Sportfotografie: Laufen - Springen - Hüpfen
Sport fasziniert - wer ist da nicht voller Bewunderung über Kraft, Technik, Ausdauer und dem enormen Willen der Akteure. Technisches Fotowissen, ein gutes Auge, gegebenenfalls persönliche Fitness, Kenntnisse über die Sportart sowie über die Locations, aber auch Übung und Begabung machen einen guten Sportfotografen aus. In der Sportfotografie heißt es, sich an den Erfolg herantasten.
Für die Sportfotografie sind Spiegelreflexkameras mit entsprechenden Objektiven die optimale Grundlage für überzeugende Aufnahmen. Da der Sportfotograf vielfach gezwungen ist, einen Vorgang als Serie von Bildern aufzunehmen, um den entscheidenden Moment erst später aus der Serie herauspicken zu können, ist die Kadenz - wird auch angegeben als Frames per Second (fps) - ein wichtiges Kriterium. Sie beschreibt, wie viele Aufnahmen pro Sekunde aufgenommen werden können. Mit einer Kadenz von mindestens 5 fps ist man gut beraten, sollen extrem dynamische Vorgänge einfangen werden. Die Kadenz kann in bestimmtem Umfang durch die Wahl der Speicherkarte beeinflusst werden. Nur, wer eine schnelle Speicherkarte einsetzt, kann die volle Leistung der Kamera für sich nutzen. Ein zweiter wichtiger Wert ist die Anzahl der Bilder, die in eine Serie aufgenommen werden können, bevor die Kamera aufgrund eines Datenstaus beim Speichervorgang die Kadenz heruntersetzt. Viele aktuelle Spiegelreflexkameras haben keine Probleme damit, über 100 JPEG-Bilder in ununterbrochener Folge aufzunehmen. Bevorzugt man jedoch das RAW-Format, so ist es eine deutlich geringere Anzahl an Aufnahmen.
Spiegelreflexkameras im Einsteigerbereich werden vielfach im Kit mit Objektiven angeboten, die einen Brennweitenbereich vom leichten Weitwinkel (24 - 28 mm Kleinbild) bis in den mittleren Telebereich (200 mm Kleinbild) abdecken. Diese Objektive sind bestens für die Freizeitfotografie geeignet, erfüllen aber nur selten die hohen Ansprüche der Sportfotografie. In Abhängigkeit vom Standort des Fotografens sind diese Objektive für Übersichtsaufnahmen von Sportstätten oder beispielsweise Siegerehrungen aber auch Hintergrundaufnahmen bei gutem Tageslicht zweckmäßig. Die beliebten 70 - 200 mm Zoomobjektive sind bestens für mittlere Distanzen geeignet. Besonders empfehlenswert sind in hier Objektive mit einer durchgehenden Lichtstärke von 2.8 und einem Ultraschallantrieb. Dieser gewährleistet gerade bei mittleren Distanzen eine akkurate und schnelle Fokussierung. Lange Teleobjektive mit Brennweiten über 200 mm und Supertele mit Brennweiten über 400 mm mit einer hohen Lichtstärke von 2.8 oder 4.0 sind für die Sportfotografie prädestiniert.
Fotografieren in der Praxis 07 / 2009

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