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Das Licht im Land des Meeres - der Bretagne

Hier riecht es nach Meeressalz und Tang, das Möwengeschrei ist allgegenwärtig, Wellen schlagen mit unerhörter Wucht gegen die zerklüftete Felsenküste. Landeinwärts leuchten der gelbe Ginster und das violettrote Heidekraut, versteckt liegen aus Granit gebaute Dörfer zwischen sattgrünen Wiesen, Feldern und vom Wind und der Zeit gekrümmten alten Wäldern. In seinem diskanten, klaren Licht glänzt das Land, und seine Farben leuchten auf. Ein ideales Motiv für eine Photoreise.

Die Bedienung der digitalen Kamera, die Bildgestaltung und die Bearbeitung der entstandenen Bilder am Computer werden von einem professionellen Photographen direkt am Motiv erklärt und mit den Teilnehmern der Reise trainiert. Einen inspirierenden Auftakt bildet der Besuch eines kleinen, aber erstklassigen Open Air Photographiefestivals in dem Dörfchen La Gacilly am östlichen Rande der Bretagne. Hier sind die Bilder unter freiem Himmel ausgestellt: In Parks, Gärten, Gassen, an den Wänden der Häuser und Cafés können die Reisegäste sich auf Photographie einstimmen, über die Bilder diskutieren und sich davon inspirieren lassen. Nicht zuletzt bietet sich hier die Gelegenheit, beim gemeinsamen Picknick oder in einem kleinen charmanten Café den Geschmack echt bretonischer Crêpes - und sich gegenseitig - kennenzulernen.

Dem Auftakt folgt eine Komposition, die so vielschichtig ist wie die Bretagne selbst: In den leuchtenden, monumentalen Felsküsten der Côte de Granit rosé im Norden bringt der erfahrene Reiseleiter und Photograph Dieter Horn den Reisegästen die Landschaftsphotographie näher. Natürliche kleine Atlantikhäfen, deren Boote und Yachten aus dem morgendlichen Nebel herausschimmern, bieten Stillleben in Hülle und Fülle. Im äußersten Westen, auf der schroffen Felsenspitze Pointe Saint Mathieu, thront vor dem brandenden Atlantik eine alte Klosterruine und regt zur nächtlichen Lichtmalerei an - einem ganz besonderen Erlebnis, bei dem die Reisegäste gemeinsam das Motiv gestalten und erfahren, wie die geschichtsträchtige Atmosphäre des alten Klosters mit einfachen Mitteln in das Bild transportiert werden kann. Die Hafenstadt Brest, das alte Tor zu Amerika, lädt ein zu einem großen Fest zu Ehren des Meeres und der Schifffahrt, unzählige Segel- und Küstenschiffe liegen in seinem natürlichen Hafen, hier kann man das maritime Leben der Bretagne und der Welt kennen lernen - und am Abend des französischen Nationalfeiertages ein opulentes Feuerwerk genießen, dem sich eine Feier bis in die Nacht anschließt. Am anderen Ende der Bretagne erhebt sich auf dem Mont Saint Michel - 150m über dem Wattenmeer - ein in seiner Größe imponierendes mittelalterliches Benediktinerkloster. Selbst heute noch ist es bei Sturmfluten abgeschnitten vom Festland. In seinen unzähligen kunstvoll illuminierten Gängen glauben die Besucher, sich in einer anderen, surrealen Welt wiederzufinden: Auf alten Steingewölben von beeindruckender Höhe oder auch in beengten Gängen flimmern projizierte Bilder, aus der Ferne hallt das Spiel einer Violine ... Diese Erlebnisse beflügeln die Phantasie und hinterlassen einen bleibenden Eindruck, der produktiv in Photographien umgesetzt werden kann.

Der Photograph Dieter Horn erläutert den Reisegästen an ihren eigenen digitalen Kameras deren Funktionsweise und Bedienung, geht auf photographische Techniken, die Motivwahl und ihre Gestaltung ein. Er erklärt Einsteigern, die noch keinerlei Erfahrungen in der Photographie haben, individuell und unter Beachtung des jeweiligen Kenntnisstandes, wie sie zu genau den Bildern, die sie haben wollen, gelangen - und zwar direkt am Motiv. Selbst die Nachbearbeitung wird vor Ort erklärt - möglich ist dies durch einen eigens für Photographiereisen ausgestatteten Multimediabus. Die Diskussion und Bearbeitung des Bildes ist also in unmittelbarer Nähe zum Originalmotiv durchführbar, so dass die beiden Prozesse Photographieren und Bearbeiten ineinander übergehen. Die Workshops lassen kaum einen Aspekt der Photographie aus: Die Landschaftsphotographie wird anhand weitläufiger Küstenlinien vorgestellt, eine Einführung in die Reportagephotographie gibt es im festiven Brest, und die Tricks der Schwarzweißphotographie verrät der Photograph Dieter Horn anhand der historischen Ruinen und Friedhöfe. Den Tag lassen die Reisenden bei Cidre ausklingen, man probiert eine köstliche Galette, teilt sich die Entdeckungen und Erlebnisse de Tages mit, tauscht photographische Tipps aus - oder lauscht einfach, welche Geschichten der Wind aus dem Westen mitbringt. Das gemeinsame Photographieren und Auswerten der Bilder bringt kreative, an Kunst, Kultur und Photographie interessierte Menschen zusammen, so dass die Reise auch zu einem anregenden Gemeinschaftserlebnis wird.

Die Photoreise Bretagne findet statt vom 14. bis 21. Juli 2008. Weitere Informationen zur Photoreise gibt es unter www.photoschule.com/photoreisen.
 

Fotoseminare & Fotoreisen 05 / 2008

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