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Prophoto Newsletter Nummer 27 | 22. Dezember 2006

Homepage: www.prophoto-online.de

Der Wunsch eines jeden ist groß, das Feuerwerksschauspiel, wie wir es zu Silvester sehen, in Photographien festzuhalten. Feuerwerksbilder, sollen sie überzeugen, wollen geplant sein. Was es zu beachten gilt, um zu außergewöhnlichen Aufnahmen zu gelangen, die von absoluter Einzigartigkeit sind, erfahren Interessierte im neu eingestellten Beitrag “Feuerwerke ziehen die Blicke an“ in der “Photopraxis“.


Der neu eingestellte Beitrag “Belichtungsmesser – Wunder der Technik“ in der “Phototechnik“ zeigt auf, wie sich Fehlbelichtungen vermeiden lassen, wenn man weiß, wie Belichtungsmesser – die alle auf mittleres Grau geeicht sind, das genau 18 Prozent des einfallenden Lichtes reflektiert – arbeiten.

Phototipp: Film oder Sensor sind nicht bestechlich

Unseren Augen ist täglich zu danken, auch wenn sie uns in gewisser Weise betrügen. Unabhängig davon, ob 3.000 oder 12.000 Kelvin vorliegen, wir sehen Weiß weiß und Rot rot. Anders verhält es sich da beim Film oder Sensor, die unbestechlich sind und uns entsprechend farbstichige Aufnahmen liefern. Zum Korrigieren des Aufnahmelichts gibt es aus diesem Grund die so genannten Farbkorrektur- oder Konversionsfiler. Digitalphotographen greifen seltener zu solchen Filtern als Analogphotographen, denn für sie übernimmt der Weißabgleich diese Rolle.

Phototipp: Garant für gute Bilder

Auch wenn man es nicht glauben mag, so ist schlechtes Wetter oft der Garant für gute Bilder. So führt stürmisches Wetter zu Dramatik oder Nebel dämpft gespenstisch alle Farben, während Regen nur manche Farben reduziert und andere erhellt. Möchte man ein Gewitter in Bildern festhalten, was im Übrigen leichter ist als Regen, so sollte man die Kamera für Blitzaufnahmen auf einem Stativ befestigen und, sofern es draußen richtig schön dunkel ist, den Verschluss öffnen. Wird analog photographiert, so sollte ein niedrigempfindlicher Film eingelegt werden. Für Digitalphotographen gilt es, die Sensorempfindlichkeit zu reduzieren. Der Verschluss kann ohne Bedenken 30 Sekunden geöffnet sein. Aus dem Zeitintervall zwischen Blitz und Donner berechnet man die Entfernung des Gewitters und daraus wiederum die erforderliche Blende. Man kommt beispielsweise zu folgenden Kombinationen: Zeitintervall < 10 s, Entfernung < 3 km, Blende 16 bei ISO 100/21°, Zeitintervall 10 bis 45 s, Entfernung 3 bis 15 km, Blende 8 bei ISO 100/21° oder Zeitintervall > 45 s, Entfernung > 15 km dann Blende 5,6 bei ISO 100/21°.

Gelesen: Adobe veröffentlicht Beta von Photoshop CS3

Adobe Systems hat am Freitag, den 15. Dezember 2006, eine Beta-Version von Adobe Photoshop CS3 veröffentlicht. Adobe möchte seinen Kunden mit dieser Beta-Version den Umstieg auf aktuelle Hardware und Betriebssysteme erleichtern, insbesondere mit Blick auf die neuen Intel-basierten Systeme von Apple. Die Photoshop CS3 Beta ist als Universal Binary-Version für Macintosh sowie für Microsoft Windows XP und Windows Vista verfügbar und kann unter http://labs.adobe.com kostenfrei heruntergeladen werden. Die finale Version von Photoshop CS3 wird voraussichtlich im Frühjahr 2007 erhältlich sein.

Gelesen: Video-Lektionen zu Photoshop Elements 5

Auf der Website von Galileo Design finden Interessierte jetzt fünf kostenlose Video-Lektionen zu Photoshop Elements 5. Die Gesamtlaufzeit beträgt gut 45 Minuten: Überblick über den Organizer [10:30 min], Bilder suchen [5:28 min], Dunkle Photos aufhellen [8:17 min], Porträtretusche (Hautglättung) [10:01 min], Einblick in Premiere Elements [11:32 min]. Alle fünf Lektionen liegen in voller Länge vor und sind als DSL- Stream optimiert. http://www.galileodesign.de/trailer#31

