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Helau, Alaaf und Cheeeeeese!

Närrische Zeit für Fotografen: Tipps für tolle Fotos im Karneval

Faschingszeit ist Fotozeit: Der Karneval ist auf seinem Höhepunkt und bietet die farbenprächtigsten Fotomotive des ganzen Jahres. Egal, ob man beim Mitfeiern sich selbst und das närrische Treiben um sich herum festhalten möchte oder ob man als Fotograf ganz bewusst auf Motivsuche geht, der Fotospaß kennt derzeit nur eine einzige Grenze: den Aschermittwoch. Ein paar Tipps für tolle Fotos an den tollen Tagen:

Die Ausrüstung:

Entscheidend ist, ob das Fotoerlebnis oder das Feiern im Vordergrund steht. Danach sollte sich die Ausrüstung richten, die man einpackt. Zum Mitfeiern im Strom der Jecken empfiehlt sich ein kompaktes, zumindest aber ein gewichtsarmes Equipment: eine Kompaktkamera, eine Systemkamera mit Wechselobjektiven oder ein Spiegelreflexmodell mit leichtem Zoomobjektiv. Wer sich vor allem auf die besten Bilder etwa bei einem Umzug, konzentrieren will, sollte eine möglichst umfangreiche Ausrüstung mitnehmen. So sollte ein großer Brennweitenbereich abgedeckt werden, entweder durch ein Zoomobjektiv mit großem Zoombereich oder mit mehreren Wechseloptiken. Ein Mikrofasertuch für Optiken sollte immer im Gepäck zu finden sein. Wenn die Kamera herumgereicht wird, passiert es schnell, dass Fingertapper auf die Frontlinse des Objektivs kommen. Die Karnevalsmischung aus Sekt, Schmalzgebäck und mitunter sehr bunter Schminke ist so ziemlich das Schlimmste, was man einer Optik antun kann. Verschmutzungen sollten immer sofort entfernt werden. Aber bitte nicht mit einem Papiertaschentuch oder T-Shirt. Für größere Objektive und jenen mit Gewinde empfiehlt es sich, Schutzfilter aus Glas aufzuschrauben, dann kann höchstens dem Filter etwas zustoßen.

Die Motivsuche:

Wer sich etwa bei einem Umzug positioniert, sollte einen Standplatz mit dem Rücken zur Sonne wählen, idealerweise auf einem größeren Platz, auf dem zudem kein Gebäude- oder Baumschatten auf die Wagen fällt. Das Problem ist nicht der Schatten an sich, sondern der harte Übergang zwischen sonnigen und dunklen Partien.

Ein etwas erhöhter Standpunkt, etwa auf einer Treppe oder einer Trittleiter, verhindert, dass die Jecken auf Prunkwagen unvorteilhaft von unten aufs Bild kommen. Eine Bilderserie von Rosenmontagsumzügen lebt von einer Mischung aus Übersichtsaufnahmen und Details. Porträts und Teile von Kostümen sind das Salz in der Suppe. Ein Zoomobjektiv mit großem Zoombereich ist dabei hilfreich. Prunkwagen brauchen starke Weitwinkel, danach will man aber schnell zum Tele wechseln, um sich ein Porträt herauszuziehen. Alternativ zum festen Standpunkt schwimmt man als Fotograf im Strom mit. Zwischen Narrenzug und Publikum ergeben sich die schönsten Schnappschussmotive, etwa wenn Kamellen und Luftschlangen fliegen.

Das sind auch die Szenen, die man von seinen Kindern auf Kinderfaschingspartys machen möchte. Ein schwieriges Unterfangen, weil es im Getümmel nicht immer einfach ist, Bewegungsunschärfen zu vermeiden und so schnell zu fokussieren, wie sich die Kleinen bewegen. Man sollte daher abwechselnd mit Blitz und ohne Blitz fotografieren. Die Blitzaufnahmen frieren die Szenerie ein und sind meistens scharf; die Bilder ohne Blitz zeigen oft Bewegungsunschärfe, die aber auch wegen der natürlichen Umgebungsbeleuchtung sehr ansprechend wirken kann. Die besten Erinnerungsfotos von den eigenen Kindern und ihren Freunden sollte man einfach schon vor dem bunten Treiben in einer ruhigen Minute machen. Bei einem kleinen Shooting vor einem ruhigen Hintergrund können sich die Piraten, Wikinger und Prinzessinnen in Pose werfen. Zu diesem Zeitpunkt ist die Schminke noch nicht verschmiert und auch die Kostüme sitzen noch so, wie sie sollen.

