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Beamer sorgen für das besondere Seherlebnis

Beamer garantieren ein Seherlebnis der besonderen Art denn nur mit ihnen ist eine imposante Präsentation von Bildern an der Wand möglich. Im Jahr 2008 wurden, wie der Photoindustrie-Verband gemeinsam mit der GfK vermeldete, 360.000 Beamer verkauft, ein beeindruckender Zuwachs von 38 Prozent im Vergleich zum Jahr davor.

Die Hersteller von Projektionsgeräten haben die Einsatzmöglichkeiten ihrer Geräte kontinuierlich erweitert. Beamer bereichern die Unterhaltungs-, Business- und Gaming-Welt mit großen Bildern. Die immer kleiner, leistungsstärker und flexibler werdenden Geräte machen die Präsentation multimedialer Inhalte zum eindrucksvollen Erlebnis.

Erinnern wird sich vielleicht noch mancher an die Zeiten, als Fotografen mit ausgeklügelten, audiovisuellen Überblendprojektionen ihr Publikum begeisterten oder smarte Manager mit mehr oder weniger aufwändig gestalteten Overheadfolien ihre Ideen oder Produkte vorstellten. Doch diese „Tempi passati“ werden wohl kaum noch nostalgisch verklärte Erinnerungen wach rufen. Im Gegenteil, die meisten werden froh sein, die Zeiten verschütteter Diamagazine, kopfstehender Bilder sowie qualitätsmindernder Newtonringe und Fusseln hinter sich zu haben. Das neue Bild der Projektion wird nicht nur immer heller, schärfer und kontrastreicher, es ist auch deutlich einfacher zu handhaben. Fotopräsentationen mit dem Beamer gewinnen immer mehr Anhänger.

Qualitätskriterien und Typen
Die Wiedergabequalität der digitalen Projektoren wird vor allem von Helligkeit, Kontrastverhältnis und Auflösung bestimmt. Als wesentliches Kriterium für die aus einer bestimmten Projektionsentfernung zu erreichende Bildgröße kommt die Beschaffenheit des optischen Systems hinzu. Darüber hinaus unterscheiden sich die Projektoren in Bezug auf die zur Bilderzeugung verwendete Technik. Projektionssysteme auf Basis der LCD- oder DLP-Technik sowie der davon abgeleiteten Ableger und Weiterentwicklungen wie LCoS oder DILA.

Jede dieser Technologien hat ihre besonderen Stärken, die hinsichtlich der angestrebten Hauptanwendung zum Tragen kommen und bei der Anschaffung in Erwägung gezogen werden sollten. Ebenso Auswirkung auf die Eignung für bestimmte Anwendungen haben Eigenschaften wie die Geräuschentwicklung des Lüfters, die zwar bei der einer kompletten Diaprojektion mit Ton im Heimkino stört, bei der Präsentation einzelner Fotos wiederum vernachlässigbar ist. Dort sollte eher auf die Projektionshelligkeit geachtet werden, damit auch in helleren Räumen, ohne dass verdunkelt werden muss, präsentiert werden kann. Schneller Bildaufbau, guter Kontrast und hohe Auflösung sorgen außerdem für das perfekte Bilderlebnis.

Mobil oder stationär?
Obwohl die Flachbildschirme immer größer werden, so stellen sie keine Konkurrenz zu Beamern dar. Gerade bei einem größeren Publikum sind auch größere Bilder notwendig. Die Überlegenheit der Projektoren liegt einerseits im großen Bild und andererseits in der Portabilität.

Minis immer populärer
Kühlsysteme und Lampengehäuse sind wichtige Faktoren für die Baugröße der Projektoren. Je größer die Helligkeit, umso höher war bisher die Wärmeentwicklung der Lampen und deshalb wurden effektivere Kühlsysteme, die ebenfalls die Baugröße beeinflussten, benötigt. Mit den weniger Wärme erzeugenden, neuen LED-Beleuchtungssystemen wurde nun auch der Bau extrem kleiner Projektoren möglich. Mini-LED-Projektoren, deren Größe nur noch zwischen einer Zigarettenschachtel und einem Band von Harry Potter schwanken, machen große Bilder tragbar. Ob Jacken-, Hosen- oder Handtasche, die neuen Pico-Projektoren mit LED-Beleuchtungstechnik finden überall Platz. Allerdings füllen die ganz Kleinen auch nur kleinere Projektionsflächen. Oft hört das schon bei DIN A4 auf. Dafür kann man sein Notebook zu Hause lassen und mit den gerade Zigarettenschachtel-großen Geräten seine Bilder vom Mobiltelefon aus beamen.

Trend zu den Multitalenten
Auch, wenn bei den Ansprüchen an die Qualitätsparameter einer Projektion von Einsatzgebiet zu Einsatzgebiet unterschiedliche Prioritäten gestellt werden, geht der Trend zu flexiblen Multitalenten, die allen Ansprüchen gerecht werden. So werden die Geräte immer kleiner, obwohl die Ausstattung umfangreicher wird.

Zu den Features, mit denen die Projektoren der jüngsten Generation sich universeller einsetzen lassen, gehören beispielsweise Multi-Card-Laufwerke für die Projektion unterschiedlicher Inhalte direkt von der Speicherkarte oder die Möglichkeit des kabellosen Datenempfangs von Handys und Computernetzwerken. Über schnelle USB-2.0-Anschlüsse lassen sie sich mit Notebooks oder Desktop-PCs vernetzen oder über den USB-Stick mit Inhalten füttern. Auch die Integration in Audio- und Videosysteme über die HDMI-Schnittstelle gehört bei Geräten der jüngeren Generation inzwischen zum Standard. Mobile Projektoren verfügen über integrierte DVD- und CD-Player, Audioverstärker und Lautsprecher.

Beamer erobern Wohnzimmer
Kamen die Daten- und Videoprojektoren vor wenigen Jahren aufgrund ihrer hohen Preise fast nur für geschäftliche Anwendungen zum Einsatz, so erobern sie inzwischen auch die Wohnzimmer im privaten Haushalt, nicht zuletzt da sie sich für viele Anwendungen nutzen lassen, sei es für die Vorführung der Urlaubsfotos im ganz großen Stil, die beeindruckende Kinoprojektion im privaten Freundeskreis, das Tennismatch mit der Spielkonsole oder Sportübertragung mit Stadionatmosphäre.
 

Präsentationstechnik 10 / 2009

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Erika Beck, Vietn. Fischverkäuferin

Blende ,"Vietn. Fischverkäuferin"
Erika Beck