Blende 2015 - Zahn der Zeit - Ästhetik des Verfalls

© Blende, Jens Nowak, Drucklos
© Blende, Jens Nowak, Drucklos
Eines der diesjährigen Blende-Themen lautet „Zahn der Zeit – Ästhetik des Verfalls“ – ein hochspannendes Thema, wie wir meinen. Wir schicken Sie auf Entdeckungstour – ob nun durch die eigenen vier Wände, ins unmittelbare Umland oder aber in die Ferne. Wir möchten sehen, was Sie aufspüren und was Ihrer Ansicht nach unser Blende-Thema am besten widerspiegelt. Wehmut kann in Ihren Aufnahmen ebenso verankert sein wie Kritik am Verfall von Bestehendem. Dabei kann sich das Thema „Zahn der Zeit – Ästhetik des Verfalls“ auf die Natur ebenso beziehen wie beispielsweise auf Bauwerke – die Bandbreite unseres diesjährigen Blende-Themas ist atemberaubend und wir erwarten gemeinsam mit unseren Partnern – den über 50 Hauptredaktionen, die Blende 2015 ausschreiben – mit Spannung Ihre Bildeinsendungen, die uns sicherlich mitunter wehmütig die Augen öffnen.

© Blende, Fred Poßner, Betriebsaufgabe
© Blende, Fred Poßner, Betriebsaufgabe
Eine Teilnahme an Blende 2015, Europas größtem Contest für alle Fotobegeisterten, ist nur über eine der mehr als 50 Tageszeitungen und ihren Kopf- sowie Bezirksausgaben möglich. „Zahn der Zeit – Ästhetik des Verfalls“ ist eines von fünf möglichen diesjährigen Blende-Themen, die die teilnehmenden Redaktionen für Sie ausschreiben können. Welche Zeitung in Ihrer Region bei Blende 2015 mit von der Partie ist, teilen wir Ihnen auf Anfrage mit.

Zurück zur Themenvorgabe „Zahn der Zeit – Ästhetik des Verfalls“. Alles ist vergänglich – mit diesem Blende-Thema haben Sie die große Chance, dieser Vergänglichkeit ein Gesicht zu geben und auf diese Art und Weise für die Nachwelt als wichtiges Zeitdokument zu bewahren. Wir wünschen uns von Ihnen, dass Sie mit Ihren Aufnahmen den Augenblick dauerhaft konservieren. „Zahn der Zeit – Ästhetik des Verfalls“ kann sich auf alles beziehen, was einer Vergänglichkeit unterliegt und das ist nahezu alles, was uns tagtäglich umgibt.

© Blende, Sven Goldschmidt,
© Blende, Sven Goldschmidt, “gefangen im Netz”
Auch, wenn Smartphones heute über immer bessere Fotofunktionen verfügen, so bieten Kameras den deutlich größeren fotografischen Spielraum, um unser diesjähriges Blende-Thema wirkungsvoll in Szene zu setzen. Welche Kameraausrüstung für die bildliche Umsetzung am besten geeignet ist, hängt natürlich vom gewählten Motivbereich ab. Haben es Ihnen beispielsweise verlassene Innenansichten von Gebäuden angetan, so empfiehlt sich eine Weitwinkeloptik. Ist es hingegen das abgestellte Auto in der Landschaft, so können das Tele- oder das Normalobjektiv die bessere Wahl sein. Wenn Sie über eine Kamera für Wechseloptik und eine Auswahl an Objektiven verfügen, so spielen Sie mit den Möglichkeiten Ihres Fotoequipments.

© Blende, Phillip Duner, Palast der Träume
© Blende, Phillip Duner, Palast der Träume
Interessant ist der Einsatz von kamerainternen Filtern, die Alterungsspuren durch Verfremdungen zusätzlich hervorheben können. Sehr beliebt ist im Zusammenhang mit unserem diesjährigen Thema sicherlich auch die HDR-Fotografie, die heute mit nahezu jedem aktuellen Kameramodell möglich ist. Je nachdem wie intensiv sie zum Einsatz kommt, sind verfremdete, unwirklich erscheinende Aufnahmen das Resultat.

