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Blendenflecke

Lichtquellen oder helle Reflexe im Blickfeld der Kamera sind für eine ganze Reihe unterschiedlicher optischer Artefakte verantwortlich, so auch für die sogenannten Blendeflecke. Diese treten bevorzugt bei Gegenlichtaufnahmen auf und zeigen sich in der Aufnahme als Flecken, Streifen, Sechsecke. Verantwortlich für Blendenflecke ist die Tatsache, dass Linsen das Licht nie vollständig hindurch lassen. Ein kleiner Teil des Lichts wird von den Glasflächen eines mehrlinsigen Objektivs hin und her geworfen, und wenn eine Lichtquelle sehr viel heller als das übrige Umgebungslicht ist, werden ihre Reflexionen im Bild sichtbar. Das von den einzelnen Linsen zurückgeworfene und gebrochene Licht passiert meist wenigstens einmal auch die Blende, und der helle Fleck erscheint dann durch die Blendenlamellen scharf begrenzt. Solche Reflexionen können auch dann auftreten, wenn die Lichtquelle gar nicht im Bild sichtbar ist, sondern sie sich unweit vom Bildrand befindet. In diesem Fall werden die Blendenflecken durch Streulicht hervorgerufen. Abhilfe schafft in diesem Fall eine Streulichtblende. Rechteckige oder tulpenförmige Streulichtblenden sind generell wirksamer als runde. Fällt das Gegenlicht direkt in das Objektiv, so lassen sich Blendenflecke nur durch eine andere Ausrichtung der Kamera oder einen geänderten Bildausschnitt verhindern.

Fototipps kurz und prägnant 01 / 2011

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