Ausstellung: Nothing incomprehensible

Die Baukunst Galerie in Köln präsentiert noch bis zum 26. Januar 2007 die zweite Ausstellung der Werke von Noritoshi Hirakawa. Unter dem Titel "Nothing incomprehensible" werden Künstlerfilme, Diaprojektionen und Photographien präsentiert, die einen umfangreichen Einblick in das breite Spektrum des in New York lebenden Künstlers bieten. Die Arbeiten des 1960 in Fukuoka (Japan) geborenen Noritoshi Hirakawa sind bereits weltweit in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen präsentiert worden – unter anderem auf der Biennale in Venedig, in der Kunsthalle Zürich, im P.S.1 in New York, Museo Nacional De Bellas Artes in Buenos Aires, Museum of Fine Arts in Houston, Shoto Museum in Tokio, SESC in São Paulo, Yokohama Museum of Art sowie zuletzt im ZKM in Karlsruhe. Mittels Photographie, Video, Tanz, Installation und Performance erforscht der Künstler Bestandteile verdrängter sozialer Strukturen. Seine Arbeiten sind stets das Resultat ganz persönlicher, psycho-soziologischer Studien und haben fast immer eine erzählerische Komponente, die in Hirakawas früherer Tätigkeit für das Theater begründet ist. Restriktive Moralbegriffe und Tabus werden aufgezeigt und subversiv unterlaufen, um diese ins Bewusstsein des Betrachters zu rufen. Dabei ist sein Œuvre vor allem vor dem Hintergrund der Moralbegriffe und Tabus der japanischen Gesellschaft zu lesen. Weitere Informationen: www.baukunst-galerie.de.

Ausstellung: Heilige Familie

Die Kunsthalle Erfurt präsentiert noch bis 14. Januar 2007 die Ausstellung “Heilige Familie” mit Arbeiten der Photographin Eva Mahn. Vor blauem Fond, den bereits die Maler der Renaissance brauchten, um göttlich verklärte Sphären anzudeuten, dessen Blau aber auch ein profaner Widerschein der TV-Kanäle sein könnte, paradieren auf Einzeltafeln und “Familienaltären” erwachsene Kids, im Grunde noch Kindsköpfe, mit brüchigem Selbst- und Sendungsbewusstsein, aber lebensfähig, mit einem Schuss Abgebrühtheit, mit Lebenspraxis. Die Hallenser Photographin Eva Mahn (*1947) porträtiert eine Generation, lässt die Modelle auf Podesten posieren, ob im legeren Familienoutfit oder mit Piercing und offen getragenem Körper-Tattoo. Mit leicht untersichtigem Blick auf ihre solcherart erhöhten Helden nimmt sie den Widerstreit von mühsam erkämpfter Einzigartigkeit und familiär-kultureller Prägung aufs Korn. Alles ist neu und alles war schon einmal da: die Archetypen der Mütterlichkeit (Madonna), des Lebens (Teufel), der Liebe (Engel) und der Macht (König). Weitere Informationen zur Kunsthalle Erfurt und zur Ausstellung: www.kunsthalle-erfurt.de.

Workshops: Linhof Präzisions-Systemtechnik GmbH

Die Linhof Präzisions-Systemtechnik GmbH in München bietet wieder 2-tägige Lehrgänge zu photographischen Themen an. Die Kurse sind praxisnah gestaltet und verbinden theoretische Grundlagen mit Übungen im Studio. Die Workshops wenden sich an alle, die sich beruflich oder privat mit der Photographie beschäftigen. Am 16. und 17. April 2007 findet das Zwei-Tages-Seminar "Großbild" statt – Vorträge und praxisbezogene Demonstrationen vermitteln das erforderliche Wissen zur Technik verstellbarer Kameras unterschiedlicher Systeme für Photographen aus allen Bereichen. Übungen in kleinen Gruppen machen Schritt für Schritt mit Kameraeinstellungen vertraut. Vermeidung stürzender Linien, Perspektivenkorrektur, Scheimpflug, Schärfentiefe – das sind nur einige Inhalte des Workshops. Ziel ist es, Fachaufnahmen mit optimaler Kameraeinstellung zu erarbeiten: individuelle Bildlösungen im gestalteten Einzelbild als Antwort auf austauschbare Massenbildproduktion und Bilder aus der Retorte. Das "Lichtseminar" am 18. und 19. April 2007 vermittelt in Theorie, Demonstration und praktischen Übungen den Umgang mit Studio-, Tages- und Mischlicht, Filtern, Filmen. Mit Blitz- und anderen Lichttechniken werden Beleuchtungs-Probleme gelöst. Dazu gehört auch das sichere Lichtmessen mit unterschiedlichen Geräten und Polaroid-Kontrollaufnahmen. So können Photographen ihre Kenntnisse im Umgang mit bewusster Lichtführung im Studio und "on Location" optimieren. Weitere Informationen: www.linhof.de.

