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App PhotoBuddy für iPhone und iPad - Unerlässlicher Helfer

Auch ein Fotograf ist manchmal ganz froh, wenn er jemanden dabei hat, der fast alles weiß. Und die App PhotoBuddy für iPhone und iPad ist so jemand. Egal, ob Sonnenstand, Belichtungskorrektur, Schärfentiefe oder Weißpunkt: PhotoBuddy weiß alles. Das Programm ist nicht nur intuitiv zu bedienen, sondern auch in Deutsch abgefasst, was dem technisch nicht so versierten Nutzer die Bedienung erleichtert.

Fünf Kategorien bietet das Programm und jede davon ist ein eigenes Programm für sich. Wer zunächst einmal seine Position bestimmt, indem er sie entweder auf einer Google-Maps-Karte markiert oder gleich die Koordinaten eingibt, erhält für Fotografen unentbehrliche Informationen. Wann beginnt die Dämmerung, wie lange dauert sie, wann ist Sonnenaufgang, wann Sonnenuntergang? Der Sonnenhöchststand wird minutengenau angegeben, auch die Mondphasen und gleich noch, wie viele Tage es bis zum nächsten Vollmond sind.

Wirklich ans Eingemachte geht es bei der Belichtung. Wer gerade keinen Belichtungsmesser dabei hat oder dem angezeigten Wert aus irgendeinem Grund misstraut, kann hier nachrechnen. Einfach auswählen, ob das Programm Blende, Zeit, Empfindlichkeit oder Filterstärke berechnen soll und schon können mittels Wahlrädern die anderen Werte verändert werden – der zu berechnende Wert passt sich automatisch an.

Der Clou des Ganzen verbirgt sich allerdings hinter der Schaltfläche „Vorgaben“. Denn dort sind vorgefertigte Szenarien und die passende Belichtung aufgeführt. Vom Strand über den Wohnraum bis hin zu Feuer, Nordlicht (hell oder dunkel) oder Blaue Stunde kann der Fotograf Voreinstellungen übernehmen. Und selbst bei Stadtansichten gibt es noch die Auswahl zwischen heller und dunkler Stadt, Schaufenster oder dunkler Gasse. Die Werte lassen sich dann sofort entsprechend anpassen – also Zeiten oder Blende oder Empfindlichkeit verändern. Gerade für schwierige Situationen, wie beispielsweise im Theater oder aber bei Nachtaufnahmen, bieten diese Werte gute Anhaltspunkte zur Belichtung.

Im Menüpunkt „Schärfe“ gilt es zunächst, die passende Kamera auszuwählen. Die Liste ist umfangreich und reicht von der Consumer-Kompaktkamera bis hin zum Mittelformat-Rückteil. Wählt der User die Brennweite seines Objektivs, wird gleichzeitig die tatsächliche Brennweite in Bezug auf das Kleinbildformat angezeigt. Blende und Aufnahmeabstand lassen sich gesondert einstellen und so der scharfe Bereich der Aufnahme einfach ablesen. Außerdem wird der Hyperfokalpunkt angegeben, also die Entfernung, ab der alles scharf abgebildet wird.

Ins Detail geht es schließlich im Punkt „Beugung“. Dort kann die Blende eingegeben werden und so die Blendenbeugung ermittelt werden. Zudem wird angezeigt, ab welcher Blende mit zusätzlicher Unschärfe wegen der Blendenbeugung gerechnet werden muss und schließlich kann der Experte noch sehen, was das Ganze für den Druck bedeutet.

PhotoBuddy weiß aber noch mehr – zusammengefasst unter dem Punkt „Mehr“. Dort kann berechnet werden, wie stark die Blende beim Blitzen geschlossen werden muss, wie groß das Sichtfeld mit der eigenen Kamera bei welcher Brennweite ist oder eben auch welche Farbtemperatur bei welcher Beleuchtung eingestellt werden muss.

Das kleine Programm bringt viel Wissen für wenig Geld mit. Wer schon einmal bei Nacht auf freiem Feld stand und sich überlegt hat, wie hell wohl der Vollmond scheint, weiß solche Hilfestellungen zu schätzen. Die exakte Berechnung der Schärfe ist ein nettes Gimmick und die genaue Angabe, wann an jedem Punkt der Erde die Sonne aufgeht, für die Planung eines Fototrips absolut unerlässlich.

PhotoBuddy für iPhone und iPad (1,59 Euro), ab iOS 3.0
Downloadgröße 1,9 MB, Entwickler: Frank Bauer. Aktuelle Version 1.6.4
http://itunes.apple.com/de/app/photobuddy/id290785551?mt=8

Foto-App Besprechung iPhone / iPad 07 / 2011

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