Blende 2014 – Wasser

© Blende, Gordon Kohler, Tenerife Red
© Blende, Gordon Kohler, Tenerife Red
Auch, wenn es auf den ersten Blick nicht so scheint, so stellt unser diesjähriges Wettbewerbsthema „Wasser“ eine nicht enden wollende Bandbreite an Fotomotiven, die von Ihnen nur eingefangen und zur 40. Runde von „Blende“ eingereicht werden müssen, dar. Wir wissen, dass wir zu unserem Blende-Thema „Wasser“ bei Ihrer fotografischen Schaffenskraft Großartiges erwarten dürfen und dass Sie auch wieder mit bildlichen Überraschungen aufwarten, die uns, aber auch alle anderen Bildgenießer beeindrucken werden.

Warum fühlen sich Fotografen so magisch angezogen von Wasser, wo es doch normalerweise eine geruchs- und geschmacklose Flüssigkeit ist, die in dünner Schicht farblos, in dicker bläulich ist und als See auch grün schimmern kann. Möglicherweise liegt es daran, dass es zwei Drittel unserer Erdoberfläche in Form von Seen, Flüssen und Meeren bedeckt und dass Wasser als Nährstoff, Lösungs- und Transportmittel und für alles irdische Leben unentbehrlich ist. Bei den Griechen, aber auch für die chinesischen und altindischen Philosophen, spielte das Wasser eine besondere Rolle. Es gilt als eines der vier Elemente, zusammen mit Luft, Erde und Feuer.

© Blende, Leonard Korfgen, Unter Wasser
© Blende, Leonard Korfgen, Unter Wasser
So vielgestaltig wie seine Formen und Farben sind, ist auch seine Symbolkraft: Anfang und Ende, Leben und Verderben, Bewahren und Vergehen. Kein Wunder, dass Wasser die Fantasie aller großen Dichter anregt. Genauso faszinierend ist das Wasser als unerschöpfliches Thema für Fotografen. Es lässt sich mit allen Kameras in Schwarzweiß und Farbe in eindrucksvolle Bilder verwandeln. Und mit diesen hat jeder Fotobegeisterte gute Chancen beim diesjährigen Zeitungsleser-Fotowettbewerb Blende 2014. Denn auch dieses Mal hat jeder doppelte Gewinnchancen: Die Siegerbilder der über 50 teilnehmenden Tageszeitungen werden noch einmal in der bundesweiten Endausscheidung juriert. Hier vergeben wir, die Prophoto GmbH, 133 Sachpreise im Wert von über 35.000 Euro. Es lohnt sich also in vielfältiger Hinsicht, den Wettstreit und die Herausforderung anzunehmen und mit von der Partie zu sein.

Wasser ist fotogen. Das verrät schon die Sprache, die es mit einer ungewöhnlichen Vielfalt von Worten zu beschreiben versucht: funkeln, glitzern, platschen, kochen, brodeln, strömen. Vom Tautropfen bis zum Regentropfen, von aufsteigenden Nebelschwaden bis zum sintflutartigen Regenfall, vom gurgelnden Bach bis zum donnernden Wasserfall, vom stillen See bis zum tosenden Meer, von der sprudelnden Quelle bis zum hoch aufsteigenden Springbrunnen reicht die Motivpalette. Wasser kann Hauptmotiv sein – beispielsweise Wellen als grafisches Muster -, aber auch die schönste Nebensache, wenn etwa eine Person unter der Dusche steht.

© Blende, Robert Kernl, Balance
© Blende, Robert Kernl, Balance
Wichtig ist, sich ein Motiv auszusuchen, das die Kamera technisch bewältigen kann, denn das Thema „Wasser“ soll deutlich wiedergegeben werden. Deutlich heißt aber nicht unbedingt scharf. Fließendes Wasser kann einmal durch eine kurze Belichtungszeit scharf abgebildet werden und wirkt wie eingefroren oder mit einer verhältnismäßig langen Belichtungszeit (vom Stativ aus) verwischt aufgezeichnet werden.

Chancen für ungewöhnliche Bilder bieten beispielsweise die sportlichen Aktivitäten im und auf dem Wasser. Surfer zum Beispiel lassen das Wasser in weißer Gischt aufsprühen, von den Armen eines Schwimmers im Schmetterlingsstil fällt das Wasser herab. Vielfach ist zu beobachten, dass der Mut zu Aufnahmen von Wasser im glitzernden Gegenlicht fehlt. Das ist schade, denn wenn man mit bloßem Auge die Sonnenreflexe vertragen kann, dann kann auch fotografiert werden. Mit der Belichtung sollte gespielt werden, um die Lichter funkeln zu lassen und die Farben zum Leuchten zu bringen. Eine Belichtungsreihe ist also ratsam.

© Blende, Petra Mumme, Badespass auf Island
© Blende, Petra Mumme, Badespass auf Island
Interessante Effekte werden auch mit den kamerainternen Filtern erzielt, über die alle aktuellen Modelle verfügen. Auch, wenn es diese gibt, so haben Filter, die vor das Objektiv geklemmt oder geschraubt werden, noch lange nicht ausgedient. Diese Filter, mit denen man als Fotograf zum großen Zauberer wird, sind vielfach ein Garant für stimmungsvolle Aufnahmen. Rotfilter (Schwarzweiß) und Polarisationsfilter dramatisieren, sorgen für weiße Gischt, dunkleren Himmel und deutlichere Trennung der Farben und damit auch für klarere Formen.

„Wasser“ ist ein tolles Thema mit einer Vielfalt an Motiven. Das bedeutet jedoch nicht, dass es zwangsläufig ein leichtes ist. Wir wissen, Sie lieben die fotografische Herausforderung – ein Grund mehr, dieses Thema für Sie auszuschreiben. Wir sind uns sicher, Sie werden mit grandiosen Aufnahmen brillieren und die Juroren auf Zeitungsebene und erst recht auf Bundesebene das Leben schwer machen. Aber darauf freuen wir uns schon.

Wenn Sie in Erfahrung bringen möchten, welche Redaktion in Ihrer Nähe „Blende 2014“ ausschreibt, dann lassen Sie es uns wissen.

Blende Informationen A-Z 06 / 2014

5 Bewerten  |  Drucken  |  Weiterempfehlen
Kommentare

Es wurden noch keine Kommentare zu diesem Artikel abgegeben.

Artikel kommentieren
* Diese Felder müssen ausgefüllt werden