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Sportfotografie - Ein Stativ ist Pflicht

Stative gelten als die dritte Hand des Fotografens. Gerade in der Sportfotografie, wo vielfach mit langen Brennweiten gearbeitet wird, garantieren Stative die sicherste Lösung für überzeugende und nicht verwackelte Aufnahmen. Bevorzugter Stativtyp in der Sportfotografie sind Einbeinstative, denn sie garantieren Flexibilität, sind leicht und beweglich bei hoher Stabilität. Zudem sind sie nicht so ausladend wie Drei- oder Vierbeinstative. Wird die Kamera direkt auf dem Einbeinstativ montiert, so ist diese Befestigung sehr unflexibel. Möchte man beispielsweise die Kamera um die Seitenachse kippen, weil sich der Sportler nach unten oder oben bewegt, so muss das ganze Stativ verkippt werden. Sehr beliebt unter Sportfotografen sind aus diesem Grund Einbeinstative mit Neigeköpfen. Mit diesen kann der Fotograf bequem den Höhenwinkel anpassen, ohne das Stativ zu verkippen. Um noch mehr Flexibilität zu haben, kann man zum Neiger eine Schnellwechselplatte einsetzen. Hier ist jedoch auf eine stabile Bauweise zu achten. Einige Sportfotografen bevorzugen einen massiven Kugelkopf. Dieser benötigt etwas Erfahrung in der Anwendung, garantiert aber mehr Bewegungsfreiheit.

Damit der Rücken nicht lahmt und man unbeschwert der Sportfotografie nachgehen kann, muss beim Kauf des Stativs auf die Auszugshöhe geachtet werden. Diese ergibt sich aus der Höhe der oberen Platte vom Boden zuzüglich der Höhe des Kopfes. Wichtig ist eine gewisse Reserve in der Auszugshöhe, denn wird es maximal ausgezogen, kann es möglicherweise instabiler werden. Da Sportfotografen oft auch lange Wege zurückzulegen haben, zählt jedes Gramm. Aus diesem Grund bevorzugen viele Sportfotografen Stative aus Aluminium, Karbon oder Basaltfasern. Ein wichtiges weiteres Thema ist der Stativfuß. In der Halle bietet sich die Gummipolsterung an, während im Gelände sogenannte Spikes - kleine Metalldornen - einen sicheren Stand gewährleisten. Spikes sind in der Halle nicht gerne gesehen. Je nach Hersteller kann auf sie ein Gummiballen befestigt werden.
 

Fotografieren in der Praxis 09 / 2009

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