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Auf vier Beinen - Neues Stativsystem garantiert Mehrwert

Stative sind trotz allen technischen Fortschritts, wie Bewegungsstabilisatoren oder die Erhöhung der Empfindlichkeit der Sensoren, die Stützen der Fotografie. Auf der photokina 2008 stellte Novoflex eine wahrhaft ungewöhnliche Neuheit an Stativkonstruktion vor, und zwar das vierbeinige Stativ QuadroPod. Für den Außenstehenden stellt sich die Frage, warum nun vier Beine und nicht drei, denn, wenn das Erste einen so viel besseren Stand garantiert, warum fand man bislang nur Stative mit maximal drei Beinen. Dass es durchaus praxisrelevante Argumente für vier Beine gibt, liegt auf der Hand. So garantieren diese einen wesentlich sichereren Stand und eine höhere Kippsicherheit. Dies kommt weniger auf ebenen Flächen zum Tragen, sondern bei unebenen Untergründen Klippen oder Waldböden mit umgestürzten Bäumen. Das Vierbeinstativ garantiert sicheren Stand bei allen nur denkbaren Untergründen. Die Aufstellung ist zunächst gewöhnungsbedürftig, aber nach zwei drei Mal sind die Handgriffe in Fleisch und Blut übergegangen. Es werden zunächst drei Stativbeine fest auf den Boden gestellt, danach wird das vierte, noch frei schwebende Bein nach unten gedrückt und schon stehen alle vier Beine sicher und fest auf dem Boden. Konstruktionsbedingt ist das QuadroPod besonders verwindungsstabil und schwingungsarm - ein praktischer Vorteil, den jeder Fotograf zu schätzen weiß. Und, was für den Fotografen auch besonders wichtig ist: Das QuadroPod ist trotz seiner vier Stativbeine nicht schwerer als vergleichbare Dreibeinstative.

Die neue Stativkonstruktion bietet aber noch einen weiteren großen Vorzug: So können die Stativbeine ausgetauscht werden. Der Anwender kann zwischen Alu- und Karbonbeinen ebenso wählen wie zwischen extra langen oder besonders kurzen Beinen. Das QuadroPod-System wird in drei verschiedenen Ausgangsbasen als Herzstück des gesamten Stativsystems angeboten: eine klassische Basis, eine Basis mit Mittelsäule und eine variable Basis mit der Möglichkeit, von klassischer Dreibein- auf die Vierbeintechnik umzuschalten. An den Enden der Stativbeine kann weiteres Zubehör, wie zum Beispiel Saugfüße, Klemmen und Erdnägel, befestigt werden, um auch an ungewöhnlichen Standorten immer einen sicheren Stand zu haben. Jedes Stativbein lässt sich stabil in 3 Stufen variabel abspreizen und ermöglicht dadurch auch in ganz ungewöhnlichem Gelände sichere Aufbauten. Besonders für die Arbeit mit Wasserwaage sind diese fein abgestuften Positioniermöglichkeiten besonders willkommen. Soll in Bodennähe fotografiert werden, so kann die Mittelsäule umgekehrt montiert werden. Alternativ zu diesem Aufbau können aber auch die kurzen Beine eingesetzt werden.

Dank der Vielzahl an Optionen, die die Konstruktion dieses Stativsystems bietet, ist ein großer Mehrwert für den Fotografen garantiert. So kann das Stativsystem auch als kleines Studio in der Natur dienen. Bohrungen in der Grundplatte des Stativs können genutzt werden, um Zubehör, wie Schwanenhals-Arme oder andere Haltesysteme, daran zu befestigen. An diesen wiederum lassen sich zum Beispiel Reflektoren und Blitzgeräte montieren.
 

Faszination Fototechnik 02 / 2009

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