Blende 2013 - Da steckt Musik drin!

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Blende, Andre Nossol, Befour

„Da steckt Musik drin“ ist eines der diesjährigen Blende-Themen1, das nicht nur überaus klangvoll ist, sondern absolut facettenreich – und das macht es so spannend. Schnappschussfotografen dürfen sich gleichermaßen angesprochen fühlen wie all jene Fotografen, die ihre Aufnahmen bis ins kleinste Detail zu gestalten wissen und dem Zufall nur in Ausnahmefällen die Regie überlassen. Aber auch sogenannte Reportage- oder Streetfotografen dürften bei unserem diesjährigen „Blende“-Thema in ihrem Element sein, denn quasi an jeder Straßenecke begegnen uns Musiker – man muss also gar nicht in die Ferne schweifen.

Ob Musikinstrumente, Musiker einzeln oder in der Gruppe, Rock-, Pop- beziehungsweise klassische Konzerte in der Halle, auf der Straße oder in Kneipen sowie Kureinrichtungen, die Hausmusik mit zwei, drei und mehr Akteuren, tanzbeinschwingende Menschen in der Disco, beim Abschlussball, in der Tanzschule – „Da steckt Musik drin!“ ist ein Thema, das eine große fotografische Bandbreite für Sie zu bieten hat. Wie Sie unser diesjähriges „Blende“-Thema interpretieren, überlassen wir Ihnen, denn das macht es für uns aber auch für Sie so spannend. Worauf werden Sie Ihren Fokus legen? Auf die Tanzbeine, auf den Lichtwechsel, auf einzelne Musiker oder die gesamte Gruppe, auf das Bühnenbild, auf die Musikinstrumente, auf kopfhörertragende Personen – wir wissen schon jetzt, dass Sie uns mit Ihren Bildeinsendungen überraschen werden. Wichtig ist, dass Ihre Aufnahmen mehr als tausend Worte sagen, indem es Ihnen gelingt, musikalische Stimmungen klangvoll einzufangen und zu transportieren – auch, wenn Bilder noch keine Töne von sich geben können. Ausschnitte sind genauso gefragt wie Übersichtsaufnahmen, die voller Action sein können. Sie geben sozusagen mit Ihren Bildeinsendungen den Ton an. Das kann das Schlagzeug als Ganzes sein oder aber nur ein kleiner Ausschnitt, wie beispielsweise der Trommelwirbel. So vielfältig allein schon Musikinstrumente sind, so facettenreich sind die zu erwartenden Bildeinsendungen von der Mundharmonika, dem Schifferklavier, dem Wald- bis Alphorn, der Klarinette, dem Saxophon bis hin zur Block- oder beispielsweise Querflöte, der Gitarre, ob akustisch oder elektrisch, und, und, und.

So facettenreich auf der einen Seite unser diesjähriges „Blende“-Thema ist, so schwer ist es möglicherweise, es in Aufnahmen zu verankern. Hilfreich ist, für sich zunächst einen fotografischen Schwerpunkt zu definieren. Dieser kann im Laufe der Zeit natürlich eine Änderung erfahren, wenn einen die Bildausbeute nicht zufrieden stellt. Ja nachdem wie der Schwerpunkt ausfällt braucht man die entsprechende Kameraausrüstung. Straßenmusiker lassen sich auch schon mit einer Kompaktkamera mit einem breiteren Zoombereich wundervoll in Szene setzen, während die Konzertfotografie nach kompakten System- beziehungsweise Spiegelreflexkameras mit einem lichtstarken, leichten Teleobjektiv verlangt – auch, wenn man weiter vorne einen Platz ergattert hat. Vielfach greifen Fotografen, die ganz nah an der Bühne stehen, auch zum Weitwinkel. Davon raten wir aber aufgrund der möglichen perspektivischen Verzeichnungen ab. Flexibilität und Erfahrung sind in jedem Fall bei der Konzertfotografie schon die halbe Miete für gelungene Aufnahmen. Eine große Portion Glück brauchen Sie natürlich auch und sehr hilfreich ist die Serienbildfunktion.

Je höher der Bekanntheitsgrad der Musiker, desto schwieriger ist es mitunter, die Idole vor die Linse zu bekommen. Oftmals ist es sogar so, dass man als nicht autorisierter Fotograf eine Genehmigung einholen muss und die Aufnahmen nur für den Privatgebrauch nutzen darf. Bei Straßenfesten mit weniger bekannten Musikern und Bands hat man wesentlich größere fotografische Freiheiten. Hier lautet der Tipp, mit den Musikern in Kontakt zu treten, auch hinsichtlich der Bildverwertung. Musiker/Bands sind in der Regel Fotografen gegenüber sehr aufgeschlossen, auch hinsichtlich der anschließenden Verbreitung der Fotografien, die zur Förderung des eigenen Bekanntheitsgrades sehr nützlich sind.

Steht die Hausmusik im fotografischen Fokus, so können Sie sich hinsichtlich der Ausleuchtung perfekt vorbereiten und haben mit räumlichen Distanzen weniger zu kämpfen. Übersichtaufnahmen sind hier genauso angesagt wie die Herausarbeitung von Details, sei es beispielsweise das Umblättern der Noten.

Dort, wo Musik gespielt wird, sind mehr oder weniger rhythmische Bewegungen nicht weit weg und wer von uns kennt nicht die Nummer mit der Luftgitarre. Spielen Sie mit der Perspektive ebenso wie mit Zeit und Blende. Gewollte Unschärfe am richtigen Platz kann den Bildbetrachter in Stimmung bringen und ihn teilhaben lassen.

Blende auf zu „Blende 2013“ mit unserem diesjährigen Thema „Da steckt Musik drin!“. Geben Sie mit Ihren Bildeinsendungen den Takt an.

1 Die Themen für „Blende 2013“ wurden übrigens gemeinsam mit den über 50 teilnehmenden Redaktionen festgelegt, wobei die Zeitungen wählen können/konnten, welche Themen sie davon für ihre Leser ausschreiben.

Eine Teilnahme an Europas größtem Contest für alle Fotobegeisterten ist nur über eine der über 50 Tageszeitungen und ihre Kopf- sowie Bezirksausgaben möglich, die Blende 2013 für ihre Leser ausschreibt. Welche Zeitung in Ihrer Region bei Blende 2013 mit von der Partie ist, teilt die Prophoto GmbH auf Anfrage ab Mai mit.

Blende Informationen A-Z 05 / 2013

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1 Kommentare

Ein spannendes Thema, ein guter Artikel: da lege ich doch gleich mal los! Grüße

von Brigitte
22. Mai 2013, 11:01:29 Uhr

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