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Städtereisen - Foto- und Videotour

Eine Kamera ist bei Städtereisen Pflicht, denn wie sollte man sonst bei der Fülle an Erlebtem und Gesehenem den Daheimgebliebenen ein Bild davon geben. Hinzu kommt, dass man die Eindrücke für sich dauerhaft bewahren möchte. Seitdem Digitalkameras über eine Videofunktion verfügen, hat auch das Laufbild wieder Hochkonjunktur. Kurze Videosequenzen in Kombination mit Stehbildern werden immer beliebter, was sicherlich auch darauf zurückzuführen ist, dass dies heute ohne großes Hintergrundwissen eine Leichtigkeit ist. Hinzu kommt, dass die Werbeindustrie verstärkt darauf setzt und wir von der Möglichkeit Kenntnis erlangen.

Generell setzt man sich vor einer Städtereise mit den zu erwartenden Sehenswürdigkeiten auseinander und weiß, wohin man unbedingt gehen muss. Empfehlenswert sind die in Großstädten angebotenen Bustouren. Ohne qualmende Schuhsohlen kann man sich so einen ersten, schnellen Überblick verschaffen und bekommt zudem noch zahlreiche Hintergrundinformationen. Offene Doppeldeckerbusse, wie sie beispielsweise in England anzutreffen sind, haben den großen Vorteil, dass nicht durch die Scheibe fotografiert beziehungsweise gefilmt werden muss. Ist eine Scheibe als Hindernis im Wege, so gilt es, das Objektiv direkt darauf zu setzen. Nur so lassen sich störende Spiegelungen vermeiden.

Schnell muss es beim Fotografieren/Filmen aus dem Bus immer gehen, denn der Fahrer wartet nicht auf jeden Einzelnen, bis die Aufnahmen/der Film im Kasten sind. Zu hohe Ansprüche sollten aus diesem Grund an die Aufnahmen nicht gestellt werden, auch, wenn natürlich ein Volltreffer dabei sein kann. Verfügt die Kamera über GPS, so hat man nach der Bustour die Möglichkeit, den Ort erneut aufzusuchen und das Objekt der Begierde zu fotografieren. In einigen Städten wird einem die Möglichkeit geboten, die Bustour zu unterbrechen und mit dem nächsten Bus fortzusetzen. So hat man natürlich alle Zeit der Welt und dies ist wichtig, wenn man außergewöhnliche Aufnahmen wünscht.

Auch, wenn Sehenswürdigkeiten bei Städtereisen im Mittelpunkt des Aufgenommenen stehen, so sind Hinterhöfe, Gassen, Friedhöfe, Parkanlagen – um nur wenige Beispiele zu nennen – nicht weniger lohnenswerte Motive. Sie sind sogar Pflicht, möchte man nicht nur die typischen eigenen Postkartenmotive mit nach Hause bringen. Ja, und vergessen sollte man bei all den anmutenden Bauwerken die Menschen nicht. Sie bringen Leben und Stimmung ins Bild beziehungsweise Video. Bei letzteren ist ein guter Ton oftmals wichtig, denn dieser erhöht die Glaubwürdigkeit und Authentizität des Films. Sofern die Kamera über die Option verfügt, sollte ein extra Mikrofon angeschlossen werden – es garantiert meist eine bessere Tonqualität.

Für Städtetouren ist prinzipiell jede Kamera geeignet. Spiegelreflex- und Systemkameras garantieren allerdings den größten fotografischen Spielraum. Nicht immer möchte man die ganze Fotoausrüstung mit sich herumschleppen. Aus diesem Grund ist es sinnvoll, noch eine kleinere Fototasche mitzunehmen, in die die Kamera und ein Objektiv passen. An einen Adapterstecker für Akkuladegeräte sollte – falls notwendig – ebenso gedacht werden wie an genügend Speicherkarten, Weitwinkelvorsätze oder beispielsweise Effektfilter. Wer sich der Panoramafotografie hingibt, für den ist ein Stativ ebenso Pflicht, wie für all jene, die nächtliche Impressionen einfangen oder sich der Architekturfotografie hingeben.

Nach der Städtetour gilt es, die Bilder sozusagen zu befreien – wenn sie auf der Festplatte schlummern, geraten sie in Vergessenheit. Individuell erstellte Fotobücher sind dafür bestens geeignet. Zahlreiche Anbieter bieten die Option, Landkarten und auch Stadtpläne zu integrieren. So weiß man auch noch nach Jahren, wo die Aufnahme gemacht worden ist. Aber auch das Kamera-GPS bietet Vorteile, denn es hält nicht nur fest, wo die Aufnahmen gemacht wurden, sondern auch was sie zeigen. Das erleichtert die nachträgliche Beschriftung ungemein. Unser Rat lautet, immer in der höchsten Auflösung zu fotografieren, denn so behält man sich die Option vor, seine Bilder auf Postern für die eigenen vier Wände groß herauszubringen. Wer es qualitativ hochwertiger wünscht, für den bietet sich beispielsweise Aludibond an.

Fotografieren in der Praxis 07 / 2011

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Siegfried Bös

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Holger Kling