die in keinem Fotoalbum fehlen dürfen. Wichtig ist, sich Zeit zu nehmen. Gerade die Einzelaufnahmen und das Familiengruppenbild sollte auf nach der Einschulung verlegt werden. Die erste Aufregung ist dann vorbei und zudem kann in Ruhe und ohne Zeitdruck fotografiert werden. Ein Stativ bietet sich in jedem Fall an, denn spätestens beim Familiengruppenbild möchte der Fotograf eventuell mit aufs Bild. Wichtig ist es, auf den Hintergrund zu achten. Im Vorteil sind all jene, die sich bereits im Vorfeld über eine günstige Location informiert haben.

Es ist kein Leichtes, die Rasselbande, die heute ihren großen Tag hat, für die Gruppenaufnahme zu disziplinieren, denn die Beziehungen, die der Fotograf berücksichtigen muss, wachsen in geometrischer Progression mit der Zahl der Gruppenmitglieder. Dem Fotografen stehen verschiedene Wege für eine Gruppenaufnahme offen, Geduld und Phantasie sind in jedem Fall angesagt. Je nach Klassengröße können die Kinder auf dem Schulhof stehend von oben, beispielsweise aus dem ersten Stock, fotografiert werden. Mit einer Aufnahme wird es nicht getan sein und es empfiehlt sich, möglichst oft auf den Auslöser zu drücken. Wichtig ist, bei der Gruppenaufnahme die Gemeinsamkeit zu betonen. Dies fällt nicht besonders schwer beim Schulanfang, denn die Kinder brauchen nur ihre Zuckertüte in die Höhe zu strecken.

Superzoomkameras, natürlich Spiegelreflexkameras und auch die neuen Kameras mit Wechseloptik, aber ohne Spiegel sind für diesen besonderen Tag bestens geeignet. Sie garantieren dem Fotografen einen großen gestalterischen Spielraum. An genügend Speicherkarten, aber auch an geladene Akkus ist zu denken. Zum wichtigsten Zubehör gehört das Blitzgerät. Es dient nicht nur zur Aufhellung der dunklen Umgebung, sondern verändert die Lichtstimmung im Bild und lässt die Farben leuchten. Wer bessere Bilder bekommen möchte, sollte auf die künstliche Lichtquelle nicht verzichten. Externe Biltzgeräte, die dann zum Einsatz kommen können, wenn die Kamera über einen Blitzschuh verfügt, haben eine wesentlich höhere Reichweite als die eingebauten.
 

Fotografieren in der Praxis 08 / 2009

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