Blogs - Fotos und Filmsequenzen für sich sprechen lassen

Blogs - Fotos und Filmsequenzen für sich sprechen lassen
Blogs zu allen nur denkbaren Themen gibt es wie Sand am Meer. Hier in der Masse zu bestehen und erst recht aus dieser herauszustechen, setzt brillante Bilder und eindrucksvolle Videosequenzen voraus. A und O ist das Aufnahme-Equipment, denn es steht für die technische Qualität. Gerade wenn man anstrebt, mit seinem Blog zum Höhenflug anzusetzen und früher oder später Geld mit ihm verdienen zu wollen, dann sollte man in die Aufnahmeausrüstung investieren oder hochwertiges Equipment mieten. Letzteres macht natürlich nur dann Sinn, wenn man es nur gelegentlich benötigt.

Aufnahmeequipment

Als Aufnahmegeräte bieten sich hochwertige Kompaktkameras ebenso an wie kompakte System- und Spiegelreflexkameras mit einem Objektivsortiment. Je nach Aufnahmesituation kommt neben dem Normalobjektiv ein leichtes Teleobjektiv, ein Weitwinkel und für den Nahbereich ein Makroobjektiv in Frage. Der ein oder andere wird sich womöglich über die Nennung von Kompaktkameras wundern, werden mit dieser Kameraklasse vornehmlich immer noch die sehr kleinen Kameras assoziiert. Diese Kameraklasse hat sich in den letzten Jahren grundlegend gewandelt mit Modellen, die je nach Ausstattung mit kompakten System- und Spiegelreflexkameras mithalten können.

Weiteres essenzielles Zubehör ist ein Stativ und für den Videobereich zusätzlich ein Rig. Kommt es beim Video auch auf den Ton an, dann ist ein separates Mikrofon Pflicht. Fotografieren und Filmen bedeutet mit Licht malen und dies setzt eine gute Ausleuchtung der Szenerien voraus. Betreibt man einen Blog in dem es beispielsweise ums Kochen geht, dann sind wenigstens drei Studiolichter notwendig, damit Schatten die Aufnahmequalität nicht negativ beeinträchtigen. Mitunter sollte man auch Leuchtflächen als zusätzliches Aufhelllicht in Betracht ziehen. Geht es in dem Blog darum, eigene künstlerische kleinere Kreationen wie Näherzeugnisse etc. in Stehbildern zu visualisieren, dann sollte man die Anschaffung eines sogenannten Aufnahmetisches (Table Top) in Betracht ziehen. Dieser besteht, je nach Ausführung, aus Klemmvorrichtungen für Lichtquellen und einem Hintergrund.

Beim Hintergrund sollte eine gleichmäßige Fläche bevorzugt werden. Ist es hinter dem maßgeblichen Motiv nämlich zu unruhig, lenkt das von der eigentlichen Kreation ab. Am elegantesten ist ein nahtloser Hintergrund mit einer Hohlkehle zu erzeugen. Profis verwenden sie daher meist für Sachaufnahmen. Mittlerweile sind kleine Systeme zum Zusammenstecken schon für unter 100 Euro erhältlich. Wer nicht völlig ungeschickt im Basteln ist, kann sich auch selbst preiswert eine kleine Hohlkehle bauen. Hierfür ist schwerer Moltonstoff prädestiniert. Das Ablichten vor weißem Hohlkehlenhintergrund ist für Details gut geeignet, aber wirkt auch schnell steril. Viele Blogger begegnen dem, in dem sie einen interessanten Hintergrund selbst kreieren. Wichtig wegen des Wiedererkennungswertes ist eine eigene visuelle Bildsprache zu entwickeln.

Requisiten

Damit das Gekochte, Genähte oder Gebastelte ansprechend aussieht, sollte es mit wenigen passenden weiteren Requisiten ergänzt werden. Beim Teller mit Suppe kann es ein Geschirrtuch und ein hübscher Löffel sein, beim gehäkelten Kameragurt ein Wollknäuel und eine Häkelnadel. Solche Requisiten schaffen Atmosphäre und regen eher zum Nachmachen an als nur das pure eigene Werk. Allerdings sollte man beachten, dass sie farblich stimmig sind. Kontraste können dabei ebenso ansprechend wirken wie eine Gestaltung Ton in Ton.

Sich selbst in Szene setzen

Blogbetreiber geben ihr ICH preis, denn sie wissen, dass damit die Authentizität und Glaubwürdigkeit steigt. Kleider machen bekanntlich Leute und stehen für Botschaften. Betreibt man beispielsweise einen Blog rund um den Garten, dann ist das kleine Schwarze absolut fehl am Platz. Sollte man kein Freund von Schminke sein, so sollte man dies zumindest bei Aufnahmen und Videosequenzen für den Blog überdenken. Leichtes pudern des Gesichtes vertreibt den Glanz, wodurch man nicht mehr wie eine Speckschwarte glänzt in der sich die Lichter spiegeln. Und ganz wichtig während des Drehs mit Ton wenn es beispielsweise um die Vermittlung eines Rezeptes geht: Langsam und deutlich sprechen. Hier ist übrigens ein Ansteckmikrofon die beste Wahl.

Fotografieren in der Praxis 01 / 2016

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