Prophoto GmbH

„Blende 2011“ beweist: Die Jugend sieht ihre Welt mit anderen Augen

Viel Dynamik in den Bildern und im Markt

Vorbei sind die Zeiten, in denen nur das Familienoberhaupt fotografierte – der digitalen Technik sei Dank. Sie hat die Kinder- und Jugendzimmer erobert. Der Nachwuchs will seine eigenen Aufnahmen von seinen Erlebnissen und der Welt, wie er sie sieht und wahrnimmt, machen.

Der technisch unkomplizierte Zugang zur digitalen Fotografie hat eine bemerkenswerte Aufsteigergruppe generiert, die ihr Können bei „Blende“ eindrucksvoll unter Beweis stellt. Der Besitz einer Kompaktkamera ist trendy und die digitalen Spielgelreflexkameras steigen ständig im Kurs. Mit bedeutenden Marktanteilen haben sich beim Nachwuchs auch jene neuen Kameramodelle durchgesetzt, die als kompakte Systemkameras trendbestimmend eingestuft werden können. Raffinierte elektronische Bildgestaltungsprogramme, in Kombination mit Effektfiltern, steigern die Fotografie in ihrem Stellenwert auch beim Nachwuchs zukunftsweisend.

Handys/Smartphones mit Kameras beflügeln die Freude an der Fotografie zusätzlich – zumal sich dabei auch gleich noch ein für die Jugend sehr wichtiger weiterer Aspekt ergibt: die unkomplizierte Bildübertragung. Auf Knopfdruck können Freunden optische Botschaften von jetzt auf gleich übermittelt werden. Daraus ergibt sich auch ein weites Feld der Bildnutzung und -kommunikation. Die sogenannten sozialen Netzwerke spielen dabei eine wichtige Rolle – Tendenz steigend. Facebook und Fotografie kommen dabei eine absolute Sonderstellung zu. Das sind junge Phänomene, deren endgültige Auswirkung nur erahnt werden kann. Hier hat die Zukunft erst begonnen. Die Selbstverständlichkeit, mit der eine junge Nutzergruppe begonnen hat, sich die Möglichkeiten weltweiter Bildkommunikation zu erschließen, ist aus den Kinderschuhen bereits deutlich heraus.

Die digitale Technik hat die Fotografie wieder zu einem sehr jungen Hobby gemacht. Fotografie ist Teil dessen geworden, was gemeinhin als Lifestyle bezeichnet wird. Die Spontaneität, mit der die Kamera beim Nachwuchs zum Einsatz kommt, ist das wichtigste Merkmal. Da wird nicht lange gezögert oder gezirkelt, um einen klassischen Bildausschnitt zu bekommen. In allen Lebenslagen und aus völlig unkonventionellen Perspektiven wird auf den Auslöser gedrückt. Die Ergebnisse sind entsprechend. Die Bildwirkung kommt sehr nahe heran an die erkennbaren Vorbilder, die den Geschmack bestimmen. Das sind ganz klar die temporeichen Musikvideos, die hier Pate stehen. Ausgewogen harmonische Lichtverhältnisse werden dabei weit weniger gesucht, als dynamische Kontraste und geradezu kühne Blickwinkel überund unterhalb der normalen Augenhöhe. Aber auch Inszenierungen sind es, die der Nachwuchs für sich zunehmend entdeckt. Der Selbstauslöser ist dabei ein probates Mittel, sich selbst auf den Aufnahmen zu verankern. Auszumachen ist bei „Blende 2011“ der Hang zum Retrolook und zur Miniaturansicht mit entsprechenden Kameraeffektfiltern. Ebenso hoch im Kurs steht beim Nachwuchs die Froschperspektive, die ihrem fotografischen Spiel so entgegenkommt und bisweilen sehr skurrile und überaus sehenswerte Aufnahmen hervorbringt.

