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FineArt-Fotopapiere

Immer wieder rätseln Fotografen, Fotoingenieure und Kunsthistoriker darüber, welche Kriterien die besondere Ausstrahlung großartiger Fotografien ausmachen. Neben dem Bildinhalt und seiner kreativen oder künstlerischen Gestaltung sind es häufig auch technische Parameter, die zu der außergewöhnlichen Faszination eines Fotos beitragen.

Die Wahl des optimal zu einer Aufnahme passenden Papiers kann darüber entscheiden, ob ein Foto seine Betrachter in seinen Bann zieht oder ob er es mehr oder weniger unbeachtet lässt. Fotopapiere für den Inkjet-FineArt-Druck zeichnen sich häufig aber nicht nur durch ihre besonderen Eigenschaften hinsichtlich Haptik, Tonalität und Anmutung aus. Fotokünstler stellen an ihre Papiere weitergehende Qualitätsansprüche, wie etwa eine über viele Jahre anhaltende Farbstabilität und den Verzicht auf optische Aufheller, denen nachgesagt wird, schnell ihre Wirkung zu verlieren und so das Papier vergilben und die Farbwirkung mindern zu lassen. Ein weiteres Kriterium für die Stabilität ist die Säurefreiheit, die hochwertige Papiere vor Säurefraß und dem Vergilben schützt. Die besondere Ausstrahlung von FineArt-Künstlerpapieren basiert nicht zuletzt auch auf ihren unterschiedlichen – mal feineren, mal gröberen – Oberflächenstrukturen. Die besondere Optik der Trägermaterialien und ihre aufwändige Abstimmung auf die Art der Oberflächenbeschichtungen lassen Fotografen für besondere Präsentationen, wie Ausstellungen oder für den Verkauf ihrer Fotos, zu den hochwertigen und deswegen auch teureren FineArt-Fotopapieren greifen.

Moderne Nostalgie: Baryt, Leinwand, Bütten

Zu den FineArt-Fotopapieren gehören die Baryt-Materialien, die den Inkjet-Prints die Ausstrahlung historischer Fotografien verleihen. Moderne Baryt-Papiere für den Tintenstrahldruck zeichnen sich dadurch aus, dass sie zwar die Haptik und Oberflächenstruktur alter Kunstfotos auf Baryt besitzen, doch durch ein spezielles Trägermaterial das früher gefürchtete Kräuseln der Fotos verhindern. Die Inkjet-Baryt-Fotos bieten, direkt wie sie aus dem Drucker kommen, eine perfekte Planlage. Auch in Bezug auf die Warmtoncharakteristik der chemischen Baryt-Papiere haben die Materialien für den Tintenstrahldruck gleichgezogen. Die typischen Merkmale hochwertiger Baryt-Fotoabzüge, wie die reinen Weißen und warmsanften Tonwertabstufungen, sowie ihren besonderen Glanz, verdanken die Papiere dem Anteil eines speziellen Minerals, dem Bariumsulfat (Baryt) in der Oberflächenbeschichtung. Waren die traditionellen Baryt-Papiere auf die Schwarzweißfotografie beschränkt, eignen sich die modernen Inkjet-Medien auch für den eindrucksvollen Druck künstlerischer Farbmotive.

Um Fotos die Anmutung von Gemälden zu geben, empfiehlt sich die Ausgabe auf Leinwand. Es gibt sowohl beschichtete Papiere mit einer Leinwand-Oberflächenstruktur als auch beschichtete Textilien, die sich nach dem Bedrucken auf Keilrahmen aufspannen lassen und durch eine spezielle Oberflächenbeschichtung die Tinten dauerhaft aufnehmen und vor dem Ausbleichen schützen.

Auch Papiere mit der früher weitverbreiteten Büttencharakteristik werden für den Inkjet-Fotodruck angeboten. Die Papiere mit der Echt-Büttenstruktur handgeschöpfter Künstlerpapiere, doch mit einer speziellen Beschichtung für den Inkjet-Druck, wurden ursprünglich für die Reproduktion von Kunstwerken, wie etwa von Aquarellen, entwickelt. Doch lassen sich damit auch großartige Effekte bei der Ausgabe von Fotos erzielen.

Profil einbetten

Um optimale Qualität beim FineArt-Tintenstrahldruck zu erreichen, ist die Verwendung von speziellen Druckerprofilen erforderlich. Mit ihnen können Drucker, Tinte und Fotopapier exakt aufeinander abgestimmt werden. Die meisten Hersteller von FineArt-Fotopapieren bieten solche Profile zum kostenlosen Download auf ihren Websites an.

FineArt-Papiere nicht nur für Fotografen

FineArt-Inkjet-Papiere werden keineswegs nur im digitalen Fotolabor eingesetzt. Auch für lebensnah wirkende Reproduktionen anderer Kunstwerke, wie Zeichnungen, Gemälden oder Aquarellen, wird auf Spezialpapiere mit Leinwandstruktur oder der Charakteristik von Aquarellpapieren zurückgegriffen.

Pressemeldungen 11 / 2011


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