Karnevals-Geschichten:

Faschingserlebnisse bieten sich geradezu für Bildergeschichten an. Das kann beim Verkleiden beginnen. Gut machen sich Vorher-Nachher-Bilder, aber auch für eine Serie mit Fotos von verschiedenen Stufen der Kostümierung inklusive Schminken wird man später noch viele Lacher ernten. Weitere Anlässe für Serien sind die Auftritte von Faschingsgesellschaften mit ihren Gardeetänzen und anderen Showeinlagen. Oder man erstellt sein persönliches Karnevals-Fototagebuch beginnend am Faschingswochenende mit den Umzügen am Rosenmontag, den Dienstags-Partys und schließlich dem Kehraus am Aschermittwoch mitsamt interessanten alten Bräuchen wie Karnevalbegraben oder dem Geldbeutelauswaschen.

Durchhaltevermögen:

Auch, wenn die Akkulaufzeiten in den vergangenen Jahren immer länger geworden sind, so bringt gerade der Karnevalstrubel die Strompakete an ihre Grenzen. Viele Karnevalisten wollen natürlich gleich die Bilder am Display bestaunen. Das verbraucht Energie. Eine durchfetete Nacht fordert zudem ständig das Blitzgerät und die Autofokus-Hilfslichter. Obendrein ist es draußen kalt und tiefe Temperaturen lassen Batterien und Akkus schneller in die Knie gehen. Deswegen ist es wichtig, immer mit vollen Akkus loszuziehen. Noch besser sind zusätzliche Ersatzakkus, die man in einer Innentasche am Körper trägt. Auch kompaktere Kameras sind in Jackentaschen oder Etuis, die man am Gürtel befestigt, gut aufgehoben. Fotoapparate sind heute kleine Hochleistungscomputer, die man nicht länger als nötig Minusgraden aussetzen sollte. Aber Vorsicht: Zu nah am Körper kann es für Kameras auch zu feucht sein – schwitzende Wintersportler auf der Piste kennen das Problem.

Die Nachfeier:

Auch die besten Bilder kann man am Computer noch etwas besser machen. Bei der Bildbearbeitung sollten rote Augen entfernt werden – es sei denn, sie waren Teil der Verkleidung. Wer tricksen will, kann auch die eine oder andere aufgemalte Sommersprosse verschieben oder kopieren, bis das Porträt perfekt ist. Auf die Lieblingsbilder kann man kurze Texte schreiben, oder sie am PC mit bunten Rahmen versehen. Das macht sich gut bei Erinnerungsfotos, beispielsweise von der Clique in gemeinsamer Verkleidung.

Dem Kater vorbeugen:

In der fünften Jahreszeit herrscht Ausnahmezustand. Mit oder ohne Maske lassen auch eher reservierte Menschen ihrer Feierlaune freien Lauf. Dabei entstehen manche Bilder, die man bei nüchterner Betrachtung lieber aus dem Gedächtnis löschen möchte – und auch sonst überall. Wer feiernde Menschen fotografiert, ist gut beraten, aufzupassen, was mit den Aufnahmen geschieht. Keinesfalls sollten solche Bilder unbedacht ins Internet gestellt werden. Wer Porträts später etwa für einen Fotowettbewerb oder eine Ausstellung nutzen möchte, sollte am besten gleich nach der Aufnahme klären, ob das Fotomodell damit einverstanden ist. Nun sollen die schönsten Karnevalsbilder aber auch nicht auf Speicherkarten oder einer Festplatte verschwinden. Schicken Sie deshalb die besten Fotos zum Ausbelichten oder drucken Sie sie auf ihrem Fotodrucker aus. Das sind nicht nur schöne Erinnerungen, sondern auch nette Geschenke für alle, die mitgefeiert haben. Mehrere Bilder von der Faschingssaison lassen sich wunderschön in einem Fotobuch präsentieren. Und das beste Foto könnte doch seinen Platz auf dem Februar-Blatt eines selbstgestalteten Jahreskalenders 2013 bekommen.

Fotografieren in der Praxis 02 / 2012

Arnaldo * 3

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Lecker Mädsche

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