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App Snapseed für iPad - Bildbearbeitung

Programme zur Fotobearbeitung auf dem iPad gibt es inzwischen einige, die auch mit immer mehr Funktionen daherkommen. Da tut es gut, mit Snapseed mal eine App gefunden zu haben, die zwar einen wirklich umfangreichen Katalog an Anpassungsoptionen mit sich bringt, gleichzeitig aber aufgeräumt ist und die Bedienelemente so eingebaut hat, dass es nur selten nötig ist, einen Button zu suchen und darauf zu tippen.

Die meisten Werkzeuge bei Snapseed lassen sich mit einem großzügigen Strich in der Horizontalen anpassen. Einfach nach links oder rechts über das Bild streichen, eine kleine Skala unter dem Foto zeigt an, wie stark der gewünschte Effekt bereits ist. Und die Auswahl des Effekts ist genauso einfach. Zunächst wählt der User aus einem übersichtlichen Menü die entsprechende Gruppe, beispielsweise „Tune Image“, mit einem Fingerstreich nach oben oder unten werden dann die einzelnen Punkte angewählt.

Im genannten Menü sind Unterpunkte für Helligkeit, Kontrast, Belichtung, Sättigung und der Weißabgleich zusammengefasst. Leider ist die Bedienung nur auf Englisch, aber einige grundlegende Sprachkenntnisse reichen zur Bedienung aus. Beim Weißabgleich ist dafür auf der Skala mit einigen Piktogrammen angegeben, wo der korrekte Weißabgleich, beispielsweise für Blitzaufnahmen oder Tageslicht unter einer Wolkendecke ist. Nettes Feature: Drückt man auf die Schaltfläche „Compare“, wird das Original ohne die Veränderung eingeblendet. Leider nicht neben dem veränderten Bild, dennoch lässt sich so schön vergleichen, was die Änderung bewirkt hat.

Auch weitere grundlegende Anpassungen, wie das Drehen von Bildern (in 90-Grad-Schritten oder mit dem Finger ganz fein abgestimmt) oder Beschnitt, sind sehr einfach zu handhaben. Absoluter Vorteil von Snapseed: Die App liest auch RAW-Dateien, die über das „Camera Connection Kit“ auf das iPad eingespielt wurden. Außerdem bleiben bei der Bearbeitung die Exif-Dateien erhalten. Unschlagbares Feature außerdem: Alle Anpassungen sind auch lokal möglich. So lässt sich einfach ein Gesicht aufhellen, ohne dass das ganze Bild zu hell wird.

Wer in der Leiste mit den Werkzeugrubriken auf die zweite Seite umblättert, findet die heutzutage unvermeidlichen Verfremdungs-Tools. Vom historischen Filmmaterial, über Filter für die Vignettierung, Farbstiche bis hin zu unscharfen Außenbereichen: Auch wer nur spielen möchte, ist mit dieser App gut bedient. Überaus nett sind die verschiedenen Rahmen, die angeboten werden und deren Dicke sich mit einem Fingerstreich anpassen lassen. Keine kitschigen Schnörkel wie so oft, sondern solide Ränder, die das Foto aufwerten.

Auch die Schwarzweißumwandlung bietet mehr als nur das Entfernen der Farbe. Der Benutzer kann aus verschiedenen Styles wählen, die der Kenner als Imitationen mehr oder minder gequältem Filmmaterial erkennt. Dazu lassen sich Helligkeit, Kontrast und die Korngröße anpassen. Genauso nett ist der „Drama“-Bereich. Dort lassen sich Bilder in dramatische Gebilde verwandeln. Es gibt verschiedene Dramenstufen („Styles“) zur Auswahl und die Intensität kann ganz leicht verändert werden.

Bearbeitete Bilder lassen sich entweder abspeichern oder aber direkt aus der App an einen E-Mail-Empfänger, die ganze Welt (Flickr und facebook) oder einen Drucker schicken. Die maximale Dateigröße beträgt immerhin 6,25 MB beim iPad und 16 MB beim iPad2. Größere Bilder werden automatisch verkleinert.

Snapseed für iPad (3,99 Euro), ab iOS 4.2
Downloadgröße 12,6 MB, Entwickler: Nik Software. Aktuelle Version 1.1.0
http://itunes.apple.com/de/app/snapseed-for-ipad/id439438619?mt=8

Foto-App Besprechung iPhone / iPad 08 / 2011

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