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Cloud Computing

Im digitalen Zeitalter hat sich die Bearbeitung und Archivierung des Bildmaterials bei den meisten Fotografen auf den Computer verlagert. Heute kommt kein Fotograf mehr umhin, sich mit der digitalen Archivierung des Bildmaterials zu beschäftigen. Künftig, so scheint es, werden Fotografen auch über Cloud Computing nachdenken müssen, so der Photoindustrie-Verband e.V. in Frankfurt am Main.

Seit vielen Monaten ist das Wort Cloud Computing in aller Munde. Die Arbeit und das Leben mit Daten sollen durch die Möglichkeiten von Cloud Computing einfacher und auch kostengünstiger werden. In Zukunft sollen Anwendungen und Daten nicht mehr auf dem eigenen häuslichen oder auch Firmenrechner betrieben und verwaltet werden, sondern alle Anwendungen werden gemietet und über ein Netzwerk, wie das Internet, aus der sogenannten Cloud zur Verfügung gestellt.

Die „Rechnerwolken“ bieten flexibel anpassbare Datenkapazitäten, stellen die nötige Software und Anwendungsprogramme zur Verfügung, die auch ohne Hinzutun des Verbrauchers aktualisiert werden. Das automatische Update von Software gehört da ebenso dazu wie die Aktualisierung der Sicherheitsstandards. Abgerechnet wird meist nach der Dauer der Nutzung eines Dienstes oder auch in festen Raten, wie bei Miet- oder Abonnementverträgen. Für den Anwender sind bei Nutzung aller Dienste eigentlich nur noch eine Eingabemöglichkeit, wie eine Tastatur, und ein Zugang ins Netz nötig.

Während Cloud Computing alle Aktivitäten der Bereitstellung von Diensten umfasst, meint der in Zusammenhang von Internet und Computeranwendungen häufig fallende Begriff SaaS „Software as a Service“, dass die Software von einem oder mehreren Anbietern extern über das Internet zur Verfügung gestellt wird.

Einer der Vorteile der Cloud ist die Verfügbarkeit von Speicher und Diensten von jedem beliebigen Eingabegerät mit einer Internetverbindung. Ob man an einem Computer in der Wohnung, auf der Urlaubsreise im Internetcafé die gerade aufgenommenen Bilddaten bearbeiten oder ob man am Flughafen vom Tablet aus einen Text zu seinen Fotos schreiben möchte – alles passiert in der Cloud und findet auf einem Server in einem Rechenzentrum statt, von dem man oftmals nicht einmal weiß, wo auf dieser Welt er steht.

Das ist es, warum Fotografen und natürlich auch andere Computeranwender zurückhaltend sind, wenn sie daran denken, ihren Datenschatz der Cloud anzuvertrauen. Zwar ist das Internet schnell und zuverlässig genug, um die Datenübertragung in den meisten Ecken unserer Erde sicherzustellen, aber das Vertrauen in die Rechenzentren ist bei vielen Anwendern nicht besonders hoch. Man ängstigt sich um die Sicherheit der Daten, aber auch um den Schutz vor unberechtigter Verwendung. Diese Unsicherheit wird Fotografen sicher noch länger beschäftigen. Nach Marktforschungsuntersuchungen neigen die Verbraucher am ehesten dazu, deutschen Firmen ihr Vertrauen zu schenken, wie der Photoindustrie-Verband e.V. berichtet.

Faszination Fototechnik 09 / 2011

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