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Makroobjektive und Nahlinsen

Stößt man mit normalen oder Makroobjektiven an deren fotografische Grenzen, so gibt es verschiedene Optionen, um weiter in den Nah- beziehungsweise Makrobereich vorzustoßen. Eine beliebte Möglichkeit sind die sogenannten Nahlinsen, deren Stärke in der Regel in Dioptrien angegeben wird. Einfache Nahlinsen bestehen nur aus einer Linse und sind optisch nicht korrigiert. Dies sorgt für erhebliche Einbußen in der Bildqualität und äußert sich in Farbsäumen an kontrastreichen Kanten und einer generellen Unschärfe. Die Qualitätseinbußen, die sich durch das Abblenden um zwei Blenden verringern lassen, nehmen mit zunehmender Dioptrienzahl zu. Im Gegensatz zu Zwischenringen und Balgengeräten verringert der Einsatz von Nahlinsen die effektive Lichtstärke des Objektivs nicht. Von der Kombination Nahlinse und Makroobjektiv ist abzuraten. Aufgrund der Konstruktion kommt es durch Nahlinsen zu einer massiven Zunahme der Bildwölbung, was auch durch umgekehrtes Ansetzen der Nahlinse nur unzureichend vermindert werden kann. Ratsamer sind Zwischenringe, die für den Einsatz an Makroobjektiven konstruiert wurden.
 

Fototipps kurz und prägnant 02 / 2009

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