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Unscharfe Fotos ohne Blitz

Heutige Kameras sind mit ihren zahlreichen Automatik- beziehungsweise Menüfunktionen so ausgestattet, dass es ein Kinderspiel ist, sie zu bedienen und zu überzeugenden Bildergebnissen zu gelangen. In Extremsituationen oder wenn der Anwender das falsche Menüprogramm wählt, können unscharfe Aufnahmen die Folge sein. Wichtig ist es also, je nach Motivsituation die entsprechende Einstellung an der Kamera vorzunehmen. Ist die Lichtsituation beispielsweise nicht optimal und der Blitz ausgeschaltet, so wählt die Kamera eine große Blendenöffnung beziehungsweise eine lange Belichtungszeit. Unscharfe Aufnahmen können das Resultat sein, denn spätestens bei einer Belichtungszeit von 1/30 Sekunde können selbst Bewegungsstabilisatoren der Handunruhe des Photographen nicht mehr entgegen wirken. Abhilfe schaffen hier die Zuschaltung des Blitzes, die Wahl eines anderen Motivprogramms, die Erhöhung der Empfindlichkeit oder ein Stativ. Je nach gewünschtem Bildeffekt muss die entsprechende Entscheidung getroffen werden. Eine Erhöhung der Empfindlichkeit zieht eventuell unerwünschtes Bildrauschen nach sich, was die Wirkung der Aufnahme negativ beeinträchtigen kann. Das Zuschalten des Blitzes kann zur Folge haben, dass die angestrebte Lichtstimmung im Bild verloren geht.

Übung macht bekanntlich den Meister. Gerade Anfängern und jenen, die sich eine neue Kamera zugelegt haben, ist anzuraten die unterschiedlichen Funktionen der Kamera unter variierenden Lichtbedingungen zu testen und mit den Einstellungen entsprechend zu spielen, um die Bildwirkungen augenfällig zu machen. Gerade in Extremsituationen weiß man dann auf Anhieb, welche Kameraoptionen zum gewünschten Resultat führen und wie sich unscharfe Aufnahmen vermeiden lassen.
 

Fotografieren in der Praxis 12 / 2009

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Rote Stunde

Blende ,"Rote Stunde"
Kirsten Kummetat