Prophoto GmbH

Große, helle Bilder - Digitale und Diaprojektion

Für viele ist die Projektion, die Bildpräsentation auf einer möglichst großen Leinwand, im abgedunkelten Saal die eindrucksvollste Art, Photos zu zeigen. Inzwischen hat die Digitalisierung Einzug in die Projektion gehalten - ein guter Anlass, Vor- und Nachteile digitaler und Diaprojektion abzuwägen.

Die Vorhänge sind zugezogen, die Raumbeleuchtung geht aus und nach kurzer Pause erscheint das erste Bild auf der Leinwand - groß und brillant. Dieses Erlebnis konnten Zuschauer, schon lange bevor es Photographie gab, haben. Die Laterna magica machte das möglich und die erfreute sich bereits gegen Ende des 17. Jahrhunderts, auf zum Beispiel Jahrmärkten, großer Beliebtheit. Die Technik ist einfach: Das Licht einer Kerze, Öllampe oder Pechfackel wird über einen Hohlspiegel zunächst durch ein auf Glas gemaltes Bild und dann durch ein Linsensystem geleitet. Das Bild erscheint schließlich vergrößert auf einer Projektionsfläche.

Vom Lichtbildvortrag zur Audiovision
Aus der voluminösen Laterna magica wurde der handlichere Diaprojektor. Anstelle des Kerzenlichts sorgen nun elektrische Lampen und effektive Kondensorsysteme dafür, dass sich selbst mit den Kleinbilddias große Leinwände ausleuchten lassen. Ab den 1970er Jahren kamen in zunehmendem Maße Projektoren auf den Markt, die eine Überblendprojektion erlauben. Durch die Verwendung von mindestens zwei Geräten können Bildserien ohne ermüdende Dunkelphasen präsentiert werden. Die zunehmend komfortablere Technik im Zusammenspiel mit der Möglichkeit, Bilder und Musik zu synchronisieren, machen aus dem Lichtbildvortrag die Audiovision, ein eigenständiges Präsentationsformat. Leistungsfähige Steuertechnik erlaubt es, Schauen mit Dutzenden von Projektoren zu produzieren. Auch klassische Reisediavorträge, die nach wie vor ihr Publikum finden, werden nicht selten mit drei oder mehr Diaprojektoren gezeigt. Die rasante Verbreitung der digitalen Photographie sorgt seit einiger Zeit allerdings auch im Bereich der Projektion für einen Wandel.

Digitale Projektoren, meist als Beamer bezeichnet, sind technische Wunderwerke. Auch wenn die Auflösung der Bildsensoren innerhalb kurzer Zeit rasant zugenommen hat, können die digitalen Projektoren diesbezüglich jedoch nicht mithalten. Auch heute gibt es noch keinen Digitalprojektor, der auch nur annähernd den Informationsgehalt eines 10-Megapixel-Photos auf die Leinwand bringt. Das ist aber für einen überzeugenden Bildeindruck auch gar nicht unbedingt erforderlich. Abgesehen von der vergleichsweise geringen Auflösung digitaler Projektoren, beeinträchtigen aber die nicht immer zufriedenstellende Farbwiedergabe und, je nach Projektortyp, charakteristische Darstellungsartefakte den Bildgenuss unter Umständen. Während man ein Dia in jeden beliebigen, mit passablem Objektiv ausgestatteten Diaprojektor stecken kann und beim Betrachten kaum Überraschungen erleben wird, zeigen sich bei ein und derselben Bilddatei mit verschiedenen Beamer projiziert, oft gravierende Unterschiede - sowohl hinsichtlich der Farben als auch des Tonwertumfangs. Projiziert man seine Bilder mit einem fremden Beamer, macht man zwangsläufig diese interessante und selten erfreuliche Erfahrung. Während ein Dia, nachdem es gerahmt ist, sofort in höchster Qualität dargestellt werden kann, erfordert die Aufbereitung der Bilddaten für eine anspruchsvolle Präsentation, zumindest solide Grundkenntnisse der Bildbearbeitung.

Digitale Bilderschau
Möchte man seine Bilder nicht nur einfach nacheinander zeigen, sondern in Form einer spannenden digitalen „Diaschau“ vorführen, bedarf es - wie auch beim Erstellen einer „richtigen“ Diaschau - spezieller Software, die Über- und Einblendungen, die Synchronisation mit Musik und Geräuschen und vor allem die Ausgabe in maximaler Qualität erlaubt. Gerade im letzten Punkt unterscheiden sich einfache Programme von Spezialanwendungen. Letztere haben ihre Ursprünge meist in der Erstellung analoger Diaschauen und mit ihnen lassen sich daher konventionelle ebenso wie digitale oder auch gemischte Präsentationen erzeugen. Diese Programme greifen bei der Herstellung digitaler Schauen idealerweise in Echtzeit und ohne die Originaldaten zu verändern, auf die benötigten digitalen Photos zurück und erstellen aus diesen dann die für die jeweilige Beamerauflösung optimierte Bildansicht. Auch die Aufteilung des Bilderstroms auf mehrere Beamer zwecks Panoramaprojektion stellt mit solchen Programmen kein Problem dar.

Präsentationstechnik 01 / 2008

Streifen

Blende ,"Streifen"
Teresa Maria Metzinger


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