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Multimediacams und Kompaktkameras - Kaufberatung

Eine neue Kamera muss her, weil die alte ausgedient hat, weil man noch keine besessen hat oder weil man sich eine Zweit- beziehungsweise Drittkamera zulegen möchte. Die technischen Weiterentwicklungen sind rasant. Das vereinfacht nicht unbedingt die Entscheidung, welche Kamera es denn nun sein soll. Weil zudem die Modellvielfalt so groß ist, werden Empfehlungen in Foren/Blogs und Testberichte studiert. Aber auch da bleiben Fragen offen.

Vor dem Kauf sollte man sich überlegen, welches Kamerasystem für einen in Betracht kommt. Man unterscheidet zwischen Multimediacams, Kompaktkameras, Bridgekameras, die auch als All-in-one-Kameras oder Superzoomkameras bezeichnet werden, Spiegelreflexkameras, kompakten Systemkameras und Mittelformatkameras. Heute haben wir die Multimediacams sowie die Kompaktkameras im Fokus, die die größte Modellvielfalt aufweisen.

Multimediacams – besonders junge Menschen fühlen sich durch sie angesprochen – sind vollgestopft mit intelligenter Foto- und Videotechnik, die alle Funktionen weitgehend automatisiert. Die Bedienung ist entsprechend einfach. Sie sind besonders handlich, passen in jede Jackentasche und verfügen über ein fest eingebautes Objektiv. Für Schnappschüsse und Kurzvideos sind sie bestens geeignet. Beim Kauf sollte auf die Displaygröße, Bedienbarkeit und die Menüführung geachtet werden. Soll auch mal ein Stativ zum Einsatz kommen, dann muss bedacht werden, dass die Multimediacams über ein Stativgewinde verfügen muss. Viele bieten eine direkte Verbindung zum Hochladen der Aufnahmen in soziale Netzwerke per Tastendruck. Das erleichtert die Kommunikation mit Familie und Freunden.

Kompaktkameras garantieren, im Vergleich zu Multimediacams, einen wesentlich größeren kreativen Spielraum – sie haben mit ihrer Ausstattung deutlich mehr zu bieten. Sie sind sehr handlich, passen in jede Jackentasche und verfügen über ein fest eingebautes Objektiv. Je nach Modell warten diese Kameras mit großen Zoomleistungen auf. Auf diese gilt es, beim Kauf zu achten. Soll weit Entferntes aufgenommen werden, so sollte der optische Zoom weit über 5-fach liegen. Wer sich der Makrofotografie – also der Aufnahme von Blüten beispielsweise – hingeben möchte, der sollte dies beim Kauf im Fokus haben. Blenden lassen sollte man sich nicht durch den digitalen Zoom, denn mit diesem werden die Bilder lediglich hochgerechnet.

Die Menügrundfunktionen sind bei allen Kompaktkameras identisch. Je nach Modell kommen noch diverse Menüpunkte hinzu, die den Einsatz der Kamera entsprechend erweitern. Über die Auslöseverzögerung muss man sich heute keine Gedanken mehr machen, denn diese liegt faktisch nicht mehr vor. Wesentlich interessanter ist die Geschwindigkeit, das heißt wie schnell ist die Kamera nach Inbetriebnahme aufnahmebereit und wann nach dem Auslösen das nächste Bild gemacht werden kann. Interessant ist für viele die Serienbildfunktion, das heißt wie viele Aufnahmen die Kamera in der Sekunde aufnehmen kann. Über einen eingebauten Blitz verfügen alle Kompaktkameras, die sogenannte Leitzahl variiert je nach Modell. Soll auch mal ein Stativ zum Einsatz kommen, dann muss beim Kauf darauf geachtet werden, dass die Kompaktkamera über ein Stativgewinde verfügt.

Der Großteil an Kompaktkameras ist nur mit einem Display ausgestattet – ein Sucher ist nur noch selten anzutreffen. Beim Kauf sollte auf die Displaygröße geachtet werden, denn hierüber werden nicht nur die Motive anvisiert, sondern darüber erfolgen auch die Bildbetrachtung und die Menüsteuerung. Menschen, die zum Beispiel eine Lesebrille brauchen und diese nicht dauerhaft tragen, sollten darauf achten, dass auch alles ohne Brille lesbar ist. Zahlreiche Hersteller bieten inzwischen Touch-screen – also einen Berührungsbildschirm – an. Darüber kann dann alles gesteuert werden und man hat eventuell nicht mehr so mit den kleinen Bedienknöpfen zu kämpfen.

Immer häufiger werden in dieser Kameraklasse auch sogenannte Allwetterkameras angeboten, denen man ihre Robustheit und Tauchfähigkeit äußerlich gar nicht ansieht. Diese Kameras sind besonders widerstandsfähig gegen Stöße, Staub und Regen. Mit ihnen kann sogar abgetaucht werden, so dass sie sich nicht nur für Handwerker, Architekten oder auch Kinder, sondern auch für Outdoor-Spezialisten, Freizeitkapitäne, Bergsteiger oder beispielsweise Skifahrer anbieten. Allerdings sollte man sich über die mögliche Tauchtiefe informieren, die von Modell zu Modell stark variieren kann.

Mit nahezu allen Kompaktkameras kann fotografiert und gefilmt werden. Manche können sogar beides gleichzeitig oder besitzen eine Funktion, über die sich Einzelfotos aus Filmsequenzen herausschneiden lassen. Auf die Auflösung, aber auch Videoqualität muss man heute nicht mehr achten, denn nahezu alle aktuellen Modelle garantieren dem Verbraucher eine sehr gute Qualität.

Kompaktkameras sind ideale Begleiter, die sich überall hin mitnehmen lassen. Da ist die GPS-Funktion praktisch, über die sich die Kamera merkt, wo die Aufnahmen entstanden sind. Das kann sich später als recht zeitsparend bei der Archivierung erweisen.

Nicht jeder will seine Fotos später zu Hause am PC weiterbearbeiten und mit ansprechenden Filtereffekten versehen. Viele Kompaktkameras können die Fotos schon bei der Aufnahme mit eindrucksvollen Filtereffekten versehen oder in der Kamera den Bildausschnitt verändern oder einen Perspektivausgleich vornehmen.

Wichtig vor dem Kauf ist es, die Kamera in die Hand zu nehmen und für sich in Erfahrung zu bringen, ob das Display groß genug ist und ob die Bedienknöpfchen lesbar und funktional sind. Menschen mit größeren Händen sollten sich lieber für ein größeres Modell entscheiden, denn das liegt besser in der Hand. Zahlreiche Händler bieten den Service an, dass die Kamera vor dem Kauf auch in Betrieb genommen werden kann. So ist es möglich zu testen, ob die Kamera auch den eigenen Ansprüchen und Vorstellungen entspricht. Die Farbe sollte nicht das entscheidende Kaufkriterium sein, sondern beispielsweise, ob die Kamera so gut in der Hand liegt, dass die Bilder während der Aufnahme nicht verkanten und zum Beispiel das Wasser ausläuft, weil man den Horizont nicht gerade ausgerichtet bekommt. Am falschen Ende sollte man beim Kauf in keinem Fall sparen. Auch, wenn der Internetkauf oftmals günstiger ist, so bekommt der Verbraucher hier keine Beratung. Und wenn sich nach dem Kauf irgendwelche Fragen ergeben, die man in einem persönlichen Gespräch klären muss, so hilft der Fachhändler kompetent weiter.

Digitalfotografie 06 / 2011

Jacob Jacqueline, SMS

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