iPhone-App Replay: Bilder zu Filmen

Es stehen verschiedene Stile zur Auswahl Bildgalerie betrachten

Es stehen verschiedene Stile zur Auswahl

Aus Bilder einen Film machen – hört sich nicht so leicht an, ist es aber. Die App Replay macht genau das. Wobei man ehrlicher Weise sagen muss, dass es am Ende eher ein bisschen wie eine Diaschau mit Überblendeffekten aussieht. Das wirkt ganz nett, wobei auch die mitgelieferte Musik ihren Teil dazu beiträgt. Videos kann man damit ebenfalls schneiden.

Wer nicht so viel drücken, schieben und anpassen möchte, fährt mit der Automatik in diesem Fall ganz gut. Das kleine Programm Replay für iPhone und iPad nimmt die ihm übergebenen Fotos und kombiniert sie mit einfachen Effekten und Überblendungen zu einer Art Diaschau als Film. Allerdings bietet die App auch die Möglichkeit, Bilder und Videosequenzen wild zu mischen und so vieles, was sich beispielsweise nach einer Reise auf dem Mobiltelefon angesammelt hat, in einem Video zusammen zu fassen. Replay gibt es in einer kostenlosen und in einer kostenpflichtigen Version. Es empfiehlt sich, zuerst einmal die kostenfreie Version zu testen. Da wird jedes Video zwar mit einem dominanten Logo am unteren rechten Bildrand produziert, aber man kann erst einmal testen, wie alles funktioniert.

Los geht es natürlich damit, erst einmal die Inhalte zusammen zu stellen. Replay kann dabei nicht nur auf Bilder und Filme auf dem Gerät selbst zugreifen, sondern auch auf Inhalte bei Facebook und Instagram. Zu sehen gibt es dann erst einmal ein Video wie es nach Meinung der App aussehen sollte, fertig unterlegt mit einer passenden Musik. Aber es gibt natürlich auch noch eine ganze Reihe an Einstellmöglichkeiten.

Zum Beispiel lässt sich der grundsätzliche Stil der Produktion anpassen. Zwei, drei Stile werden kostenlos mitgeliefert, andere müssen bezahlt werden (siehe oben). Bei allen Bearbeitungen werden am oberen Rand zwei übersichtliche Schaltflächen „Abbrechen“ und „Fertig“ angezeigt. Es gibt also immer einen ziemlich einfachen Ausweg aus der aktuellen Ansicht. Dann muss natürlich auch noch die Musik gewählt werden. Die App bringt einiges an Musik mit und schlägt passend zum gewählten Stil einige Stücke vor. Man kann natürlich auch auf eigene Musik zugreifen – verbunden mit dem Hinweis, dass man dafür auch Nutzungsrechte benötigt. Klar ist, dass das Video sonst beispielsweise bei YouTube beispielsweise vielleicht nicht zu sehen ist. Mit dem Einfügen von Musik ist allerdings auch verbunden, dass bei Videosequenzen die ursprüngliche Tonspur überspielt wird. Meeresrauschen vom letzten Urlaub wird es am Ende also nicht zu hören geben. Die mitgelieferte Musik wird erst bei Bedarf heruntergeladen, es empfiehlt sich also, mit einem W-LAN-Netzwerk verbunden zu sein.

Werden Videos zu einem Projekt hinzugefügt, lassen die sich auch ein wenig beschneiden. Zwar ist es nicht möglich, das Video wie mit einem Schnittprogramm zu zerlegen und neu zusammensetzen, der User kann aber Start- und Endpunkt des verwendeten Ausschnitts wählen. Außerdem ist es möglich, ein Video mehrfach einzusetzen. Somit lassen sich über diesen kleinen Umweg mehrere Einzelszenen aus einem Video verwenden.

Wer auf der übersichtlichen Werkzeugleiste am Rand dann noch den Schraubenschlüssel antippt, kann grundsätzliche Dinge regeln. Da wäre das Format und auch wenn da als Symbol ein aufrecht stehendes Handy zu sehen ist, das Un-Format des Hochkant-Videos steht nicht zur Auswahl, stattdessen das klassische Breitbild oder wahlweise ein quadratisches Format. Der Fertig-Button wandert in diesem Fall zur unteren Seite. Was sich da noch einstellen lässt, ist die Geschwindigkeit, da allerdings nur in drei Schritten, „langsamer“, „normal“ und „schneller“.

Ist das Video dann fertig zusammengesetzt (die Reihenfolge der Bilder lässt sich einfach durch Verschieben ändern) und die Musik ausgewählt, kann noch Schrift hinzugefügt werden. Zu jedem Bild, das in der Übersichts-Leiste angetippt wird, kann eine eigene Schrift eingefügt werden. Stil und Platzierung wählt die App dabei automatisch. Wird auf Musik verzichtet, kann hier auch die Lautstärke des Original-Tons (bei Videosequenzen) gewählt werden und schließlich lassen sich einzelne Teile so auch wieder aus der Zusammenstellung löschen.

Die App braucht beim Erstellen und Bearbeiten von Videos ordentlich Rechenpower. Wer also nur ein älteres iPhone oder iPad zur Hand hat, muss entsprechend länger warten. Trotzdem funktioniert Replay beim Test ohne größere Probleme oder Abstürze.

Replay für iPhone und iPad (gratis/4,99 Euro), ab iOS 8.0
Downloadgröße 101 MB, Entwickler: Stupeflix, Version 3.1.3
https://itunes.apple.com/de/app/replay-videobearbeiter-videos/id694164275?mt=8

Foto-App Besprechung iPhone / iPad 03 / 2016

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