Bildleiste

Bahnbrechende Innovationen - Kann Ihre Kamera das auch?

Das Interesse der Verbraucher an Digitalkameras ist ungebrochen. Diese ungebremste Kauflust lässt den Photoindustrie-Verband auch in 2009 einen Absatz von über neun Millionen Kameras erwarten. Zu verdanken ist dies der unermüdlichen Innovationskraft der Foto- und Imagingindustrie, die stets aufs Neue als unüberwindbar geltende Grenzen der Fotografie sprengt und auf faszinierende Weise ihre kreativen Möglichkeiten erweitert. Bahnbrechende Innovationen steigern das Erlebnis des Fotografierens und erweitern die kreativen Möglichkeiten. Fast täglich fallen neue Grenzen, fast täglich erfindet sich die Fotografie neu - auch einer der Gründe, warum dieses Medium keine Krise kennt. Was ihm die Zukunft noch alles bringt, wird spätestens die photokina 2010, vom 21. bis 26. September in Köln, zeigen.

Kameras sind mehr als ein Fotoapparat
Kameras von heute sind weit mehr als ein Fotoapparat. Sie sind zusätzlich Camcorder, Projektor, Navigationsgerät, Telefon, Audiorekorder, Bildbearbeitungs- und -verwaltungsstation oder auch Wasserwaage. Sie besitzen Funktionen zur Mimikerkennung, zur Identifikation von Personen, zur Feststellung von Bewegungen der Kamera oder Objekten im Motiv. Sie kombinieren unterschiedliche Einzelaufnahmen für die Belichtungs- und Kontrastoptimierung, verknüpfen sie zu Panoramen oder addieren Aufnahmen mit unterschiedlicher Entfernungseinstellung zu einem Foto mit erweiterter Schärfentiefe. Sie korrigieren bei verkanteter Kamera stürzende Linien oder trapezförmige Verzerrungen und rücken bei Schieflage den Horizont automatisch gerade. Dabei halten sie zudem - kabellos oder kabelgebunden - Verbindungen zum Internet, Drucker und Fernseher aufrecht.

Kameras kennen viele Gesichter
Die Erkennung von Gesichtern und die darauf basierende Optimierung von Entfernungs- und Belichtungseinstellungen war nur der Anfang der automatischen Motivanalyse. Inzwischen können Kameras nicht nur über ein Dutzend Personen im Bild ausmachen. Sie merken auch, ob diese lächeln oder blinzeln und lösen daraufhin automatisch aus oder verhindern die Belichtung. Einige Kameras können sogar Personen identifizieren und, bei deren Bewegungen, dann automatisch die Schärfe nachziehen und die Belichtung anpassen. Bei einigen Kameras braucht der Fotograf dazu gar nicht einzustellen, auf welche Person die Kamera bevorzugt die Entfernung und Belichtung legen soll. Ein Fingerzeig auf dem Touchscreenmonitor reicht völlig aus. Hat der Fotograf der Kamera die Namen seiner Modelle verraten, zeigt sie diese nicht nur an, wenn sie im Bild auftauchen, sie legt sie sogar automatisch beim Speichern unter dem richtigen Namen und den dafür vorgesehenen Ordner ab. Die Gesichtserkennung wird von aktuellen Kameras auch dazu genutzt, um bei Porträtaufnahmen nachträglich für eine optimale Hautwiedergabe zu sorgen. Da werden automatisch Fältchen geglättet und kleine Makel korrigiert. So kann die Beauty-Funktion im Nachhinein ein Make-up-Studio ersetzen.

Kameras wissen, wo sie sind
GPS-Funktionen machen aktuelle Kameras ortskundig. Sie merken sich nicht nur den Standpunkt der Aufnahme, sie verraten dem Fotografen auch, was er gerade fotografiert und was es in der Umgebung noch für touristisch interessante Attraktionen, aber auch Restaurants und Shoppingmöglichkeiten gibt. Um sein Motiv später einmal wiederzufinden, braucht der Fotograf bei manchen Navigationsgeräten später nur das Bild einzulesen und es führt ihn automatisch an die gewünschte Stelle. Das Speichern der Koordinaten vom Aufnahmestandpunkt erleichtert zudem die Verwaltung, Verschlagwortung und Archivierung der Bilder.

Kameras zeigen ihre Fotos ganz groß
Für viele Fotografen ist die Kamera auch ein mobiles Fotoalbum, auf dessen Display sie ihre Bilder anderen zeigen. Auch, wenn die Kameramonitore immer größer, schärfer und heller werden, erweist sich diese Präsentationsform nicht als optimal, wenn mehreren Personen Fotos gezeigt werden sollen. Deshalb wird es zukünftig vermehrt Aufnahmegeräte geben, die ihre Bilder über integrierte Projektorensysteme auch größer darstellen können. Immer mehr der winzigen Pico-Projektoren halten in mobile Geräte Einzug und bringen die dort gespeicherten Fotos und Videos ganz groß raus.

