Prophoto GmbH

Blende 2010 - Nachwuchsfotografen

Unsere Jugend hat es in sich und über welche Kreativität sie verfügt, das offenbaren unter anderem die zigtausende Aufnahmen der „Blende“-Nachwuchsfotografen, die nachhaltig zu begeistern verstehen und staunen lassen. Es ist genial, was Jugendliche sehen, wofür sie sich begeistern und wie sie es in Bildern festhalten. Von „Null Bock“, wie es gerne in der Öffentlichkeit dargestellt wird, kann bei „unserer“ Jugend nicht die Rede sein. Oberflächlich ist die Jugend übrigens auch nicht, denn was sie mit der Kamera aufspürt, ist sehenswert und bleibt den Erwachsenen mit ihrem oftmals eingeschränkten Blick vielfach verborgen. Auf eine ganz eigene Art verstehen es Jugendliche, in ihren Fotografien – wenn auch eventuell unbewusst – mit Vorurteilen spielerisch, aber auch kritisch und mit viel Humor aufzuräumen. Natürlich überwiegt, dass das „Schöne“ mit der Kamera in Bildern festgehalten wird. Darin unterscheidet sich die Jugend übrigens nicht von den Erwachsenen. Wer einmal hinterfragt, wann er den Auslöser seiner Kamera betätigt, der wird zugeben müssen, dass es weniger die hässlichen und bedrohenden Motive unserer Welt sind.

Die Fotografie hat es der Jugend, und nicht nur dieser, angetan – der Digitaltechnik sei Dank. Sie hat einen wahren Motivationsschub der Fotografierlust bei allen Altersgruppen ausgelöst, und täglich werden wir mit zigtausenden Aufnahmen beglückt. Manche Kritiker meinen, die Bildqualität würde mit der Anzahl an Aufnahmen zurückgehen – wir können das nicht bestätigen, wenn man sich allein das Einsendeergebnis von „Blende 2010“ betrachtet. Und die Frage, was eine gute, ja sehenswerte Fotografie ist, die ist so alt wie das Medium selbst.

Die Fotografie ist heute das Kommunikationsmedium Nummer Eins. In ihrer nahezu 200-jährigen Geschichte war die Fotografie noch nie so in und angesagt wie heute, und das ist auch gut so. Die Fotografie beschert einem Fotowettbewerb wie „Blende“, der zu Europas größten seiner Art zählt, einen Bildersegen ungeahnten Ausmaßes. Die Nachwuchsfotografen tragen mit ihren Bildeinsendungen maßgeblich zum uneingeschränkten Erfolg des Deutschen Zeitungsleser-Fotowettbewerbs mit bei. Die Veranstalter – deutsche Tageszeitungen und die Prophoto GmbH – haben damals richtig entschieden, als sie schon vor über zehn Jahren den Nachwuchsfotografen bei „Blende“ ein Forum eingeräumten. Am Anfang wurden die Veranstalter für diesen Schritt belächelt, weil man kein beziehungsweise nur ein geringes Potenzial sah. Wie sehr sich so mancher Kritiker irrte, zeigen die beeindruckenden Ergebnisse aus „Blende 2010“, die im Vergleich zu „Blende 2009“ sowohl in der Quantität als auch Qualität signifikant zulegen konnten.

Zu beobachten ist, dass der weibliche Nachwuchs bei „Blende 2010“ deutlich stärker mit Bildeinsendungen vertreten ist als seine männlichen Kollegen. Letztere scheinen, so belegen es auch frühere Analysen des Instituts für Demoskopie Allensbach, erst später in die Fotografie einzusteigen, denn dann sind Frau und Mann gleich auf.

Für die Juroren der bundesweiten Endausscheidung bedeuteten allein die Bildeinsendungen von den „Blende“-Nachwuchsfotografen einen Bildmarathon ungeahnten Ausmaßes. Auch, wenn die Füße beim Durchschreiten der zahllosen, nicht enden wollenden Tischreihen mit Bildern schmerzten, so wurde dies von den Juroren nicht wahrgenommen, weil die zigtausenden Aufnahmen die Augen nachhaltig erfreuten. Lacher der Juroren blieben ebenso nicht aus wie Stimmen „habt ihr diese Aufnahme gesehen“, „das ist ja genial“, „Wahnsinn“, „toll gesehen“, „grandiose Umsetzung“, „die verdient einen Preis“, „ist das skurril“, „das kann kein Jugendlicher fotografiert haben – wie erst 14 Jahre“, „dem Nachwuchs ist kein Thema zu schwer“, „welche Fantasie in den Aufnahmen liegt“, „technisch eventuell nicht perfekt, aber brillant gesehen“, „der Nachwuchs wächst über sich hinaus“, „Leben pur, da kommt Freude auf“, „Wahnsinn, was die alles so sehen und wahrnehmen“.

Die Bildbewertungen der Juroren fielen durchweg positiv aus und so verwundert es nicht, dass sich in der bundesweiten Endausscheidung von „Blende 2010“ acht Nachwuchsfotografen platzieren konnten. Auch bei der Vergabe der 55 Sonderpreise an die „Blende“-Nachwuchsfotografen taten sich die Juroren der bundesweiten Endausscheidung von „Blende 2010“ aufgrund der bestechenden Bildqualität der Nachwuchsfotografen enorm schwer. „Hier eine Auswahl festlegen zu müssen, ist eine große Herausforderung bei so vielen herausragenden Aufnahmen. Wir haben die Qual die Wahl“, so ein Jurymitglied. Entsprechend hart und kontrovers wurde die Diskussion über die Aufnahmen geführt, die mit einem der 55 ausgelobten Sonderpreise bedacht wurden. Entspannt ging es hingegen bei der Verlosung der 111 Preise für Jugendliche zu, denn hier wurden die Gewinner ohne Bildwertung gezogen.

Verlierer gibt es bei „Blende“ nicht. Alle jugendlichen Teilnehmer, die sich der Herausforderung und dem Wettstreit stellten, erhalten von der Prophoto GmbH den heißbegehrten „Blende“-Kalender für 2011. Auch, wenn „Blende 2010“ gerade abgeschlossen ist, so heißt es schon jetzt: Blende auf zu „Blende 2011“.

Blende Informationen A-Z 02 / 2011

Carolin Lauer, Gaga

"Gaga"
Carolin Lauer

Florian Nees, Beim Sonnenbad

"Beim Sonnenbad"
Florian Nees

Florian Nees, Schwalbenschwanz

"Schwalbenschwanz"
Florian Nees

Florian Nees, Jeans, Jeans, Jeans

"Jeans, Jeans, Jeans"
Florian Nees

Marius Uhlig, Serie Porträts - Lilian

"Serie Porträts – Lilian"
Marius Uhlig

Marius Uhlig, Serie Porträts - Maximilian

"Serie Porträts – Maximilian"
Marius Uhlig

Marius Uhlig, Serie Porträts - Ruben

"Serie Porträts – Ruben"
Marius Uhlig

Finn Gravert, Ein letzter Versuch

"Ein letzter Versuch"
Finn Gravert

Daniel Grinspun, Sommer in Paris

"Sommer in Paris"
Daniel Grinspun


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