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Filmen mit der Digitalkamera - Wege zum „Guten Ton“

Ein häufig vernachlässigter Bestandteil multimedialer Präsentationen ist der Ton. Seit sich die audiovisuellen Vorführungen zur komplexen digitalen Multivision gewandelt haben, fällt der Vertonung eine wichtige Funktion zu. Ein perfekter Sound steigert die Aufmerksamkeit und vertieft das emotionale Erlebnis multimedialer Präsentationen. Auch der neue, als „Fusion“ bezeichnete multimediale Mix unterschiedlicher Bildkategorien wie Schwarzweiss und Farbe oder Stehbild und Laufbild, nutzen im Bestfall einen perfekten Sound, um die emotionale Wirkung zu steigern.

Seit die Videofunktion bei den Digitalkameras zum Standard wurde, verdient auch die Tonaufzeichnung ein größeres Augenmerk. Nur selten allerdings wird die Leistung der kamerainternen Soundsysteme der hohen Qualität der Bildaufzeichnung gerecht. Wer seine Bildpräsentationen auch mit einem perfekten Ton untermalen möchte, wird auf die externe Tonaufzeichnung und eine Nachvertonung kaum verzichten können.

Ein wichtiger, erster Schritt auf dem Weg zum guten Ton ist der Einsatz eines externen Mikrofons. Die meisten in der Kamera integrierten Mikrofone zeichnen den Ton nicht in „Stereo“ sondern nur „Mono“ auf. Aber auch, wenn die Tonqualität in vielen Situationen durchaus zufriedenstellend ist, werden von den internen Mikrofonen auch Autofokusgeräusche oder andere aus der Bedienung der Kamera herrührende Nebengeräusche mit aufgezeichnet. In den meisten Fällen wird dies anschließend bei der Vorführung von den Zuschauern und Zuhörern als störend empfunden.

Bei der Aufzeichnung von Dialogen und Gesprächen von Personen wirken die Nebengeräusche im Umfeld der Kamera lauter als die Sprachaufzeichnung der entfernteren Akteure. Wer auf einen guten Sound Wert legt, sollte also darauf achten, dass die Kamera eine Schnittstelle bietet, die den Anschluss eines externen Mikrofons ermöglicht. Der Einsatz eines externen Stereomikrofons kann dazu beitragen, störende Nebengeräusche zu vermindern. Auch ein Richtmikrofon, das sich entweder auf ein Ministativ oder auf dem Zubehörschuh der Kamera befestigen lässt, kann dazu dienen, die Sprachaufnahme zu verbessern. Wird das kamerainterne Mikrofon verwendet, sollte bei der Aufnahme darauf geachtet werden, die Nebengeräusche niedrig zu halten. Dazu gehört auch, während der Aufzeichnung nicht mehr zu fokussieren, um AF-Geräusche des Objektivs zu vermeiden.

Manchmal wird ein nachvertonter Kommentar sinnvoll sein. Dieser kann dann natürlich unter optimalen Bedingungen und ohne störende Nebengeräusche aufgezeichnet werden. Damit er aber später nicht allzu steril wirkt, empfiehlt es sich, für eine authentisch wirkende Atmosphäre, den Originalton als sogenannte „Audio-Atmo“ darunter zu legen. Viele Videofilmer legen sich auch ein Archiv solcher „Audio-Atmos“ zu, die typische Geräusche von bestimmten Szenen, wie von Bahnhöfen, verkehrsreichen Straßen, Autobahnen, Häfen, Flugplätzen, Flüssen, Wäldern, Schwimmbädern, Stränden oder Volksfesten, enthalten und später unter den Sprachkommentar gelegt werden können.

Praktisch für Sprachaufnahmen sind die externen Mini-Mikrofone, die sich mit einem Clip am Jacket oder an Hemd beziehungsweise Bluse befestigen lassen. Für das Aufnehmen von Konferenzen, Veranstaltungen oder Meetings sind auch sogenannte Richtmikrofone mit Zoomfunktion empfehlenswert. Beide Mikrofontypen sind recht kompakt, so dass sie sich auch einfach auf Reisen mitführen lassen. Bei Außenaufnahmen mit dem Richtmikrofon ist zur Verringerung störender Windgeräusche auch ein Windschutz aus Schaumstoff angebracht.

Wer sich nicht allein auf die Tonaufzeichnung der Kamera verlassen möchte, dem bietet die Audioindustrie ein umfangreiches Angebot externer Rekorder, die sich auch als mobiles Studio für die hochwertige Stereotonaufzeichnung nutzen lassen. Besonders empfehlenswert sind solche Rekorder, die neben einem PCM-Sound auch eine integrierte Kamera für die Videoaufzeichnung in HD-Qualität aufweisen. Diese lassen sich dann nicht nur für die Tonaufzeichnung, sondern beispielsweise auch als eine zweite, feststehende und durchlaufende Kamera verwenden, in deren Aufnahmen später die Gegenschüsse oder Großaufnahmen der Hauptkamera eingeblendet werden.

Wichtig bei der Verwendung zusätzlicher Audio- und Videoaufzeichnungsgeräte ist die Möglichkeit der Fernbedienung. Müssen die Geräte für die Aufzeichnung von Ton und Bild getrennt aufgestellt werden, erweist sich eine kabellose Fernbedienung für die Einstellung und Aktivierung aller Funktionen als eine sehr praktische Hilfe.
Als brauchbares Zubehör für die mobilen, kompakten PCM-Rekorder werden häufig auch Mikrofon-Kits für die Aufzeichnung von Konferenzen und Meetings angeboten, die sich aber auch für die Aufnahme, etwa bei Konzerten oder Theateraufführungen oder auch von Sportereignissen, nutzen lassen.

Der gute Ton gehört einfach dazu, wenn man heute sein Publikum mit multimedialen Mitteln fesseln möchte.

Video 07 / 2011


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