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Elf Zubehörtipps für das Filmen mit System- und SLR-Kameras

Wer intensiv die Videofunktion seiner digitalen System- oder Spiegelreflexkamera nutzen möchte, der sollte zur Erleichterung und Optimierung seiner Aufnahmen über die Anschaffung einiger nützlicher Zubehörprodukte nachdenken. Elf der wichtigsten haben wir hier aufgelistet.

  1. Stativ
    Filmer stellen an die Funktionalität von Stativen im Vergleich zu Fotografen zusätzliche Ansprüche. So spielt die Vibrationsfreiheit eine noch wichtigere Rolle. Vor allem aber sollte der Stativkopf ruckfreie horizontale und vertikale Schwenks gewährleisten. Auch die Ausbaufähigkeit des Stativs sollten Filmer im Auge haben. So lassen sich beispielsweise mit einer Rollspinne Kamerafahrten auf glatten Böden durchführen oder man kann den Stand der Beine durch Einsatz einer Bodenspinne fixieren. Praktisch sind auch Stativsysteme, die man einfach erweitern und nach dem Baukastenprinzip, beispielsweise zu Einbein- oder Autostativen, umbauen kann. Einbeinstative lassen sich mit umgekehrt montierter Kamera auch für ungewöhnliche Aufnahmen aus der Froschperspektive oder hoch gehalten für Szenen aus der Vogelperspektive nutzen.
  2. Externes Mikrofon
    Der gute Ton ist eine echte Herausforderung für Filmer. Nicht immer reicht das eingebaute Mikrofon für die Aufzeichnung von Dialogen zwischen entfernt agierenden Personen. Ein aufgesetztes oder extern eingesetztes Richtmikrofon kann hier weiter helfen. Auch ein externes Mikrofon mit Clip-Befestigung oder Konferenz-Mikrofonkits hilft, Tonaufzeichnungen zu verbessern. Wer optimale Tonqualität sucht, greift auch zu externen Tonrekordern, die es in PCM-Qualität in Schokoriegelgröße gibt, zum Teil sogar mit zusätzlich integrierter HD-Videofunktion. Das verhilft nicht nur zu professioneller Klangqualität, sondern ermöglicht auch die gleichzeitige Aufzeichnung einer Szene aus unterschiedlichen Perspektiven.
  3. Zoom- beziehungsweise Schärfenhebel
    Ein einfaches aber wichtiges Tool für Filmer ist der Zoom- beziehungsweise Schärfenhebel. Zoomen und Schärfenverlagerungen während einer Filmaufnahme sind kritisch. Der Schärfen- oder Zoomring ist mit der Hand nur schwer gleichmäßig zu verdrehen. Durch den Hebel wird die Drehbewegung besser kontrollierbar und lässt sich auch gleichmäßiger ausführen.
  4. Kompendium
    Bei professionellen Studiofotografen, die viele Lichtquellen zur Beleuchtung ihrer Motive verwenden, gehören sogenannte Kompendien als sicherer Streulichtschutz zum Standardzubehör. Der beim Fotografieren aus der Hand, wegen der Größe häufig als unbequem empfundene Schutz vor Streulicht und Reflexen, sollte beim Filmen vom Stativ jedoch keinesfalls fehlen. Er sorgt für optimalen Kontrast und satte Farben.
  5. Fernauslöser
    In vielen Fällen kann es nützlich sein, eine Kameraposition zu wählen, die der Fotograf beim Filmen oder Fotografieren selbst nicht einnehmen kann oder darf. Dann erweist es sich als sinnvoll, wenn die Kamera auch über einen Fernauslöser bedient werden kann. Je nach Anspruch an Entfernung und Komfort bieten sich dafür Kabel- oder Funkfernauslöser an.
  6. Externer Monitor
    Bei entfernt platzierter Kamera, die per Fernauslöser gesteuert wird, erweist es sich als besonders komfortabel, wenn der Fotograf auch den Bildausschnitt über einen externen Monitor kontrollieren kann. Solche externen Monitore lassen sich über Kabel oder kabellos an den Videoausgang der Kamera anschließen. Es gibt auch Hersteller, die Touchscreen-Monitore anbieten, über die sich die Kamera steuern und auslösen lässt.
  7. Speicherkarte
    Vor allem das Filmen in Full-HD-Qualität stellt besondere Ansprüche an die Leistungsfähigkeit und Kapazität der Speicherkarten. Hier sollten Filmer darauf achten, die für eine Full-HD-Aufzeichnung optimale Leistungsklasse des jeweiligen Kartentyps mit ausreichender Kapazität zu verwenden. Video stellt höhere Anforderungen an Speed und Kapazität.
  8. Zusatzakku oder Netzgerät
    Auch der Stromverbrauch steigt beim Filmen deutlich. Da sind die Akkus schneller erschöpft als beim Fotografieren. Sicherheitshalber sollten Intensivfilmer mindestens einen, wenn nicht gar mehrere, Ersatzakkus mitführen oder wenn es geht, ein Netzgerät verwenden.
  9. Wasserwaage
    Ein schiefer Horizont wird im Film nur selten als Stilmittel sinnvoll sein. Meist wird er vom Zuschauer als störend empfunden. Sogar nur eine leicht schiefe Ausrichtung der Kamera irritiert die meisten Betrachter. Um sicher zu gehen, dass die Kamera auch wirklich gerade steht, hilft eine Wasserwaage. Wenn Kamera oder Stativkopf- beziehungsweise Nivellierplatte über keine integrierte Wasserwaage verfügen, lohnt sich in jedem Fall die Anschaffung einer Aufsteckwasserwaage. Besonders präzise und einfach lassen sich die neuen digitalen Wasserwaagen verwenden.
  10. Leuchte
    Beim Filmen helfen bei schlechtem Licht die eingebauten Blitzgeräte der Kameras nicht weiter. Hier werden Leuchten mit Dauerlicht verlangt. Doch nicht nur bei wenig Licht, sondern auch bei ungünstiger Beleuchtung können Leuchten zum Aufhellen von Schatten oder zum Setzen von Lichteffekten nützlich sein. Praktisch sind die modernen LED-Leuchten, die es auch zum Aufstecken auf die Kamera gibt. Sie lassen sich zum Beispiel bei Gegenlicht oder Licht von oben wirkungsvoll als Augenlicht einsetzen.
  11. Display-Lupe
    Filmer bevorzugen die Bildkontrolle über das Kamera-Display. Dort wird gezeigt, was später auf dem Fernseher oder in der Projektion zu sehen sein wird. Optische Sucher sind dafür nur bedingt geeignet, weil zum Einen das Sucherbild nicht das tatsächliche Ergebnis zeigt und weil andererseits elektronische Sucher doch relativ klein sind. Von der Zubehörindustrie werden daher seit einiger Zeit Display-Lupen angeboten, die den Monitor rundum abschatten und so auch bei hellem Tageslicht eine zuverlässige Ergebniskontrolle ermöglichen. Diese Geräte werden über Klett- oder Magnetbefestigungen über das Kameradisplay gesetzt. Die integrierte Lupe ermöglicht zudem eine vergrößerte Darstellung. Für eine kontrastreichere Wiedergabe sorgen auch die zusammenklappbaren Sucherabschattungen, die das Display aber nicht ganz abdunkeln. Sie haben den Vorteil, dass sie auf der Kamera verbleiben können und auch beim Fotografieren ein besseres Display-Bild bieten.

Video 08 / 2011


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