Kameras sind kommunikativ
Längst sind Kameras durch ihre USB-Schnittstellen auch als Peripheriegeräte zu PC-Systemen einsetzbar. Nicht nur, dass sich darüber die Fotos übertragen oder Kamerafunktionen steuern lassen, auch Aktualisierungen der Firmware werden so vereinfacht. Doch damit nicht genug. Immer häufiger ist auch die HDMI-Schnittstelle für die direkte Übertragung der Fotos und Videos auf den Fernseher anzutreffen. Einige Kameras sind auch
W-LAN fähig und können kabellos in Netzwerke eingebunden werden. Sie überspielen ihre Fotos nicht nur kabellos ins heimische Netzwerk mit PC und digitalen Bilderrahmen, sondern können sie zum Teil sogar ins Internet laden und dort in entsprechenden Portalen als Album Freunden und Bekannten zugänglich machen. Auch der Versand der Fotos und Videos per E-Mail direkt aus der Kamera wird dadurch möglich.

Kameras rücken Schiefes gerade
Stürzende Linien, ein schiefer Horizont, trapezförmige Verzerrungen bei Aufnahmen von Dokumenten sind häufig bei der Aufnahme kaum zu vermeidende Gestaltungsfehler. Kameras der jüngsten Generation erkennen durch eingebaute Sensoren, ob der Fotograf sie schief hält oder verkantet. Eine integrierte, elektronische Wasserwaage hilft inzwischen immer häufiger bei der korrekten Ausrichtung der Kamera. Aktuelle Aufnahmegeräte der jüngsten Generation können sogar stürzende Linien automatisch korrigieren und den Horizont trotz schief gehaltener Kamera wieder gerade rücken. Für sie ist auch der Ausgleich trapezförmiger Verzerrungen bei Fotos von Dokumenten kein Problem.

Kameras sind Bewegungsmelder
Die Schärfe eines Fotos kann durch ungenaue Entfernungseinstellung, durch Verwacklung oder auch durch bewegte Objekte im Motiv leiden. Kameras können nicht nur automatisch die korrekte Entfernungseinstellung für ein scharfes Bild ermitteln, sondern sie erkennen auch, ob der Fotograf wackelt oder sich etwas im Bild so schnell bewegt, dass eine kurze Verschlusszeit für eine scharfe Aufnahme benötigt wird. Mithilfe von optischen und/oder mechanischen Bildstabilisatoren werden Verwacklungsunschärfen durch Kamerabewegung vermieden. Bewegungssensoren wiederum ermitteln die benötigte Verschlusszeit zum „Einfrieren“ einer Bewegung und verkürzen diese abhängig von der Geschwindigkeit und erhöhen gleichzeitig die Sensorempfindlichkeit, um entsprechend kurze Belichtungszeiten zu ermöglichen.

Kameras lieben die Dämmerung
Die hohen ISO-Empfindlichkeiten moderner Kameras ermöglichen nicht nur extrem kurze Verschlusszeiten zum Vermeiden von Verwacklungen bei Teleaufnahmen oder von Bewegungsunschärfen bei Action-Fotos. Sie eröffnen zudem neue Gestaltungsmöglichkeiten für Available-Light-Aufnahmen, also für das Fotografieren bei Dämmerlicht. Wo früher der Einsatz von Blitzlicht unumgänglich schien, kann heute vielfach ganz normal fotografiert werden. Damit gelingen stimmungsvolle Fotos bei wenig Licht, zumal neben der hohen Sensorempfindlichkeit auch noch die Bildstabilisation verwacklungsfreie Aufnahmen in der Dämmerung ermöglicht.

Kameras sind auskunftsfreudig
Zur Beantwortung der Frage, wie sich die vielen neuen Funktionen einer Kamera einfach anwenden lassen, war früher das gründliche Studium der Bedienungsanleitung Voraussetzung. Die Kameras von heute haben diese eingebaut. Sie erklären schriftlich auf dem Display, was die vorgenommene Einstellung für die Aufnahme bewirkt. Manche Kamera kann sogar sprechen und teilt dem Fotografen akustisch mit, was er tun und lassen sollte. Eine derartige Vereinfachung der Handhabung lässt Raum für kreative Ideen, denen sich Besitzer neuer Kameras nun sorglos widmen können.

Pressemeldungen 11 / 2009

Bewerten 73