Prophoto GmbH

Videofunktionen - Kein Schnickschnack, sondern eine Bereicherung

Revolutionär und innovativ, das zeichnet die Foto- und Imagingbranche mit der Digitalisierung aus. Man kann ihr eventuell den Vorwurf machen, auf Neuerungen, die das Fotografieren und Filmen aber auch den Umgang mit Bildern so verändert haben und werden, nicht besonders herauszustellen. Alle Features, die aktuelle Kameras heute zu bieten haben und ihr Umgang damit, scheinen so selbstverständlich. Dies wird einem besonders dann bewusst, wenn ein älteres Kameramodell oder gar eine Analogkamera zur Hand genommen werden. Einher mit dieser digitalen Revolution geht eine grundlegende Änderung unserer Kommunikation. Sie ist durch die rasant entwickelten Technologien der Foto- und Imagingbranche, wie beispielsweise die Videofunktion, auf eine neue Ebene befördert worden, die unser tägliches Leben so nachhaltig bereichert.

Als einen Meilenstein in der Fotografie muss die Videofunktion an Kompakt-, System- und Spiegelreflexkameras betrachtet werden, auch wenn sie bislang viele Anwender nur gelegentlich einsetzen. Betrachten wir uns die Verbraucherumfrage 2010 der Prophoto GmbH so nutzen von den über 2.000 Befragten 50 Prozent die Videofunktion an ihrer Kamera von Zeit zu Zeit. 39 Prozent der über 2.000 Befragten geben an, die Videofunktion an Ihrer Kamera noch nie eingesetzt zu haben. Auszumachen ist, dass mit fortschreitendem Alter die Videofunktion derzeit noch keine Beachtung findet. Die Videofunktion an Kameras wird künftig jedoch immer mehr Anhänger durch die sich ändernde Bildkommunikation finden, auch, wenn eingefleischte Fotografen sie derzeit für sich noch als Schnickschnack abtun. Das ist nicht verwunderlich, denn der Dreh von Videos verlangt ein Umdenken. Der Stehbildfotograf ist es gewohnt, mit einer Aufnahme nachhaltig zu überzeugen. Beim Video geht es aber nicht um das eine perfekte Bild, sondern um eine Sequenz an Aufnahmen, die als Einheit überzeugen müssen. Ein filmerisches Konzept ist der erste Schritt zum Erfolg. Vor dem Dreh sollte man sich folgende Frage stellen: Was will ich eigentlich zeigen? Der Fotograf hat den großen Vorteil, dass er beim Videodreh sein Wissen, beispielsweise zu Lichtwirkung, Bildgestaltung, Perspektive, sich zunutzen machen kann. Beherzigen sollte man, dass in der Kürze die Würze liegt. Motivation für den eigenen Dreh ist sicherlich die Tatsache, dass namhafte Kameramänner und Filmregisseure ihre Karriere als Fotograf begonnen haben.

Spiegelreflex- und Systemkameras versus Camcorder

Durch die Option des Objektivwechsels punkten Spiegelreflex- und Systemkameras gegenüber Camcordern, die in der Regel über ein fest eingebautes Objektiv verfügen. Kommen dann an Spiegelreflex- und Systemkameras auch noch lichtstarke Optiken zum Einsatz, so sind brillante Aufnahmen auch unter widrigsten Lichtbedingungen garantiert, wo Camcorder bereits an ihre Grenzen stoßen. Ein weiterer Vorteil, den Spiegelreflex- und Systemkameras gegenüber Camcordern zu bieten haben, ist die Möglichkeit der selektiven Schärfentiefe, die eine große Bandbreite an filmerischen Gestaltungsmöglichkeiten zulässt.

Das Gehäuse von Spiegelreflex- und Systemkameras ist für die Stehbildfotografie entwickelt worden und liegt da auch perfekt in der Hand. Schnelle homogene Bewegungen, weiche horizontale und vertikale Schwenks verlangen bei Spiegelreflex- und Systemkameras nach Übung beziehungsweise nach dem entsprechenden Zubehör. Ein Camcorder ist da wesentlich komfortabler. Durch die Handschlaufe garantiert er ruckelfreie Aufnahmen und bessere Möglichkeiten zum Zoomen – alles aus einer Hand ist bei Camcordern die Devise. Spiegelreflex- und Systemkameras sind etwas umständlicher zu händeln, denn während die eine Hand die Kamera hält, muss die andere die Schärfe regulieren. Auch hinsichtlich der AF-Systeme und des Powerzooms punkten Camcorder gegenüber Spiegelreflex- und Systemkameras. Camcorder arbeiten in der Regel sanfter, fließender und vor allem leiser als die meisten Fotokameras. Beim Monotoring hat der Camcorder ebenfalls die Nase vorne. Der optische Sucher ist bei Spiegelreflex- und Systemkameras meist abgeschaltet und das LiveView-Kameradisplay bietet vielfach keine so gute Kontrolle wie der Durchsichtsucher an professionellen Camcordern. Die aufgeführten eventuellen Nachteile beim Filmen mit Spiegelreflex- und Systemkameras können durch entsprechendes Zubehör eliminiert werden. Die Foto- und Imagingbranche wartet mit allem nur denkbarem Zubehör auf, seien es Schulterhalterungen, Schärfennachziehvorrichtungen, speziellen Stativvideoköpfen, Vergrößerungslupen für Kameradisplays, Filtern oder beispielsweise externen Mikrofonen, die das Videografieren mit Spiegelreflex- und Systemkameras in neue Dimensionen führen.

Video 03 / 2011

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