Die Farbe Rot

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© Sabine Obst, Flamingo

Eines ist klar: Das Blende-Thema „Die Farbe Rot“ färbt ab und es lohnt sich für Sie, mit von der Partie zu sein. Lassen Sie Bilder sprechen, reichen Sie diese zu Blende 2014 über eine der teilnehmenden Redaktionen, die dieses Thema ausschreiben, ein und lassen Sie uns teilhaben, was Sie Rotes erspäht haben – Sie dürfen also rot sehen. Es lohnt sich auch in diesem Jahr, die Herausforderung bei Blende zu suchen und uns Ihre Aufnahmen zu schicken. Wer bei seiner Zeitung zu diesem Thema erfolgreich ist und in die nächste Runde gelangt, erhält in der bundesweiten Endausscheidung von Blende 2014 eine zweite Chance. Hier hat die Prophoto GmbH 133 Preise im Gesamtwert von über 35.000 Euro ausgelobt.

Mit „Die Farbe Rot“ kann man sich gar nicht ernsthaft auseinandersetzen, ohne die Welt irgendwann durch eine rot getönte Brille zu sehen. Dabei ist es wie mit allem, auf das man sich bewusst konzentriert: Es fällt einem plötzlich auf, wo überall Rot drauf ist, drinsteckt – oder auf einmal verschwunden ist. Nur ein Beispiel: Anfang der neunziger Jahre war fast jedes zweite neu verkaufte Auto in Deutschland rot. Und heute? Schwarz wohin der Blick fällt. Rote Fahrzeuge sind selten geworden, dafür stechen sie andererseits aus der grauen Masse heraus.

Zurück zum Thema: Rot ist eine der Grundfarben und der Mensch, ob als Maler, Designer oder Fotograf, mischt sie mit anderen Farben, wie er gerade lustig ist – und wie der Modegeschmack es gerade vorgibt. Als Fotograf muss man zunächst wissen, dass Rot die kräftigste aller Farben ist. Naturfotografen lassen rote Objekte – eine Tulpe, einen gefleckten Käfer oder den glutroten Feuerball beim Sonnenuntergang – nicht irgendwo im Bild auftauchen, sondern setzen sie mit Bedacht dahin, wo ihre dominante Wirkung noch unterstrichen wird. Fotografen, die bewusst mit der Farbpalette arbeiten, achten auf die Gefühle, die Rot beim Betrachter weckt. Dabei ist zu beachten, wie die Farbe eingesetzt wird. Ein flächig verteiltes, abgestuftes, pastellartiges Rot steht für Wärme, für Geborgenheit, ja geradezu klischeehaft für Erotik. Ein scharf begrenztes rotes Objekt in einem Bild heißt: Achtung! Rot ist nämlich schon von Natur aus eine Signalfarbe.

So aufregend wie die Farbe Rot ist, so spannend ist auch unser diesjähriges „Blende“-Thema. „Die Farbe Rot“ ist nämlich in keinerlei Weise an irgendeine Disziplin in der Fotografie gebunden. In der Landschafts- und Naturfotografie stechen rote Objekte gegenüber dem vorherrschenden Grün oder Braun am deutlichsten hervor. Das kann der schon angesprochene Sonnenball am Horizont sein, das Verkehrsschild an der einsamen Kreuzung oder die Rose im Garten, die als Königin der Blumen alles andere überstrahlt. Was trifft man nicht alles Rotes auf Reisen: Der Sand Australiens glüht auf Urlaubsbildern mit dem Sonnenbrand um die Wette. Rot ist der Barsch beim Tauchgang im Roten Meer und rot sind die Gewürztöpfe auf dem Markt in Indien. Wer gerne Menschen fotografiert, versucht zwar, rote Augen durch das Blitzlicht zu vermeiden – aber rote Lippen sind dafür seit Jahrtausenden ebenso der Blickfang schlechthin wie rote Stiefel.

Noch leckerer ist Rotes eigentlich nur beim Essen: Wer gerne Gäste einlädt, weiß, dass Paprika, Lachs, Tomaten und Hummer nicht nur gut für den Gaumen sind, sondern auch fürs Auge. Warum nicht einmal eine Fotosession am roten Büfett? Und was kredenzt der Küchenchef dazu? Genau: Rotwein! Rot muss nicht nur auf der Speisekarte vorkommen, sondern durchaus einmal als „rote Karte“ beim Sport. Mit roten Symbolen lassen sich brenzlige Situationen wunderbar in Szene setzen: Das Überfahren der roten Ampel, die Peinlichkeit, die einen hochroten Kopf hervorruft, der Rotstift, mit dem die schlechten Hausaufgaben korrigiert sind, oder die Farbe Rot im Casino, die einem leider wieder keinen Erfolg beschert hat. Rot muss aber nicht nur für Verdruss stehen, warum nicht auch für Hoffnung: Bei der Blutspende füllt sich der Beutel mit dem roten Lebenselixier, und Schiffbrüchige klammern sich an rote Rettungsringe.

Fotografen, die sich mit unserem diesjährigen „Blende“-Thema „Die Farbe Rot“ beschäftigen, müssen auf die Wirkung dieser Farbe setzen. Dabei können Polarisationsfilter, die es im Fotofachhandel gibt, wahre Wunder wirken. Mit ihnen kann man die Präsenz von Farben, vor allem auch der Farbe Rot, schon bei der Aufnahme gut dosieren. Wer das zum ersten Mal ausprobiert, erlebt sein blaues, nein, rotes Wunder. Das Rot von Nachbars Ziegeldach im Sonnenlicht kann man dabei schon bei der Aufnahme in seiner Intensität entweder eher matt oder knallig erscheinen lassen.

Bevor man Bilder zu diesem stark von der Farbgebung abhängigen Thema einsendet, ist es auch vorteilhaft, die individuelle Wirkung der Fotografien zu optimieren. Kontrast und Farbintensität digitaler Aufnahme lassen sich mit einem Bildbearbeitungsprogramm am Computer ganz einfach optimieren und in ihrer Aussagekraft verstärken. Wichtig ist dabei die Kontrolle des Ergebnisses. Suchen Sie die fotografische Herausforderung und den Wettstreit. Wer mit seinen Aufnahmen bei „Blende 2014“ bei seiner Zeitung erfolgreich ist, erhält eine zweite Chance auf weitere wertvolle Preise bei der bundesweiten Endausscheidung. Die Prophoto GmbH hat 133 Preise im Gesamtwert von über 35 000 Euro ausgelobt.

Wenn Sie in Erfahrung bringen möchten, welche Redaktion in Ihrer Nähe „Blende 2014“ ausschreibt, dann lassen Sie es uns wissen.

Blende Informationen A-Z 06 / 2014

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1 Kommentare

Auch das ist ein "Super" Thema die Farbe "ROT" mal sehen was da bei raus kommt. Freu mich schon!!!

von Elke Herrig
04. Juni 2014, 15:41:23 Uhr

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