Photoreise: Timbavati Wildlifephotography

Timbavati ist als "Big Five"-Gebiet bekannt und zugleich bestens geeignet, um wilde Tiere in Afrika zu photographieren und zu beobachten. Das Camp für den Wildlifephotography-Workshop, der vom 8. bis 19. Oktober 2007 stattfindet, bietet sehr schöne Unterkünfte und stellt eine kleine Oase im afrikanischen Busch dar. Mit den Fahrzeugen des Veranstalters, die auf die Bedürfnisse der Photographen ausgelegt sind, geht es auch nachts auf Photosafari. Die Anzahl der Pirschfahrten sowie der Photoaktivitäten wird je nach Zusammensetzung der Gruppe individuell zusammengestellt. Weitere Informationen: www.inafrica.de.

Workshop: RAW - Das digitale Negativ

"RAW" – das sind digitale Rohdaten in Reinform, unverfälscht und unbearbeitet, die dem Photographen unglaubliche Möglichkeiten bieten, zugleich aber auch eine große Herausforderung darstellen: Jedes RAW-Bild bedarf der Nachbearbeitung und nur, wer ein Verständnis vom richtigen Umgang mit der Software hat, kann die Vorteile des "digitalen Negativs" in seiner ganzen Fülle nutzen. Unter Anleitung des Schweizer Naturphotographen Bruno Frangi wird in dem Workshop "RAW – Das digitale Negativ" am 4. Februar 2007 in Bad Heilbrunn auf folgende Punkte eingegangen: Die Oberfläche von Camera RAW, Grundeinstellungen Camera RAW (Voreinstellungen), Funktionalität und Verwendung der Regler "Anpassen", Temperatur und Farbregler, Belichtung, Tiefen und Helligkeit, Kontrast und Sättigung, Clipping-Warnung, Gradationskurven in Camera RAW (5 Punkte-Kurve), digitale Negative in Bridge und Dateibrowser, Schwarz-Weiß im Camera RAW, erweiterter Dynamikumfang (Aufzeigen verschiedener Methoden) und HDR-Bilder in Photoshop. Weitere Informationen: www.zooom-in.de.

Aufgelesen: Fotos digital - Sony Alpha 100

Die Neuerscheinung "Fotos digital – Sony Alpha 100" stellt die kreativen und technischen Möglichkeiten der Spiegelreflexkamera Sony Alpha 100 leicht verständlich und praxisgerecht dar und ist deshalb die ideale Ergänzung zur Bedienungsanleitung. Wer die Funktionen und Möglichkeiten der Sony Alpha100 näher kennen lernen und voll nutzen möchte, besitzt mit diesem Buch den fundierten Ratgeber, der dank seiner Vollständigkeit mit den Interessen und Ansprüchen des Photographen wächst. Komplettiert wird das Buch durch Tipps und nützliches Basiswissen. Themen, denen sich die Buchautoren stellen, sind: Technik und Funktionen der Kamera, Bildqualität, Pixel, Dateiformate, Sucher, Sucher-Zubehör, Monitor, Autofokus, Schärfe, Schärfentiefe, Belichtungsmessung und ISO-Wert, Weißabgleich und Farbfunktionen, Auslösen, Bildserien, Fernsteuern, Verwacklung, "Super Steady Shot", Wechselobjektive, Blitzgeräte und Blitzphotographie, Nah- und Makro-Aufnahmen, Spezielles von Repro bis Panorama und vieles mehr. vfv Verlag, 176 Seiten, über 170 farbige Abbildungen, darunter viele Graphiken, zahlreiche Tabellen, Paperback, ISBN-10: 3-88955-173-4, ISBN-13: 978-3-88955-173-3, € 15,95.

Aufgelesen: Miss - Die schönsten Frauen der Welt

"Miss – Die schönsten Frauen der Welt" untersucht ein weltumspannendes Schönheitsideal, das Jahr für Jahr rituell in zahllosen Schönheitswettbewerben neu festgelegt wird. Die historischen Aufnahmen der Miss-Kandidatinnen aus dem Archiv der Photoagentur Corbis dokumentieren einen jahrzehntelang währenden Wettstreit und offenbaren dabei die faszinierendsten Variationen der jeweiligen zeitbezogenen Schönheitsideale. Zugleich eröffnen die Bilder einen unverstellten Blick auf die Rolle der Frau – insbesondere der schönen Frau – in unserer Gesellschaft, die von der unbefleckten Braut, über die wilde Unbekannte und paradierende Schönheitswaffe bis zur chirurgisch bearbeiteten und kämpferisch-intelligenten Frau reicht. Wachter Verlag, 148 Seiten, Hardcover, vierfarbig, ISBN 3-89904-254-9, € 29.90.