Wichtig ist in jedem Fall, mit der Perspektive zu spielen – ein Schritt nach vorne, hinten oder zur Seite kann Motive auf ganz andere Art und Weise zur Geltung bringen. Gehen Sie auch einmal in die Hocke und fotografieren Sie aus der Froschperspektive. Gestalten Sie bewusst – Sie müssen sich dabei nicht zwangsläufig an die Regeln der Fotografie, wie beispielsweise die des Goldenen Schnitts halten.

© Blende, Sven Goldschmidt, Villa
© Blende, Sven Goldschmidt, Villa “Kunterbunt”
Spielen Sie mit dem Licht, denn es hat entscheidenden Einfluss auf die Wirkung Ihrer Fotografien. Denken wir hier beispielsweise an ein altes ausrangiertes Auto im Niemandsland – die Mittagssonne bringt die Stimmung möglicherweise nicht so gut zur Geltung wie die Morgen- beziehungsweise Abendstunden oder wenn noch Nebel auf der Landschaft liegt. Oder nehmen wir als Beispiel die Innenansicht eines verlassenen Industriegebäudes – modellierend kann hier mit dem Licht gespielt werden, das durch die mehr oder weniger noch vorhandenen Fensterscheiben einfällt. Es lohnt sich also durchaus, Objekte mehrfach zu unterschiedlichen Tageszeiten mit der Kamera aufzusuchen, denn wie wir alle wissen, ändert sich die Lichtwirkung im Tagesverlauf – die Fotografie ist schließlich nichts anderes als mit Licht zu malen, und deshalb sollte gegebenenfalls auch der Blitz zum Einsatz kommen. Sofern man im Besitz eines Stativs ist, sollte man dieses auch nutzen – es entlastet nicht nur Hände und Arme, sondern lässt einen mit längerer Belichtung fotografieren und ist eine wichtige Stütze bei der Bildkomposition.

© Blende, Thorsten Laudien, Es war einmal
© Blende, Thorsten Laudien, Es war einmal
Genug der Worte. Mit Spannung werden Ihre Bildeinsendungen zum diesjährigen Blende-Thema „Zahn der Zeit – Ästhetik des Verfalls“ erwartet. Und es lohnt sich für Sie auch in diesem Jahr bei Blende 2015, der Gemeinschaftsaktion von Tageszeitungen aus dem gesamten Bundesgebiet und der Prophoto GmbH, den fotografischen Wettstreit und die Herausforderung anzunehmen. Sie können nicht nur auf Zeitungsebene einen der heiß begehrten Preise gewinnen, sondern auch in der bundesweiten Endausscheidung. Hier loben wir in diesem Jahr wieder Preise im Wert von über € 40.000 aus. Nach derzeitigen Planungen werden die Preislisten der bundesweiten Endausscheidung Ende Juni online sein.

Noch eine Bitte zum Schluss: Bitte bringen Sie sich für unser Thema nicht in Gefahr und beachten Sie die Regeln, denn auch, wenn Gebäude verlassen sind, so heißt dies noch lange nicht, dass man in sie eintreten darf. Hier hilft es, mit dem Eigentümer Kontakt aufzunehmen und in der Regel sind diese sehr aufgeschlossen, wenn man sie an den Fotoimpressionen teilhaben lässt.

Blende Informationen A-Z 06 / 2015

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3 Kommentare

Ich stimme Hans Wurst zu. Ein paar "Gesichtsbaracken" - am besten Selfies. ;-)

von Jürgen Warschun
01. Juli 2015, 08:51:07 Uhr

Schönes Thema, aber wie wär's denn zur Abwechslung statt der immergleichen alten Fabriken und Räume mal mit ein paar Selbstporträts? Einfach mal öfter morgens in den Spiegel fotografieren!

von Hans Wurst
03. Juni 2015, 13:28:40 Uhr

Schöner Artikel, hätte mich gefreut wenn die TA auch dieses Thema hätte,denn diese Art Fotografie ist mit "mein" Thema in meinerArbeitsweise - leider sind es in unserem Lesegebiet 3 andere

von Wolfgang Werner
03. Juni 2015, 10:17:04 Uhr

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