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Neue Ideen für gute Photos - „Studio-out-of-the-Box"

Es sind die Digitalphotographen, die mit wachsender Begeisterung kleine Dinge photographieren, um sie auf ihrer Website zu präsentieren, ihre Angebote bei Internetauktionen zu illustrieren oder schlicht und einfach ihre Sammlung digital zu archivieren. Motivationsarbeit leisten dabei in erster Linie die großen Internet-Auktionshäuser, die nicht müde werden zu betonen, dass zum erfolgreichen Verkaufen auch ein Bild des angebotenen Artikels gehört. Aber auch Wertgegenstände, die nicht über ein Internet-Aktionshaus angeboten werden sollen, gehören photographiert - sind die Aufnahmen doch ein wichtiges Beweismaterial im Schadensfall.

Immer mehr Bilder - denn ein Bild sagt mehr als tausend Worte - begleiten die Angebote oder wandern per E-Mail von Haus zu Haus. Vielen ist aber auch anzusehen, dass der Photograph improvisieren musste, um seine Aufnahmesituation einigermaßen in den Griff zu bekommen. Gerade wenn es um das Ablichten von kleinen Gegenständen, wie beispielsweise der Perlenkette oder aber des geliebten Teddys, der nur wenige Zentimeter groß ist, geht, so bedarf es schon spezieller Vorrichtungen, damit die Bilder auch zu überzeugen verstehen.

Kaiser Fototechnik, Spezialist für photographische "Tools", hat mit „Studio-out-of-the-Box“ ein Produkt entwickelt, das hier in mehrfacher Hinsicht Problemlöser sein soll: Kamerahalterung, Objektplatzierung und Hintergrund sowie Licht (optional) werden "out-of-the-Box" gelöst. Das alles passt sozusagen auf jeden Wohnzimmertisch - oder wo immer das Ministudio seinen vorübergehenden Platz finden soll.

„Studio-out-of-the-Box“ besteht zuerst einmal aus einer 30 x 45 cm großen „Tischplatte“ mit einer Schublade, an die sich außen ein pfiffiges Trapezstativ anschmiegt. Das sind auch die Voraussetzungen dafür, dass sich alles auf kleinstem Raum zusammenfalten und in der zugehörigen Box verstauen lässt. Der Tisch bietet die Standfläche für das Objekt, die Schublade enthält einen aufklappbaren Bügel, der die beigefügte Rolle mit dem Hintergrund trägt. Dabei wird die Rolle nur abgestützt, das Fehlen einer seitlichen Begrenzung lässt auch die Verwendung breiterer Hintergründe zu. Wird die Schublade komplett herausgezogen und umgedreht, so lässt sie als Tischverlängerung das Studio um 30 cm in der Länge wachsen.

Wird nun das Trapezstativ aufgeklappt, so erschließt sich sofort dessen Funktion. Eine auf der drehbaren und seitlich verschiebbaren Halteplatte montierte Kamera lässt sich in jedem Winkel, in jeder Höhe und unterschiedlichem Abstand zum Objekt positionieren. Das Trapezstativ lässt sich dabei leicht verstellen und hält die Kamera in jeder Position. Um Objekte senkrecht von oben aufzunehmen, wird die Halteplatte der Kamera mit zwei verschiebbaren Führungswinkeln so fixiert, dass die Senkrecht-Position auch beim Verschwenken des Trapezes immer erhalten bleibt.

Das hohe Maß an Flexibilität dieses Ministudios, gepaart mit der Makroeinstellung und einem Zoom-Objektiv an der Kamera - was ja beim überwiegenden Teil der Digitalkameras heute schon zum Standard gehört - ermöglichen es, dass sich immer eine günstige Anordnung für den Gesamtaufbau finden lässt, die sofort auch mit Hilfe des Kameramonitors überprüfbar ist. Wem das Tageslicht oder eventuell vorhandene künstliche Lichtquellen nicht genügen, dem bietet Kaiser auch hier eine Lösung. Die als Zubehör erhältliche Beleuchtungseinrichtung mit zwei 25 cm langen, röhrenförmigen Lichtquellen lassen sich am Basistisch einfach befestigen und passen auch noch in die Box des Studios.

 

Faszination Fototechnik 07 / 2006

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