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Projektionsraum

Der ideale Projektionsraum sieht so aus, wie wir ihn in den meisten Kinos vorfinden. Wände, Decke und Boden reflektieren kein Licht. Anders verhält es sich in den eigenen vier Wänden oder beispielsweise in Konferenzräumen. Bei letztgenannter Räumlichkeit möchte man beispielsweise die Umgebungshelligkeit so hoch wie möglich halten, damit keine Müdigkeit aufkommt und die Teilnehmer sich Notizen machen können. Der natürliche Feind einer jeden Projektion ist jedoch das Umgebungslicht. In den eigenen vier Wänden verhält es sich ähnlich, außer man verfügt über ein großes Haus, in dem man ein Zimmer zum Projektionsraum umfunktioniert hat. Um der Grundhelligkeit im Vorführraum etwas entgegenzusetzen, müssen Beamer dieser mit einer ausreichenden Helligkeit entgegentreten. Eine Faustregel besagt, daß die Beleuchtungsstärke einer Projektion mindestens fünfmal höher sein muß als die Beleuchtungsstärke des Umgebungslichtes, vorausgesetzt die Projektionsfläche reflektiert beides gleichmäßig in alle Richtungen wie bei einer mattweißen Standardleinwand. Die Praxis zeigt, daß diese Faustregel nur als unterster Wert angesehen werden darf. Sicherheitsreserven sind mehr als empfehlenswert. Hinzu kommt, daß durch Alterung der Lampe die Helligkeit des Projektors mit zunehmendem Einsatz nachläßt. Gerade im Geschäftsbereich kommt der Beamer in unterschiedlichen Tagungsräumen zum Einsatz - auch aus diesem Grund sind Sicherheitsreserven sicherlich sinnvoll.

Entscheidend für die Qualität der Projektion ist neben der Helligkeit auch der Kontrast, also der Unterschied zwischen der niedrigsten (dunkelsten) und der höchsten (hellsten) Beleuchtungsstärke. Zur Erhöhung des Kontrastes sollte Streulicht auf die Leinwand vermieden werden. Licht aus und Vorhang zu, wäre eine Möglichkeit - in Tagungsräumen jedoch nicht umsetzbar. Sofern eine Beleuchtungsanlage vorhanden ist, kann durch möglichst gerichtetes Licht und einen steilen Einfallswinkel das Streulicht gut reguliert werden. Eine schwarze Umrahmung des projizierten Bildes, je breiter desto besser, bewirkt, daß das Auge weniger durch die hellere Umgebung adaptiert. Die Pupille ist weiter geöffnet und die Projektion erscheint heller. Dies ist übrigens auch der Grund dafür, warum an Faltleinwänden der schwarze Kunstlederrand ist.

Hochreflektierende Leinwände sind dann sehr effektiv, wenn das Licht aus einer definierten Richtung zum Zuschauer zurückgestrahlt wird. Umgebungslicht, das von der Decke oder seitlich einfällt, erreicht den Zuschauer durch Reflexion dann nicht. Das Bild vom Projektor, der am besten in Augenhöhe aufgestellt ist, sollte die Präsentation in einem engen Winkel zeigen, denn erst dann ist das Bild brillant.

Präsentationstechnik 09 / 2005

Projektionsraum

"Projektionsraum"


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