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3D-Datatomographie - Kamera blickt ins Innere des Körpers

Der schwedische Mediziner Dr. Anders Persson hat eine sensationelle Erfindung gemacht: Er hat eine 3D-Kamera entwickelt, die Lebewesen von außen photographieren und dabei das Innere darstellen kann. Genauer als beim Ultraschall oder Röntgenbild werden Knochen, Venen, Adern, Muskeln und Nerven gezeigt. Das Verfahren funktioniert sowohl bei Lebenden als auch bei Leichen.

Einsatzmöglichkeiten sind grenzenlos
3D-Datatomographie, so wird das neue Verfahren bezeichnet. Seine Einsatzmöglichkeiten scheinen beinahe grenzenlos. So können Ärzte in Zukunft damit zum Beispiel innere Verletzungen untersuchen, ohne einen Körper öffnen zu müssen. Auch Obduktionen werden in Zukunft anders aussehen: Pathologen müssen Leichen nicht mehr aufschneiden, ein Blick auf den Monitor reicht aus.

Bilder sind beweglich
Die neue Methode bietet einen weiteren Vorteil. Das Bild kann im Computer zu allen Seiten gedreht und gewendet werden. Damit kann eine Diagnose weit präziser abgesichert werden, als mit den herkömmlichen Verfahren.

Revolutionäre Erfindung
Der 55 Jahre alte Leiter des Zentrums für Medizinische Bilder und Visualisierungen (CMIV) an der Universität von Linköping, Dr. Anders Persson, wurde für seine Entwicklung mit dem Lennart Nilsson Award - nach dem schwedischen Photographen und Wissenschaftler Lennart Nilsson benannt, der vor allem durch seine Photodokumentation „Ein Kind entsteht“ bekannt wurde, - geehrt. Der Preis wird jährlich in Schweden für außergewöhnliche Entwicklungen im Bereich Wissenschaftsphotographie verliehen. „Es ist eine revolutionäre Erfindung“, begründet das Jurymitglied Harriet Wallberg-Henriksson die Entscheidung. „Röntgenbild und Ultraschall könnten damit abgeschafft werden“, sagt er. Nach Ansicht der Juroren werden mit der 3D-Datatomographie die letzten Mysterien des menschlichen Körpers enthüllt und sichtbar gemacht.
 

Faszination Fototechnik 10 / 2008

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Anders Persson, CMIV

Anders Persson, CMIV