Auch in 2011 war der weibliche Nachwuchs bei „Blende“ stärker vertreten als seine männlichen Kollegen. Letztere scheinen, so belegen es auch frühere Analysen des Instituts für Demoskopie Allensbach, erst später in die Fotografie einzusteigen, denn dann sind Frau und Mann gleich auf. Eventuell liegt es aber aktuell auch an der Mitteilsamkeit des weiblichen Geschlechts, das in jungen Jahren auch deutlich aktiver in den sozialen Netzwerken unterwegs ist. Herauszustellen ist bei „Blende 2011“ die gestiegene Anzahl an Gruppenarbeiten, die über Schulen eingereicht wurden. Intensiv wurde sich da mit den thematischen Vorgaben auseinandergesetzt, ohne die grenzenlose Kreativität der Akteure vor und hinter der Kamera zu bremsen.

Die Schaffenskraft der Nachwuchsfotografen, so die Jury der bundesweiten Endausscheidung von „Blende 2011“, ist enorm. „Blende“ trägt mit seinem seit über zehn Jahren bestehenden Forum für Jugendliche bis 18 Jahre maßgeblich zur fotografischen Förderung bei und wird belohnt mit sehenswerten Highlights. Wie anerkannt „Blende“ beim Nachwuchs ist, zeigt sich auch im weiter gestiegenen Einsendeergebnis mit über 3.600 Aufnahmen. Durchweg positive Bildbewertungen erhielten die Nachwuchsfotografen von den Juroren der bundesweiten Endausscheidung von „Blende 2011“. Aufgrund der bestechenden Qualität war es für die Jury eine große Herausforderung, die 55 Sonderpreisträger von „Blende 2011“ zu ermitteln. In der bundesweiten Endausscheidung von „Blende 2011“ konnten sich zudem sechs Nachwuchsfotografen behaupten, der zehnte Preis geht hier an die 18-jährige Wehna Roeloffs.

„Wir können von der Jugend viel lernen, vor allem die positive Sichtweise“, so ein Jurymitglied. „Auch, wenn soziale Netzwerke aus dem Leben der Heranwachsenden nicht mehr wegzudenken sind und man unzählige Freunde zählt“, so ein Jurymitglied, „so zeigen die Aufnahmen zum ‚Blende‘-Thema ‚Zusammenhalt – Durch dick und dünn‘, was der Jugend wirklich wichtig ist. Es ist überwiegend die Zweisamkeit mit der besten Freundin, dem besten Freund und sich aufeinander verlassen zu können.“

Blende-Jugend auf der photokina 2012

Vom 18. bis 23. September 2012 öffnet die Weltmesse des Bildes, die photokina, in Köln wieder ihre Tore und dort wird auch die „Blende“-Ausstellung Premiere feiern. Rund 70 Aufnahmen aus den „Blende“-Jahrgängen 2010 und 2011 werden die Messebesucher nachhaltig in den Bann ziehen. Die fotografischen Leistungen des Nachwuchses sind auch in 2012 fester Bestandteil der „Blende“-Ausstellung, die auf der photokina ihre größte Öffentlichkeit findet. Weltweit wird medial über „Blende“ und die Schaffenskraft der Teilnehmer berichtet.

Es geht in die nächste Runde „Blende 2012“

Verlierer gibt es bei „Blende“ nicht. Alle jugendlichen Teilnehmer, die sich der Herausforderung und dem Wettstreit stellten, erhalten von der Prophoto GmbH den heißbegehrten „Blende“-Kalender für 2012. Auch, wenn „Blende“ gerade abgeschlossen ist, so heißt es schon jetzt: Blende auf zu „Blende 2012“ – die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren.

Blende Informationen A-Z 02 / 2012

Schneller als die Polizei erlaubt, Luisa Dettmer

“Schneller als die Polizei erlaubt”, Luisa Dettmer

Steinzeit, Thema Mutters Kitsch - Vaters Ramsch, Christin Küster

“Steinzeit, Thema Mutters Kitsch – Vaters Ramsch”, Christin Küster

Mann mit Hut, David Gruber

“Mann mit Hut”, David Gruber

Kleiner Hund im Schnee versunken, Anna Hansbuer

“Kleiner Hund im Schnee versunken”, Anna Hansbuer

“I want !”, Eva Hahn


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